O du goldigs Sünneli

Ab in die Sonnenstube Helvetiens, um noch vor dem Fahrplanwechsel die dann alte Gotthardstrecke mit ihren vier Tunnelkehren zu befahren. Randvoll ist der Zug, viel graues Haar, GA-Besitzer und Tagesausflügler nutzen das auf der Alpensüdseite vielversprechende Wetter. Da heisst es zunächst mit der Holzklasse Vorlieb zu nehmen; Klappsitze im Veloabteil. Zwei Seniorinnen stossen aus Platzmangel hinzu. Sie seien auf einen Kaffee in Locarno verabredet, ausser Handtaschen kein Ballast. Sie machen das oft und gerne und immer zusammen. GA rulez.

Noch im Kanton Schwyz endlich gepolsterter Platz und eine neue, sehr fidele Pensionäresgruppe gesellt sich zu mir. Schenkelklopfend werden Witze lauthals herumgereicht und selbst schlüpfriger Humor mit einem etwas senilen Nachgeschmack tritt leider viel zu offen zu Tage. Die detaillierten Kranken- und Leidensgeschichten der Partner werden ausgetauscht, als überraschend festgestellt wird, dass alle bereits verwitwet sind. Hier ein Krebs, dort eine Querschnittslähmung und da ein mehrjähriges Koma. Aber lustig haben sie es trotzdem, c´est la vie und bei der Kirche von Wassen kommt es tatsächlich zu einer leibhaftigen Parodie von Emils Humoreske: permanent wird das Handy genau im falschen Moment gezückt, um das Bild für den Fotochip festzuhalten. Dafür kommt der Mahnstein von Göschenen direkt vor dem Gotthardmassiv in den Blick:

Göschenen, Sonja Kreis, Gotthard, Gotthard 2007
Bahnhof Göschenen: ehemaliges Aufzugsgebäude für den Auto-Verlad, Text von Sonja Kreis (2007)

Natürlich wirkt der Text direkt an der alpinen Wetterscheide viel stärker als im Flachland; schon der Blick auf die Berglandschaft mit den tief hängende Wolken verursacht Gedanken an Wetter und Witterung oberhalb der Baumgrenze und wie Menschen überhaupt mit dem gewaltigen Berg eine Symbiose eingehen können.

I am the passenger, and I ride and I ride.

Kurz nach dem Gedicht die im Vergleich zur Autofahrt kurz wirkende und dabei fast genau so lange Tunnelpassage und dann liegt das Tessin sonnendurchflutet vor uns, der Ticino etwas arg seicht in seinem Bett, die Bergspitzen erscheinen erst ganz zart überzuckert und die Reisgruppe schmiedet Pläne für das anstehende Mittagessen. Lugano oder Locarno? Chiasso ist mir zu grenzwertig und Chico d´Oro zu abwegig. Lugano ist Endstation, basta. Herzlich auflachen muss ich beim Verlassen des Neigezuges, als ich Manni Matter als dessen Namenspatron entziffere — Hemmige, passt.

Die Hälfte der Herde ist bereits in Bellinzona in Richtung Laggio Maggiore ausgeschert, trotzdem wirkt es wie eine Deutschschweizer Ausflugsdemo, als wir die Station Lugano in Richtung Centro verlassen. Altstadt, Piazza und Seepromenade, dazu 20 Grad. Schön, schöner, Italia. Lecker ist es sowieso und dazu gibt es ein paar grotesk gealterte Ansichtskarten, die den Charme des Rentnerparadieses auch farblich perfekt auf den Punkt bringen und als spätsommerlicher Gruss umgehend an die Daheimgebliebenen verschickt werden.

Bansky, Lugano, Tunnel
Tapeziert und banskyhaft verfremdet: Luganeser Tunnel am Bahnhof

Retour gehts mit dem Regionalexpress, mehr Stationen, weniger Leute. Zunächst. An jedem Halt steigen mehr Menschen zu, Kurzurlauber, Familien, Feierabend habende. Bis Zürich HB ist alles gut gefüllt. Das Licht Richtung Norden ganz anders als auf dem Hinweg, nicht ganz so verheissungsvoll, dafür blauer.

Nächstes Mal dann Halt auf dem Berg mit Besuch im Herz der Schweiz.

Alfabet

Adolf Hitler, dem sein Bart
Ist von ganz besondrer Art.
Kinder, da ist etwas faul:
Ein so kleiner Bart und ein so großes Maul.

Balthasar war Bürstenbinder
Der hatte 27 Kinder
Die banden alle Bürsten.
Sie lebten nicht wie die Fürsten.

Christine hatte eine Schürze
Die war von besonderer Kürze.
Sie hing sie nach hinten, sozusagen
Als Matrosenkragen.

Die Dichter und die Denker
Holt in Deutschland der Henker.
Scheinen Mond und Sterne nicht
Ist die Kerze das einzige Licht.

Eventuell bekommst du Eis
Heißt, daß man es noch nicht weiß.
Eventuell ist überall
Besser als auf keinen Fall.

Ford hat ein Auto gebaut
Das fährt ein wenig laut.
Es ist nicht wasserdicht
Und fährt auch manchmal nicht.

Gehorsam ist ein großes Wort
Meistens heißt es noch: Sofort.
Gern haben’s die Herrn.
Der Knecht hat’s nicht so gern.

Hindenburg war ein schlechter General
Sein Krieg nahm ein böses Ende.
Die Deutschen sagten: Teufel noch mal
Den machen wir zum Präsidente.

Indien ist ein reiches Land.
Die Engländer stehlen dort allerhand.
Die Leute in Indien
Müssen sich drein findien.

Katzen sind, wenn sie geboren
Werden, meistens schon verloren.
Da man sie in Wasser hängt
Werden sie ertränkt.

Luise heulte immer gleich.
Der Gärtner grub einen kleinen Teich.
Da kamen alle Tränen hinein:
Ein Frosch schwamm drin mit kühlem Bein.

