Mal du Suisse

Heimweh
Das Wort taucht Mitte des 16. Jahrhunderts zum ersten Mal auf. Es ist Schweizer Dialekt: Weh steht für Schmerz, aber auch für Sehnsucht. Heim bezeichnet Haus und Heimat. «Heimnoti» heisst es im Althochdeutschen, ein Wort das Theologen geprägt haben. Bis zum Frühmittelalter hat man damit das Himmelreich gemeint, das Jenseits. Erst danach ist aus dem himmlischen Heimnoti die irdische Heimat geworden. Heimweh – das ist die Sehnsucht, in der Fremde wieder daheim zu sein.

Es ist der Medizinstudent Johannes Hofer, der Heimweh erstmals als Krankheit definiert. 1688 schreibt er an der Universität Basel über Heimweh seine Dissertation. Für die medizinische Fachliteratur prägt er den Begriff Nostalgia, aus dem Griechischen Nostos für Rückkehr und Algos für Schmerz. Das Schweizerdeutsche Heimweh wird erst in der Romantik zu einem deutschen Wort.

Unter der neuartigen Krankheit leiden auffallend häufig Schweizer, die als Söldner fern der Heimat im Dienst stehen. Der Arzt Johannes Hofer vermutet, dass das ständige Denken ans Vaterland die Lebensenergie erschöpft, welche durch Nervenröhren zwischen Körper und Gehirn fliesst. Bald schon nennt man Heimweh die Schweizer Krankheit.

Bei den Schweizer Soldaten, die in Frankreich stationiert sind, beobachtet man, dass der Kuhreihen, ein bekanntes Hirtenlied, eine fatale Wirkung ausübt. Sobald das Lied erklingt, werden die Söldner vom Heimweh regelrecht übermannt und zur Desertation getrieben. Deswegen ist es in den französischen Heeren im 18. Jahrhundert bei Todesstrafe verboten, den Kuhreihen zu singen oder zu pfeifen, denn die Heimat – sie ruft.

Die Schweizer Krankheit äussert sich durch Symptome wie Schlaflosigkeit, Entkräftung, Fieber, Abzehrung und Schwermütigkeit. Wenn sie nicht rechtzeitig kuriert wird, führt sie zum Tod. 1569 dokumentiert der Schweizer General Ludwig Pfyffer in seinem Bericht über die Schlacht bei Jarnac den Tod eines Soldaten: «Es ist Hauptmann Tamans, Vorfähnrich, der Sunneberg gestorben von Heimweh.» Dass er auch verwundet gewesen ist, erwähnt Ludwig Pfyffer mit keinem Wort. Ab jetzt ist klar: an Heimweh kann man sterben.

Die Heimat lockt — das Verlangen, in die Heimat zurückzukehren kann stärker sein, als der Wille zu leben. Heimweh zerrüttet Geist und Körper. Im 18. Jahrhundert obduzieren Wissenschaftler die Heimweh-Toten. Als sie die Leichen öffnen, sehen sie Schreckliches: «Die Gehirne sind übermässig angeschwollen, vereitert und entzündet, voll schwarzen Blutes, die Lungen und Herz mit geronnenen Blut erfüllt, der Magen zusammengeschrumpft und manchmal findet man sogar das Herz gänzlich zerrissen.»

Die Heimweh-Plage unter den Schweizer Söldnern nimmt immer grössere Ausmasse an. Die Wissenschaftler der damaligen Zeit rätseln über die Gründe. Warum befällt Heimweh auffallend oft Schweizer? Es liegt an der Bergluft, konstatiert 1705 der Gelehrte Johann Jakob Scheuchzer: «Die eigentliche Ursache des Heimwehs ist die Änderung des Luftdrucks. Die Schweizer beispielsweise leben in den Bergen, in feiner leichter Luft. Ihre Speisen und Getränke bringen auch in den Körper diese feine Luft hinein. Kommen sie nun in das Flachland, so werden die feinen Hautfäserchen zusammengedrückt, das Blut wird gegen Herz und Hirn getrieben, sein Umlauf verlangsamt, und, wenn die Widerstandskraft des Menschen den Schaden nicht überwindet, Angst und Heimweh hervorgerufen. Besonders junge Leute mit feiner Haut und solche, die mit Milch genährt sind, erkranken.»

