Exakt 92 Antiprotonen durften eine vier Kilometer lange Runde drehen.
No antinucleon was hurt during the test.
Monat: März 2026
Anti matters
Damit die im CERN bei Genf erzeugten Antiprotonen besser beforscht werden können, sollen sie von der magnetischen Umgebung des Teilchenbeschleunigers isoliert werden. In Düsseldorf (D) gibt es bereits eine geeignete und gut abgeschirmte Laboreinrichtung in Sachen Antimaterie. Nun hat man eine schrankgrosse Vakuum-Falle entwickelt und diese nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt, damit die Antimaterie dort drin wie unbeweglich verharrt und quasi als Stückgut auf einem Truck transportiert werden kann.
Als erster Transporttest wird die stromversorgte Falle am 24. März 2026 möglichst vorsichtig auf dem CERN-Gelände eine Runde drehen, bevor die 800km lange Fahrt ins Rheinland gewagt werden kann. Die Vorsicht ist in erster Linie nicht der Sorge einer explosiven Zerstrahlung der ca. 100 Antiprotonen geschuldet, da jene Teilchenmenge hierfür um einige Grössenordnung zu gering ist. Nicht einmal ein «Plopp» soll bei einem Misserfolg zu spüren sein. Doch ist das Erzeugen, Fangen und Abscheiden der Antimaterie durch den Teilchenbeschleuniger äussert langwierig und im kommenden Sommer wird die Anlage aufgrund einer turnusmässigen Revision für zwei Jahre stillgelegt. Von daher könnte es schon noch etwas dauern, bevor ein Überholen der schockgefrosteten Antimaterie auf einer europäischen Autobahn möglich erscheint.