Mariechen auf der Mauer stund
Sie hatte Angst vor einem Hund.
Der Hund hatte Angst vor der Marie
Weil sie immer so laut schrie.

Neugieriges Lieschen
Fand ein Radieschen
In Tantes Klavier.
Das Radieschen gehörte ihr.

Oben im Himmel
Ist ein schwarzer Schimmel
Den zieht der liebe Gott.
Der Schimmel schreit: Hüh! Hott!

Pfingsten
Sind die Geschenke am geringsten.
Während Geburtstag, Ostern und Weihnachten
Etwas einbrachten.

Quallen im Sund
Sind kein schöner Fund.
Die roten beißen.
Aber man soll keinen Stein drauf schmeißen.
(Weil sie sonst reißen.)

Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.

Steff sitzt lang auf dem Abort
Denn er nimmt ein Buch nach dort.
Ist das Buch dann dick
Kommt er erst am nächsten Tag zurück.

Tom hat einen Hut aus Holz.
Auf den ist er schrecklich stolz.
Er hat ein Nudelbrett aufs Klavier gelegt
Und ihn ausgesägt.

Uhren wirft man nicht in die See.
Es tut ihnen zwar nicht weh
Sie können nur nicht schwimmen
Und werden danach nicht mehr stimmen.

Veilchen stellt ein braves Kind
In ein Glas, wenn es sie find’t.
Findet sie jedoch die Kuh
Frißt sie sie und schmatzt dazu.

Wie bös man’s mit dir meint
Darfst eines nicht vergessen:
Wenn der Rettich nicht weint
Wird er auch nicht gefressen.

Xanthippe sprach zu Sokrates:
„Du bist schon wieder blau?“
Er sprach: „Bist du auch sicher des?“
Er gilt noch heut als Philosoph
Und sie als böse Frau.

Ypern in Flandern
1917
Mancher, der diesen Ort gesehn
Sah nie mehr einen andern.

Zwei Knaben stiegen auf eine Leiter
Der obere war etwas gescheiter.
Der untere war etwas dumm.
Auf einmal fiel die Leiter um.

Bertolt Brecht, 1934
Aus: Gedichte 1933-1938
In: Gesammelte Gedichte, Band 2, Frankfurt 1976

Gewissensbisse

Ein weisser T3 Minibus inkusive am Dach angebrachter Ausleger für Licht- und Tonanlage reicht völlig, um an das Gewissen zu appellieren. Das ambulantes Strassentheater von Laura Huonker und ihrer Kleincompagnie «rock the babies» verhandelt mit ihrem Rollenden Gewissen und minimer Technik beeindruckende Szenen zum Thema Was ist das Gewissen?

Rock the babies, Gewissensbus, Laura Huonker, Mona Petri

Ein auf dem Wagendach thronendes Supergewissen, das fragmentarische vorgetragene Sätze erst gar zu Ende spricht, sondern dem Publikum Platz lässt für eventuell lückenfüllende Gewissensbisse eröffnet den munteren Reigen der Gewissensfragen. Im Kleinbus zuvor aufgezeichnete Interviews mit Passanten zum Generalthema Was-Wo-Wie-Warum-Wann-Gewissen werden als Zwischenszenen projiziert. Es geht um Sexismus, Manipulation, Gewissenskonflikt. Eine Spieluhr klimpert den Lennon-Song Imagine, während auf einem Overheadprojektor Bilder gezeichnet, anschliessend mit Verdünner und Pfauenfeder modifiziert bis hin zur völligen Unkenntlichkeit immer mehr verwischt werden. Gewissensauslöschung. Dann tauchen die unbeantwortbaren Fragen der unsäglichen Gewissensprüfung bundesdeutscher Wehrdienstverweigerer wieder auf, «Was würden sie machen, wenn Wald, Russe, Freundin». Originalaussagen von Adolf Eichmann und Lance Armstrong bieten ein dokumentarisches Stelldichein, welches von den zutiefst ehrlich wirkenden Interviewschnipseln wiederum konterkariert wird. Eine systembedingte Gewissenslosigkeit wird offenbar und das Ganze mündet in dem Verweis auf die Tragödie von Antigone, die vom Gewissen getrieben Suizid begeht.

Das da capo vom rührseligen Imagine umrahmt die finale Wiederholung aller gestellten Interviewfragen, und nach dem Schlussapplaus wird verlautbart, dass dies ein weiterhin offenes Projekt sei, dass der Gewissensbus weiterziehe, weiter Fragen stelle, um unser aller Gewissen möglichst umfassend abbilden zu können.

Eine starke Vorstellung. Und Mona Petri ist einfach toll!

I hope someday you’ll join us
And the world will live as one

Kapitalion

Walter Benjamin (gestorben 1940 auf der Flucht vor den Nazis, im spanischen Grenzort Port Bou) war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer der Werke von Balzac, Baudelaire und Marcel Proust.

Das folgende Fragment stammt aus dem Jahre 1921 und behandelt die Parallelen und Unterschiede zwischen Kapitalismus und Religion in der Moderne.

Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d.h. der Kapitalismus dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben. Der Nachweis dieser religiösen Struktur des Kapitalismus, nicht nur, wie Weber meint, als eines religiös bedingten Gebildes, sondern als einer essentiell religiösen Erscheinung, würde heute noch auf den Abweg einer maßlosen Universalpolemik führen. Wir können das Netz in dem wir stehen nicht zuziehn. Später wird dies jedoch überblickt werden.