Heimweh schmerzt, macht krank, nicht nur in der Schweiz. Homesickness, la maladie du pays, Heim-weh. Heimweh kann man lindern, nicht aber heilen. Der Botaniker und Homöopath Clemens von Bönninghausen schlägt in seiner Physiognomik der homöopathischen Arzneimittel Capsicum Annuum vor, den Spanischen Pfeffer. Er soll bei Heimweh helfen, das mit Backenrötung und nächtlicher Schlaflosigkeit einhergeht. Und dennoch: gegen Heimweh ist kein Kraut gewachsen. Gegen Heimweh bewährt sich nur ein Mittel: Heim-gehen.

Heimat, das ist aber nicht nur die geliebte Landschaft, das sind auch die Menschen, die dort leben. Das Heimweh nach den Bergen und Bäumen verwebt sich mit der Sehnsucht nach Familie.

Mascha Kaléko, Heimweh, Homesickness

Mit dem gesellschaftlichen Fortschritt wandelt sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Heimweh-Empfinden. Das Fernsein von der Heimat verliert an Schrecken, dank der besseren Kommunikations- und Reisemöglichkeiten. Die ehemals tödliche Schweizer Krankheit ist Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig zu einem Gefühl geworden. Ein Gefühl allerdings, das krank machen kann.

(aus: Passage, DRS 2, 2010)

Knabenscheissen

Verkackt haben wieder mal die Jungs: Melina hat nach Stechen 2014 klar gewonnen und ist die juvenile Regentin des Sturmgewehrs 90 aka SIG 550. Die Schiessprügel sind übrigens ohrenbetäubend laut; interessant aber, dass trotzdem viele Schaulustige kommen, obwohl es deutlich mehr auf die Ohren als für die Augen geben tut.

Knabenschiessen 2014, Schiessanlage Albisguetli, Knabenschiessen Zürich

Sowieso geht man ja nicht wegen der Schiesserei auf das Festgelände, sondern wegen Zuckerwatte & grossen Kinderaugen. Die malträtierten Ohren wurden wie üblich durch die legendäre Ruth-Orgel von 1906 etwas besänftigt, quasi Klangoase. Diesmal spielte olle Ruth just „Berliner Luft“ — geht doch.

Orgelwagen Kanbenschiessen, Orgelwagen Fa Buser, Ruth36 Orgel

Und ja, der Hobbyschweizer war auch drin in der Orgel…

Liveberger

Jetzt ist schon wieder was passiert — die Stahlberger bespielten ein Stadtteilfest auf dem Zürcher Röntgenplatz. Direkt nach der Festansprache des lokalen SP-Politikers liessen es die Ostschweizer tüchtig krachen und trugen gewohnt mannschaftsdienlich ihr mittlerweile reichhaltiges Repertoire vor. Dank dem urigen Idiom und anscheinend völlig freiwillig verharren die Stahlberger in einer jener bittersüssen dialektischen Nischen, deren poetischer Reichtum sich dem Lauschangriff erst nach ausgiebigen Studium von Wort und Schall eröffnet.

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Fallschirmspringer! Vögel!! Hornussen!!!

Die modulierte Moll-Lastigkeit scheint perfekt zum Phlegma der hiesigen Bergler und deren talwärts strebenden Nachkommen zu passen wie — ja wie, halt so, wie  der Tennisball zum Hornussen.

Live zücken die Stahlberger aber sowieso gerne die akustische Hellebarde und lassen dem sporadisch einsetzenden kakophonischen Chaos scheinbar freien Lauf, nur um es zielgerichtet gerade dann zu erlegen, „Wenn D Welt Undergoht“…

Leider aber gibt es auf öffentlichen Plätzen in der Schweiz noch kein Rauchverbot. Leider wird in In-Quartieren besonders ausgiebig geraucht. Leider wird auf Festivitäten generell viel zu viel geraucht. Leider ist der Hobbyschweizer Ex-Raucher.

Die Stahlberger-Musik jedoch ist einfach und schlicht: sackstark.

Electric Café

Die ambitionierte Konzertreihe «Les Digitales» stellt zeitgenössische Musik im elektro-experimentellen Kontext vor und findet während der Sommermonate in diversen Städten in der Schweiz umsonst & draussen statt. Lässig fläzt man sich in die bereitgestellten Liegestühle, lauscht den Darbietungen der Elektro-Akkustikern und geniesst die währschafte Volksküche zu zivilen Preisen. Bei der Zürcher Darbietung auf der Brache des ehemaligen Hardturmstadions hielt ich mein Gehör ganz nah an die Lautsprecher und war entzückt von den geschmeidigen Tonlagen, Toncollagen und Tonarten.

Zudem schien die Sonne prächtig.