Drei Züge jedoch sind schon in der Gegenwart an dieser religiösen Struktur des Kapitalismus erkennbar. Erstens ist der Kapitalismus eine reine Kultreligion, vielleicht die extremste, die es je gegeben hat. Es hat in ihm alles nur unmittelbar mit Beziehung auf den Kultus Bedeutung, er kennt keine spezielle Dogmatik, keine Theologie. Der Utilitarismus gewinnt unter diesem Gesichtspunkt seine religiöse Färbung. Mit dieser Konkretion des Kultus hängt ein zweiter Zug des Kapitalismus zusammen: die permanente Dauer des Kultus. Der Kapitalismus ist die Zelebrierung eines Kultes sans rêve et sans merci. Es gibt da keinen „Wochentag“, keinen Tag der nicht Festtag in dem fürchterlichen Sinne der Entfaltung allen sakralen Pompes, der äußersten Anspannung des Verehrenden wäre. Dieser Kultus ist zum dritten verschuldend. Der Kapitalismus ist vermutlich der erste Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus. Hierin steht dieses Religionssystem im Sturz einer ungeheuren Bewegung. Ein ungeheures Schuldbewußtsein das sich nicht zu entsühnen weiß, greift zum Kultus, um in ihm diese Schuld nicht zu sühnen, sondern universal zu machen, dem Bewußtsein sie einzuhämmern und endlich und vor allem den Gott selbst in diese Schuld einzubegreifen, um endlich ihn selbst an der Entsühnung zu interessieren.

walter-benjamin-geduld

Diese ist hier also nicht im Kultus selbst zu erwarten, noch auch in der Reformation dieser Religion, die an etwas Sicheres in ihr sich müßte halten können, noch in der Absage an sie. Es liegt im Wesen dieser religiösen Bewegung, welche der Kapitalismus ist, das Aushalten bis ans Ende, bis an die endliche völlige Verschuldung Gottes, den erreichten Weltzustand der Verzweiflung auf die gerade noch gehofft wird. Darin liegt das historisch Unerhörte des Kapitalismus, daß Religion nicht mehr Reform des Seins sondern dessen Zertrümmerung ist. Die Ausweitung der Verzweiflung zum religiösen Weltzustand aus dem die Heilung zu erwarten sei. Gottes Transzendenz ist gefallen. Aber er ist nicht tot, er ist ins Menschenschicksal einbezogen. Dieser Durchgang des Planeten Mensch durch das Haus der Verzweiflung in der absoluten Einsamkeit seiner Bahn ist das Ethos das Nietzsche bestimmt. Dieser Mensch ist der Übermensch, der erste der die kapitalistische Religion erkennend zu erfüllen beginnt. Ihr vierter Zug ist, daß ihr Gott verheimlicht werden muß, erst im Zenith seiner Verschuldung angesprochen werden darf. Der Kultus wird von einer ungereiften Gottheit zelebriert, jede Vorstellung, jeder Gedanke an sie verletzt das Geheimnis ihrer Reife.

Die Freudsche Theorie gehört auch zur Priesterherrschaft von diesem Kult. Sie ist ganz kapitalistisch gedacht. Das Verdrängte, die sündige Vorstellung, ist aus tiefster, noch zu durchleuchtender Analogie das Kapital, welches die Hölle des Unbewußten verzinst. Der Typus des kapitalistischen religiösen Denkens findet sich großartig in der Philosophie Nietzsches ausgesprochen. Der Gedanke des Übermenschen verlegt den apokalyptischen „Sprung“ nicht in die Umkehr, Sühne, Reinigung, Buße, sondern in die scheinbar stetige, in der letzten Spanne aber sprengende, diskontinuierliche Steigerung. Daher sind Steigerung und Entwicklung im Sinne des „non facit saltum“ unvereinbar. Der Übermensch ist der ohne Umkehr angelangte, der durch den Himmel durchgewachsne, historische Mensch. Diese Sprengung des Himmels durch gesteigerte Menschhaftigkeit, die religiös (auch für Nietzsche) Verschuldung ist und bleibt, hat Nietzsche präjudiziert.
Und ähnlich Marx: der nicht umkehrende Kapitalismus wird mit Zins und Zinseszins, als welche Funktion der Schuld (siehe die dämonische Zweideutigkeit dieses Begriffs) sind, Sozialismus.

(aus: Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion [Fragment], in: Gesammelte Schriften, Hrsg.: Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, 7 Bde, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1. Auflage, 1991, Bd. VI, S. 100 – 102)

Nachspiel

Emanzipation — eine Abseitsfalle

Was ich an Fussball mag? Die einfache Intelligenz seiner Weisheiten.
Der Ball ist rund. Mmmmmmmhhh.
Das Spiel dauert neunzig Minuten. Uuuhhh!
Das Runde muss ins Eckige. Yeeeah!
Ööööööhhh. [Liebe LeserInnen, Sie lesen einen Gröhltext. Gröhlen Sie ruhig mit, wenn Sie «Öööööööhhhhhh» lesen.]

«Ein totes Pferd springt halt nur so hoch, wie es muss» (Oliver Kahn)

Ich weiss noch, als Frank Ribéry das erste Mal rosa Fussballschuhe trug. Mit der Anmut eines starken Mädchens wirbelte er über den Platz und verzauberte die Welt mit einem «Ja, das sind pinke Schuhe, na und?» Oder sagen wir: «Alors, quoi?»
Ich dachte damals, es war 2008, jetzt ist die Welt vielleicht bereit, für ein Mädchen, das Fussball spielt und Fussballfan ist — und dabei nicht nur an hottie Beckham denkt oder lesbisch ist. Aber Schubladendenken, Alter! Ich werde beim Fussballfachsimpeln immer noch gefragt, ob ich überhaupt die Abseitsregel verstehe.
Das tue ich: Immer, wenn ich kurz vorm Tor stehe und denke: «Jetzt!»
JETZT! Eine Flanke zu mir, und ich mach ihn rein, und dann Ööööööööööhhh!
Dann kommt der Schiri und sagt, ich sei meinem Gegner zu weit voraus gewesen.
Klar bin ich meinem Gegner zu schnell! Hast du dir den mal angesehen?
Emanzipation. Das ist die ewige Abseitsfalle.

Ich weiss noch, als ich in der Grundschule den besten Fussballspieler unserer Schule getunnelt habe. Wie stolz ich war! Und wie wütend, als er es verleugnet hat, weil ich ein Mädchen bin. Ich musste ihn erst verprügeln und ins Klo tunken, bis er zugab, dass ein Mädchen ihn getunnelt und besiegt hat.
Ich weiss noch, wie ich die Jungs damals ausgelacht habe, wenn sie mich mit einem einfachen Übersteiger ausspielen wollten. Und ich weiss noch, wie sie fast vor Schreck umgefallen sind, wenn ich — obwohl ein Mädchen — wusste, dass ein Übersteiger «Übersteiger» heisst und plötzlich mit einem «hahaa Übersteiger oder was? Da musste bei mir früher aufstehen!» — zack — an ihnen vorbei zog, mich durchdribbelte, ins Tor schoss und: Ööööhhhh!

Ich weiss noch, wie ich dann ein bisschen Respekt für mein Geschlecht erspielt hatte und wie Melanie, die mitmachte, weil das europameisterschaftsbedingt gerade «in» war, alles wieder kaputt machte, als sie sagte: «Hey! Das ist unfair. Ich hatte doch grad den Ball!», während ihr jemand regelkonform den Ball abnahm.

Ich weiss noch, wie cool ich es fand, dass bei den «Wilden Kerlen» ein Mädchen mitspielte: Vanessa — und wie dumm, dass sie zwar supergut war, aber hauptsächlich der Liebesgeschichte im Plot diente und alle anderen nichts Besseres zu tun hatten, als sich ständig in sie zu verlieben.
Ich weiss noch, wie ich nicht so gut drin war, zu danteln (so heisst das in Bayern, wenn man den Ball mit dem Fuss balanciert) und ich habe so manchen Ball verspielt, weil ich mir überlegte, mit welcher meiner Brüste ich ihn jetzt annehmen soll.

Ich weiss noch, wie schwierig es war, sich mit Mädchen während der WM über Fussball zu unterhalten, weil die das nur alle vier Jahre machen und nicht das richtige Vokabular hatten und es am Ende doch um die Frisur von Gomez, die Glubschaugen von Özil und die H&M-Werbung von Beckham ging.
Ich weiss noch, dass das dunkelste Kapitel meines Leben wohl das war, in dem ich mich von meinen Freundinnen anstecken liess und auf Cristiano Ronaldo stand. Ich weiss noch, dass ich mir ab und zu mal erträumte, Profifussballerin zu werden. Ich weiss noch, wie eine Freundin mir erzählte, sie würde viel lieber Spielerfrau werden. Ouuuuuuuuuh!
Ich weiss noch, wie Sepp Blatter, das Arschloch, mal sagte, Frauen sollten femininere Höschen tragen, um den Frauenfussball attraktiver zu machen.

Doch ich habe mich auf allen Plätzen tapfer geschlagen.
Alles, was ich wollte, war, nicht wie diese Mädchen auszusehen, denen der Ball auf Parkwiesen — während sie sich gerade über die neue Ausgabe der «Vogue» austauschen — immer auf den Kopf fliegt, weswegen sie dann rot werden und sich schämen. Die dann immer noch röter werden, weil sie den Ball zurück schiessen sollen und sich nicht trauen. Und dann letztlich den Ball mit dem Knie in die entgegengesetzte Richtung befördern, dabei ausrutschen und noch röter werden.
«I feel you, girl», denke ich mir dann immer, weil mir das natürlich auch schon passiert ist und ich weiss, es liegt nicht an der Periode, den Brüsten, den Genen, sondern einzig allein am Druck, im richtigen Moment so zu glänzen wie die Frise von Granit Xhaka.
Es ist superschwierig, sich als Frau auf dem Platz zu behaupten.
Pokalfieber, Schweizer Meister PokalEs ist superschwierig, sich als Frau mit Jungs ein EM-Finale anzusehen. Jeder Kommentar könnte dümmlich und unqualifiziert wirken und dann auf das Geschlecht zurückgeführt werden. Und es ist noch viel schwieriger, sich ein EM-Finale mit Jungs und ihren Freundinnen anzusehen, weil die oft eine Allianz der offenen Dummheit mir dir schliessen wollen und laut so Sachen sagen wie «iiih, wieso wird der da jetzt eingewechselt, der andere war viel hübscher».
Aber ich habe mir geschworen: Das nächste Mal, wenn deine Freundin wieder jegliche Kredibilität für unser Geschlecht aus dem Raum nimmt, dann werde ich aufstehen. Ich werde kämpfen — gegen den Abstieg. Ich werde sagen:
«Ich weiss, dass ihr alle glaubt, dass ich nicht weiss, was da gerade abgeht! Ich weiss, dass ihr glaubt, ich hoffe nur auf ein Tor, damit sich einer von den Spielern auszieht. Ich weiss, dass ihr nicht mit mir über Fussball reden möchtet — nicht einmal darüber, was Jogi Löw während des Spiels gegen die Ukraine mit der Hand in seiner Hose gemacht hat, und ob das ok ist oder nicht… Aber ich sag euch eins: Wenn unser Team ein Tor schiesst… Dann habe ich die gleichen Tränen in den Augen, ich spüre die gleiche Erleichterung, die gleiche Gänsehaut auf meinen Armen und jah — auch auf meinen Brüsten!»
Ich werde kämpfen. Für die weibliche Reputation im Fussball! Dafür, dass blonde, gutaussehende Frauen wie ich sich in eine Kneipe setzen können und mitgröhlen können, öööööööhhh, ohne dabei strafend, mit dem «Bewahre-dein-Gender!»-Blick angesehen zu werden.
Und ich werde gut dabei aussehen. Wie ein Einhorn. Wie ein Ribéry, der als erster Fussballprofi der Geschichte pinke Fussballschuhe auf dem Platz trug.
Vielleicht werde ich auch nicht gut aussehen. Wie eines der Rot-werd-Mädchen im Park und weniger wie ein Einhorn. Mehr wie ein totes Pferd. Aber ich werde nicht aufgeben. Denn wie Oliver Kahn einst sagte: Ein totes Pferd springt nur so hoch wie es muss!