Les Digitales, Les Digitales 2014, Les Digitales Zürich, Elektromusik, Festival 2014

Besondere Erwähnung verdient das Zürcher Allstar-Trio Universalfilter, die dank fein verfremdeter Stimme, ordentlich verzerrter Stromgitarre und elektronisch modifizierter Steeldrum ein wundersames Klangspektrum entfalten, welches die Lauschenden sanft wie ein Schmetterling langsam aber sicher bestäubt. In eine ähnliche Kerbe hauen Sinner DC aus Genf, die es ebenfalls verstehen direkt aus der Steckdose kommend eine elektromagnetische Wohlfühloase zu generieren. Zwischendurch gibt es naturgemäss immer wieder mal ein tüchtiges Maschinengewitter, weil aber die einzelnen Auftritte kaum länger als eine halbe Stunde andauern, ziehen aber diese ganz rasch wieder vorüber. Der Schlussakkord in Zürich wurde schliesslich vom universellen Bit Tuner intoniert, der natürlich wieder einen äusserst adretten Pullover trug und die wenig verbliebenen Lichtquanten in der nun rasch einsetzenden Nacht gewohnt rhythmisch zur Os­zil­la­ti­on brachte.

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Allesamt interessant gelegen sind auch die ausgesuchten Örtlichkeiten der einzelnen Etappen — generell ist elektronische Mucke im Freien sehr sehr gut aufgehoben, hebt sich in der wildwüchsigen Natur quasi sowieso selbst auf und schwebt als schillernde Seifenblase ihrer finalen Detonation zu.

Wer will und kann sollte am kommenden Samstag unbedingt nach Neuchâtel pilgern, dann gibt es die Elektro-Lounge direkt am See mit Ausblick. Vielleicht hat sogar eine lokale Absinthé-Bar geöffnet; das feenreiche Val-de-Travers liegt ja just um die Ecke, gell Dirk.

Homerun

Futschi, Futschi Berlin, Lausitzer Platz, Kegler Eck

Wenn ein BVG-Chauffeur an der Bushaltestelle Waldemarstrasse beim Einstieg keinen Cent für den Trip zum Ostbahnhof nimmt und lediglich lässig ein „ist schon ok“ fallen lässt, dann verspürt man als Hobby-Tourist mit Übergepäck schiere Hochachtung für die gepflegte Gastlichkeit im Herzen Kreuzbergs. In einer durch stete Frischblutzufuhr geradezu jungbrunnenhaft erscheinenden Metropole ist der banale Alltag niemals unproblematisch, nichts­des­to­trotz überrascht die stoische Abgeklärtheit der Alteingesessenen angesichts der zahllosen feierwütigen Touri-Horden.

Futschi rulez.

Tillen-Willi

Bewahrung und Erhalt von Traditionen ist eine ureigene helvetische Spezialität, welche heute in der marktkonformen Swissness gipfelt und dergestalt zum Geldwerten Vorteil gereicht. Besonders am Schweizer Nationalfeiertag, wenn auf der Rütliwiese oberhalb des Urner Sees der Bundesbrief verlesen wird und dabei der nebulöse Mythos von den drei Genossen aus Uri, Schwyz und Unterwalden, welche eben dort einen Eid geschworen haben sollen munter weiter tradiert wird, fällt auf, wie sehr die moderne Schweiz ihre dramaturgisch geschickt gepimpte Herkunft verklärt.

ruetliwiese, Ruetliwiese 2013, Ruetli, Ruetlischwur

In dem 1971 erschienenen Werk «Wilhelm Tell für die Schule» entlarvt Max Frisch den Gründungsmythos der Eidgenossenschaft gründlich mit einer kenntnisreichen Mischung aus Ironie, Humor und Phantasie. Frisch verzichtet auf jedwede Schönfärberei und ist mit seiner Version um einiges dichter an der historischen Wahrheit als das Helvetische Heldenepos. Er verschweigt nicht jene bis ins Detail auffällige Ähnlichkeit des kolportierte Apfelschusses mit gleich zwei Skandinavischen Vorbildern (Toko-Sage). Der Rütlischwur der drei lokalen Herren Stauffacher, Melchtal und Fürst ist bei Frisch eher ein Interessen-Bund von Grundeigentümern und keineswegs ein brüderlicher Freiheitsbund von einfachen Bauern und Hirten. Der «Trotz aus Unverständnis war mörderisch» bilanziert Frisch über die verstockten Bergler.