© Fatima Moumouni *1992, weder blond noch blöd

Durchmarsch

Nach der Durchsetzung ist vor der Asylverschärfung und bereits in Bälde wird die nächste SVP-Chimäre unter dem herzigen Deckmantel «Selbstbestimmungsinitiative» durchs Land getrieben — schliesslich bleibt die Eidgenossenschaft gemäss SVP weiterhin von ausländischen Vögten bedroht.

Durchfallinitiative, Schweiz Initiative 2016, Volksabstimmung 2016, DSI

Handgeklöppelter herrenloser Flyer, noch vor dem Volksentscheid über die Durchsetzung der Ausschaffung zugeflogen.

Nationales Recht soll (wieder) absoluten Vorrang geniessen, schliesslich ist das scheinbare Manko schweizerischer Souveränität das Per­pe­tu­um mo­bi­le aller SVP-Bestrebungen. Was sich letzten Endes als eine nur reaktionäre Haltung zur globalen Vernetzung erweist, wird als nationale Rettungstat gepriesen, obschon gerade die Finanziers der Nationalpatrioten von der Globalisierung gut profitieren. Steuerhinterziehung bleibt natürlich auch künftig straffrei, und so helfen Kapitalzuflüsse aus dem Ausland die hiesige Steuerlast zu mildern. Weltläufige Auftritte via UNO- und FIFA-Sitz werden in der ewige Swissness verheissenden währ­schaften Binnenbanalität sowieso ganz gerne goutiert.

Die Trutzburg der geistigen Landesverteidigung aber bleibt eine hartnäckige Geissel.

Zeitnot

Das Fortschrittsversprechen hält nicht mehr – der Widerspruch von Beschleunigung und Zeit entzweit den modernen Menschen. Technischer Fortschritt wird zwar gerne als Zeitgewinn beworben und doch lässt sich die Zeit nicht sparen oder vermehren, sondern bloss verdichten. Mehr tun in weniger Zeit lautet die Devise. Der Zeitdruck in Beruf und Freizeit nimmt dramatisch zu: beispielsweise spart Email zunächst vermeintlich Zeit, was aber in der Folge schon rein mengenmässig ins Absurde gekehrt wird; technische Apparaturen dienen nicht nur der Beschleunigung von Arbeitsabläufen sondern auch deren Vervielfältigung. In der Freizeit gilt das Primat der Selbstoptimierung und sogar Entschleunigung wird so zum Stressfaktor. Jedwede gesellschaftliche Resonanz tritt folglich mehr und mehr in den Hintergrund.

Once I had a love and it was a gas
Soon turned out to be a pain in the ass
Seemed like the real thing, only to find
Mucho mistrust, love’s gone behind

© Debbie Harry/Chris Stein

Die Verheissung namens Fortschritt wird zum Zwang: falls man sich nicht optimiert, effizient aufstellt, eine Strukturanpassung durchführt, ist man der Konkurrenzsituation nicht gewachsen. In einer wettbewerbsbasierten Gesellschaft herrscht notorische Unruhe, so dass Angst ein Hauptantriebsfaktor ist, der einen auf die Akkumulationsschiene treibt.

Für Soziologe Hartmut Rosa ist das kapitalistische Wirtschaftssystem ursächlich für die dramatische Beschleunigung seit dem 18. Jahrhundert. War dessen Versprechen vor allem Bedürfnisbefriedung und ein besseres Leben, was noch für jede Elterngeneration bezüglich der Zukunft ihrer Nachkommen gesellschaftlicher Konsens war, so zeigt sich heute, dass durch steigendes Wachstum selbstzerstörerische Kräfte freigesetzt werden. Nicht nur in der Umwelt entstehen irreparable Schäden, sondern auch im Menschen, wenn er zunehmenden Zeitdruck nicht mehr standhält.

«Aus Mangel an Ruhe läuft unsere Zivilisation in eine neue Barbarei aus. Zu keiner Zeit haben die Tätigen, das heißt die Ruhelosen, mehr gegolten. Es gehört deshalb zu den notwendigen Korrekturen, welche man am Charakter der Menschheit vornehmen muss, das beschauliche Element in großem Maße zu verstärken.»

(F. Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches – Chemnitz 1878)

Burning Candle, Kerze brennt an zwei Dochten, Double Burning Candle

Die Turbogesellschaft leidet unter Zeitdruck, die Zeit geht scheinbar aus, weil durch technische Beschleunigung mehr Welt möglich erscheint, jeder Arbeits- und Urlaubsplatz dank Auto, Bahn oder Flugzeug jederzeit erreichbar ist. Zugleich wird Zeit zum knappen Gut und die herrschende Grundorientierung immer absurder: noch mehr tun, noch effektiver mit der Zeit haushalten und dennoch geht man am Ende des Tages immer öfter als schuldbewusstes Subjekt zu Bett, da meist Aufgaben und Dinge bleiben, die man nicht erledigt hat, abgesehen von der permanent wild wuchernden alltäglichen To-do-Liste. Erhaltung durch Akkumulation und Steigerung ist das grosse Paradoxum im Kapitalismus, bereits Stillstand bedeutet ökonomischen Abstieg im gesellschaftlichen wie persönlichem Rahmen.

Atomzeit

Gemäss Hartmut Rosa war Wissen für die allermeisten Kulturen wie ein wohl behüteter Schatz: von der Nahrungssuche über kultische Handlungen bis zur Vorratshaltung wurde dieser Schatz einst umsichtig tradiert. In der Moderne wird aus dem Wissenschatz die Wissenschaft, eine Dynamisierung, welche es nicht darauf anlegt Wissen zu transportieren, sondern viel mehr Fragen stellt als beantwortet. Dies ist ein völlig neues Konzept von Wissen, Forschung wird wichtiger als Lehre, das Weitergeben von Wissen. Die Wissen*schaft* lebt davon, dass sie fortlaufend neue Fragen stellt, neue Ergebnisse und Erkenntnisse erzielt, Grenzen des Gewussten systematisch ausweitet. Rosa zufolge war für den beginnenden Beschleunigungsprozess jene Änderung der institutionellen Grundstruktur massgeblich, nämlich dass nur durch Steigerung die gesellschaftliche Formation erhalten werden könne.

Die einstige Hoffnung, die Grundangst ökonomischer Knappheit durch das kapitalistische Wirtschaftssystem aufzulösen ist heutzutage einer neuen Existenzangst gewichen, der mittlerweile globalisierte Existenzkampf verursacht hierbei noch mehr zeitlichen Druck. Dieser aber wirkt nicht nur von aussen, sondern fordert nach der Optimierungslogik auch andauernd das Beste aus sich selbst heraus zu holen. Entfremdung, der Zwang nach mehr Weltverfügung steigt durch technischen Fortschritt: Aneignung, Optimierung und Ansammlung sind Anforderungen und Stressfaktoren zugleich. Jene Beschleunigung kann bewirken, dass die Welt unnahbar fremd und leer, fast schon als totes Material erscheint, es fehlt der Zugang und winkt der Burnout.

Weltzeit

Die moderne Angst, quasi den Faden zur Welt zu verlieren, obwohl man sie zu kennen und zu beherrschen meint, hält Esoterikboom und Fundamentalismus den Steigbügel; diese sind bei jeder Ungewissheit sofort zur Stelle: ohnehin findet emotional aufgeladene und überladene Symbolik gerade dort ihr Zielpublikum und bietet allerlei Versprechungen.

Jedwedes Resonanzverhältnis aber ist ähnlich der Kommunikation aufgebaut: ein Buch quer zu lesen spart Zeit, doch fehlt dabei die Anverwandlung. Damit das Buch mich tatsächlich erreicht, berührt, etwas in mir bewirkt, muss ich mir Zeit nehmen, zulassen, dass überhaupt eine Resonanzbeziehung entstehen kann. Dasselbe gilt für die Rezeption von Musik, das Geniessen der Natur, die zwischenmenschlichen Beziehungen überhaupt — der Faktor Zeit bleibt allgegenwärtig und in der Tat bestimmend.

Flower Power

Desiderata

Go placidly amid the noise and haste,
and remember what peace there may be in silence.
As far as possible without surrender
be on good terms with all persons.
Speak your truth quietly and clearly;
and listen to others,
even the dull and the ignorant;
they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons,
they are vexations to the spirit.
If you compare yourself with others,
you may become vain and bitter;
for always there will be greater and lesser persons than yourself.
Enjoy your achievements as well as your plans.

Keep interested in your own career, however humble;
it is a real possession in the changing fortunes of time.
Exercise caution in your business affairs;
for the world is full of trickery.
But let this not blind you to what virtue there is;
many persons strive for high ideals;
and everywhere life is full of heroism.

 

Bansky, Flower Power, Flower Cocktail Bansky, Street Art, Graffity Bansky

[ˈbæŋkzi]

Be yourself.
Especially, do not feign affection.
Neither be cynical about love;
for in the face of all aridity and disenchantment
it is as perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years,
gracefully surrendering the things of youth.
Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune.
But do not distress yourself with dark imaginings.
Many fears are born of fatigue and loneliness.
Beyond a wholesome discipline,
be gentle with yourself.

You are a child of the universe,
no less than the trees and the stars;
you have a right to be here.
And whether or not it is clear to you,
no doubt the universe is unfolding as it should.

Therefore be at peace with God,
whatever you conceive Him to be,
and whatever your labors and aspirations,
in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its sham, drudgery, and broken dreams,
it is still a beautiful world.
Be cheerful.
Strive to be happy.

Max Ehrmann, 1927

Qualitativer Umschlag

Im aktuellen Schweizer Wahlkrampf hat die SVP wie immer das nötige Kleingeld für ihre Gaga-Propaganda. Sachthemen sind out, alberne Wahlspots in. Im September hatte die volkstümlich auftretende aber von Milliardären gesteuerte und finanzierte Partei den Titel einer Pendlerzeitung für ihre Banalitäten nebst üblicher Angstmache gebucht.

Jetzt wurde von über 12000 Crowdfundern dagegen gehalten und Titel plus Seite 2 gekauft:

Mir langets, SVP, Wahlkampf Schweiz 2015, CH Wahl 2015, Wahlwerbung

Offener Brief an die Chefredaktion des 20 Minuten

Ich gratuliere Ihnen! Heute, am 14. Oktober 2015, haben Sie es nach all den Jahren geschafft, eine gute Titelseite zu publizieren; erhellend ist, dass Sie für dieses Gelingen 138’531 Franken einstreichen und dass dieser geglückte Umschlag direkt an Ihr Versagen geknüpft ist. «Grundsätzlich» könne jede Partei inserieren und den Umschlag buchen, so formulierte es Ihr Sprecher Christoph Zimmer. Vielen Dank! Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich das die meisten Parteien nicht leisten können. Ein trocken zynischer Satz also? Nicht nur. Das Brisante liegt vielmehr im Wort «grundsätzlich». Man kann buchen, egal wer, egal was, «grundsätzlich» ist alles möglich, Hauptsache, der Batzen stimmt. Wir wissen um die Unsentimentalität des Kapitalismus, aber wie steht es mit Ihren Grundsätzen? Der Gebrauch des Wörtchens «grundsätzlich» weist geradezu obszön auf die Abwesenheit von Grundsätzen hin. Journalistische Ethik? Eine demokratische Grundsatz-Diskussion, ob es (in Zeiten des Wahlkampfes) vertretbar ist, den Umschlag zur «Buchung» freizugeben? Es steht jedenfalls fest, dass Sie sich an eine hetzerische Ideologie verkauft haben, deren Kaufkraft eine eminente Macht bedeutet; die Ideologie ist (auch) das, was sie zu kaufen vermag. Sie sind also – ohne eine Haltung zu haben – zum Steigbügelhalter des Populismus geworden, dafür müssen Sie sich verantworten. Fairerweise muss ich sagen, dass in Ihrem Fall wenigstens klar ist, dass Sie gekauft worden sind. Andere Zeitungen und Zeitschriften sind diesbezüglich schwieriger zu «lesen», das heisst, im Normalfall wird der brisante «Zusatzstoff» bei Medienprodukten nicht deklariert – warum eigentlich nicht? Aber diese Frage stelle ich jetzt an die Chefredaktion des «Du».