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(Foto: Sarah Groß, Fliegende Volksbühne Frankfurt)

Bis hinein ins 20. Jahrhundert galt noch der 7. November 1307 als Datum des vermeintlichen Rütlischwures, wobei solch gegenseitige Schutzabkommen zwischen verschiedenen Talschaften in jener Zeit sowieso oft und gerne geschworen wurden. Zur anstehenden Berner Kantons-Feier 1891 fand sich wie zufällig eine auf 1291 datierte Erklärung und mit dem Rütlirapport robbte der Nationalmythos dann allmählich weiter Richtung Monat August.

Urschweizer Verein Zürich, Urschweizer, 1. August 2014, Nationalfeier Schweiz, Bundesfeier Zürich

Im Zuge der epochalen Feiern von 1991, gefolgt vom ablehnenden Volksentscheid zur EU-Causa 1992 wurde der 1. August dann 1994 als arbeitsfreier Feiertag verfassungsmässig festgeschrieben. Die nationale Cervelat grilliert sich im Hochsommer jedenfalls viel angenehmer.

Vamos, vamos a ganar

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Photo: Marcos Lopez; dazu noch das Tagebuch eines Hobby-Argentiniers

Was hat uns die Weltregie nicht alles gezeigt: zuhauf schluchzende Männer, unfaire Torhüter und noch unsportlichere Reservisten, hautenge Puma-Trikots, gedemütigte Gastgeber und viele heftig herausgeputzte Fans. Nie habe ich mich so über ein Griechisches Tor gefreut, als über den in allerletzter Minute verwandelten Elfmeter. Nie war ich mehr Fan von Winzer Pirlo, als gegen Engelland in Amazonien. Nie fühlte ich mehr mit meinem Gastland, als nach dessen unglücklichen Ausscheiden. Nie war ich fassungsloser, als nach dem fünften Tor im absurd einseitigen Halbfinale. Und nie war eine WM geschönter, als dieser glasierte Realitätsersatz vom Zuckerhut. Und selten war ein Logo prophetischer

Nächstenliebe

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben am mindesten aussagen können, wie er sei.
Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass aus dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte.

Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben, solange wir sie lieben.

Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes Mal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind – nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir kündigen ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch auf alles Lebendige, dass unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte,“ wofür ich dich gehalten habe.“ Und wofür hat man sich gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das anzuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis.

Das ist das Lieblose, der Verrat…

Max Frisch, Tagebuch, 1946-1949, Suhrkamp Verlag, 1958, S.31-34

Täuscher

Dokumentiert ist hier ein stämmiger Typ in kurzen Hosen und weissen Socken, der ohne Scheu zu seiner frauenverachtenden Meinung steht. Zuerst staunte ich über die offensichtliche Chuzpe des T-Shirt-Trägers, doch dann bat ich um ein Beweis-Foto, welches er mir — bei seiner handwerklichen Tätigkeit kurz innehaltend — freundlich gewährte.

Tauschhändler, Tausche Frau gegen Benzin, T-Shirt Mann

Die Ablösung der Urgöttinnen durch einen chauvinistischen Monotheismus wurde durch die ödipussige Furcht vor der lebensspendenden Kraft der Frauen ausgelöst und schuf Vorstellungen, in denen die Frau als Gebärmaschine und/oder Statussymbol tradiert sowie ein etwaiger Wertverfall durch rechtzeitiges Austauschen verhindert wird. Der Warencharakter der Frau wurde schliesslich bereits lange vor der kapitalistischen Doktrin ausgiebig in den heiligen patriarchalen Schriften thematisiert und ist auch heute noch die soziologische Ursache von Zwangsverstümmelung, Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution.

So wurden schon vor der Erfindung von Explosionsmotoren mancherorts Frauen gegen gängige Fortbewegungsmittel eingetauscht. Insofern beweist der Provokateur eine hinterfotzige Ironie, zumal der Benzinpreis latent ansteigt, die Frauenquote dagegen auch künftig eher bei stabilen 50 Prozent liegen dürfte.

Oh Du Goldigs Sünneli

Sonnenwendfeiern sind wieder mega-in, rituelles katalysiert spirituelles. Ehedem als „Heidnisch“ verschrienes Kulturgut gilt zusehends als rehabilitiert und wird heutzutage in manchen Kirchen akzeptiert und sogar zelebriert. Metaphysischer Ek­lek­ti­zis­mus par excellence, Om meets Ky­rie elei­son beim Ringelpietz mit Anfassen.

Somnnenwendfeier, rituelles Singen

Am 21. Juni wird es um 12.51 MESZ dann auch astronomisch Sommer, diesmal ganz im Zeichen des Brazuca.