© Melinda Nadj Abonji, Zürich, Oktober 2015

FdGO > Gott

(…) Viele Menschen, die jetzt zu uns kommen, werden mehr lernen müssen als nur die deutsche Sprache. Wir müssen ihnen den freiheitlichen Besitzstand unseres Landes vermitteln – und zwar nicht irgendwann, sondern vom ersten Tag an. Jeder Flüchtling sollte auf dem Kopfkissen seines Betts im Notaufnahmelager einen Willkommensbrief in seiner Sprache vorfinden.

Ein klarer Willkommensbrief für alle Flüchtlinge

„Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann, willkommen in Deutschland! Viele von Ihnen haben Schreckliches durchgestanden: Krieg, Lebensgefahr, eine gefährliche Flucht durch die halbe Welt. Das ist nun vorbei. Sie werden in Deutschland weder hungern noch dursten noch frieren noch um ihr Leben fürchten müssen, denn Deutschland ist ein reiches und friedliches Land.

Gegen die kleine Minderheit von Deutschen, die Gewalt gegen Flüchtlinge anwendet, wird dieser Staat mit aller Härte seiner Gesetze vorgehen. Dass Deutschland ist, wie es ist, verdanken wir nicht nur, aber auch Gesetzen, Regeln und Konventionen, von denen sich manche deutlich unterschieden von jenen, die Sie aus Ihrer alten Heimat kennen. In diesem Land, so hat es viele Jahre vor Angela Merkel einst ein anderer deutscher König gesagt, darf jeder auf seine Art glücklich werden.

Viele der Regeln, die bei uns gelten, sind im sogenannten Grundgesetz nachzulesen. Das Grundgesetz steht bei uns über dem Koran, der Bibel oder jedem anderen Buch, und sei es noch so heilig. Eine Übersetzung des Grundgesetzes in Ihre Sprache liegt am Heimeingang aus, gleich neben den Stapeln mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948, die wir dort ebenfalls in vielen Sprachen für Sie bereitgestellt haben.

Wir können hier nicht auf alle deutschen Gesetze, europäischen Werte und allgemeinen Regeln eingehen, weshalb wir nur einige Beispiele aufzählen, die wir vor allem unsere männlichen Leser aufmerksam zu studieren bitten:

Bei uns sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Das beginnt schon in der Schule, wo Mädchen selbstverständlich am Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen. Und sollten Ihre Töchter oder Schwestern später mit einem Mann zusammenleben wollen, der einer anderen Nation oder Religion angehört, dann ist das in Deutschland kein Verbrechen.

Wenn Sie, liebe Väter oder Brüder, Ihre volljährigen Töchter oder Schwestern hingegen gewaltsam daran zu hindern suchen, ihr Leben so zu leben, wie sie das wünschen, dann ist das durchaus ein Verbrechen. Dafür kann man in Deutschland ins Gefängnis kommen.

Vergessen Sie am besten alles, was Sie in Ihrem Land über „Ehre“ oder „Schande“ für die Familie gehört haben – die meisten dieser Vorstellungen gelten bei uns nämlich nicht, manche sind sogar verboten. Es ist in Deutschland übrigens auch erlaubt, dass Männer Männer oder Frauen Frauen lieben und gemeinsam eine Familie gründen. Niemand kommt deshalb ins Gefängnis.

Die meisten von Ihnen teilen solche Auffassungen vom Zusammenleben der Menschen gewiss ohnehin, denn Sie sind ja zu uns gekommen, um endlich in Frieden und Freiheit zu leben. Sollten Sie diese Ansichten jedoch ablehnen, ist es besser, wenn Sie unser Land rasch wieder verlassen – denn Deutschland kann und will keine Heimat sein für Menschen, die sich diesen Regeln nicht beugen.

Da können wir leider null Toleranz zeigen. Mit herzlichem Gruß, Ihr Deutschland.“

Formulierungsvorschlag von Michael Martens in der FAZ vom 14.9.2015 – merci Fee P.

Bad Taste

Nicht wirklich neues aus dem Spam-Filter:

Ich grüße euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus,

Ich bin Frau Angelika Herrmann, eine Witwe leiden lange Krankheit (Krebs), habe ich einige Fonds die ich von meiner späten liebevoller Ehemann Dr. Herrmann Manfred, der Summe (USD$4.900.000, 00), die er in der Bank hinterlegt geerbt hier und ich brauche eine sehr ehrliche Christian Bruder oder eine Schwester, dass diese Mittel für die Werke Gottes zu verwenden wird, und 15% werden für die Entschädigung für diese Arbeit Gottes zu sein.

Ich traf diese Entscheidung, weil ich nicht jedes Kind, das diesen Fonds übernehmen müssen, wieder ich und mein verstorbener Mann geschworen, unsere letzte Reichtum nutzen, um die weniger Privilegierten zu helfen, da wir keine Kinder haben, bin ich nicht Angst vor dem Tod damit ich weiß, wohin ich gehe. Bitte, wenn Sie wäre in der Lage, diesen Fonds für die Unterstützung der weniger Vorrechte und Unterstützung in der christlichen Wohltätigkeitsorganisationen zu verwenden; bitte kontaktieren Sie mich wieder für weitere detaillieren.

Gott segnen Ihre Familie,
Frau Angelika Herrmann

Meine Güte, werden es die Übersetzungsroboter nie lernen?
Oder ist das Ausgangsmaterial bereits derart sinnbefreit?

Pussy Conquerer

Lee „Scratch“ Perry ist ein lebendes Reggae-Fossil, der mit seinen fast 80 Jahren noch regelmässig vor Publikum auftritt, um seine irrwitzigen Toasts zu de­kla­mie­ren. Seine in den 70ern neue Aufnahmetechnik erlaubte ihm, durchgeknallte Dub-Versionen von Studio-Produktionen zu erstellen, und diese gleich in unzähligen Variationen. Hier eine Bassline, dort ein Riddim, alles wurde immer wieder neu zusammen „getaped„, so dass er und die Plattenfirmen langsam aber sicher den Überblick über die ausufernden händische Samplereien verloren.

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In einer Art ewigen Recyclings benutzt er auch heute bei seinen Auftritten Teile jener reggaetypisch stark basslastigen aber melodisch recht einfach gehaltenen und nur durch punktuelle Akzentuierung rhythmisch betonten und dadurch hypnotisierend wirkenden Tonfolgen. Und in seinem Portfolio befinden sich etliche davon, hat er doch in den letzten fünfzig Jahren mit Bob Marley, Max Romeo, King Tubby, Adrian Sherwood, Mad Professor, Sly & Robbie und zahllos anderen Musikern kollaboriert.

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Im Zürcher Club Exil hatte Scratch nun wieder einmal ein Heimspiel; gewohnt humorvoll und spontan spann er seinen epischen Faden um die immer wiederkehrenden Themen Babylon (must die), Devil (is dead) und Pussy (I am the Pussy Conquerer, meow!). Er sprach viel von Liebe und Sonne, dem Tod und dem Wetter und dass er all dies beeinflussen könne. Man mochte ihm fast glauben, als er Marleys „Sun is shining“ anstimmte. Here I am. Von der sonst üblichen Jah oder Rastaman-Ideologie war nichts zu hören, dazu ist das phantasievolle Unikum spirituell mittlerweile viel zu universell aufgestellt.

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Es gibt nicht die klare Linie, die Soundstrukturen werden ihm digital vorbereitet live zugemischt und er spricht aus, was ihm gerade durch den Kopf geht. Trotz aller Routine in dem ihm eigenen cartoonesken Sprechgesang ist seine performante Eklektik anrührend. Seine verlautbarten Spinnereien sind liebenswert und wirklich ziemlich crazy. Doch ältere Männer, die etwas Kind in sich bewahrt haben, waren mir schon immer sympathisch. Allerdings ist der Hobbyschweizer nicht mehr gewohnt, dass Konzerte erst um 1.30 Uhr in der Früh anfangen. Mark Stewart konnte sich in der Berliner Maria mit seiner Mafia so was noch erlauben, da war eine gewisse Kreuzberger Grundkondition sowieso Pflicht. Aber früher war halt auch die Nacht noch jünger.

Strobl nervt

Seine Schwester fand ich ja ganz nett. Ihre regionale Karriere als Geräteturnerin verfolgte ich mit lokalpatriotisch angehauchtem Schülerenthusiasmus gerne. Während der Grundschulzeit war meine Klassenkameradin eine richtige kleine Berühmtheit in meiner Schule. Ihren Bruder Thomas lernte ich erst später auf dem Gymnasium kennen, nämlich in der SMV (Schüler-Mit-Vertretung), eine Art Plenum der Klassensprecher mit Beisitz eines von den Schülern gewählten Vertrauenslehrers.

Thomas war irgendwie anders, er war brav seitengescheitelt und Mitglied in einer damals irrelevanten Schülerunion. Es war die bundesrepublikanische SPD-Hoch-Zeit von Brand/Wehner/Schmidt, Annäherung durch Wandel, mehr Demokratie wagen, Kniefall und in jener von der RAF-BRD-Auseinandersetzung innenpolitisch geprägten gerade noch Prä-Grün-Ära waren ein Strauss, Dregger & Co. einfach viel zu deftig und altbacken für weltoffene und revolutionsbereite junge Grossstädter. Dass mit der Schülerunion die Konservativen ganz bewusst der langsam wegbrechenden Wählerklientel der Weltkriegsgeneration entgegenwirkten, entging mir völlig. Thomas und seine eins zwei Mithansel konnte und wollte ich damals einfach nicht ernst nehmen. Spürbar war allerdings, dass der Thomas tapfer ein Vakuum ausfüllte.

Thomas Strobl, CDU, Schwiegersohn Schäuble, Strobl Heilbronn

Thomas war also gewissermassen Exot, der sich an linken Positionen rieb und seltsam angepasst daherkam. In der Schule war er mehr schlecht als recht, er wurde gerade so versetzt und es gab unter uns Schülern Gerüchte, dass nicht alles mit rechten Dinge zugehe, er – weil politisch rechts und systemkonform – quasi einen Sonderstatus bei der Lehrerschaft inne hätte. Zwar tröpfelten die 68er selbst in meiner konservativen Schule langsam ins Lehrerkollegium, aber Ministerpräsident im Ländle war zu jener Zeit noch ein gewisser Dr. Filbinger, ein Marinerichter a. D.. Unter den Talaren war tatsächlich immer noch der Muff von tausend Jahren.

Thomas aber zog sein Ding durch: CDU-Lokalpolitiker, Gemeinderat, erst Landtags- dann Bundestagsabgeordneter, hinzu kam die Heirat einer Schäuble-Tochter. Schliesslich Baden-Württembergischer Generalsekretär, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender. Dass es mit dem Ministerpräsidentenamt entgegen meiner Befürchtung noch nicht geklappt hat, hat nicht nur mich überrascht. Thomas dachte wohl das Ding sei bereits gegessen, hatte jedoch vor der Mitgliederbefragung seiner Partei eindeutig unterperformt, weil zu arrogant, abgehoben und eben siegessicher. Er menschelte einfach nicht genug und die Landespartei zog es ganz pragmatisch vor, mit einer CDU-Version vom wertkonservativen Kretschmann die Macht in Deutsch-Südwest wieder erlangen zu wollen.

Nun erleichterte sich der Thomas süffisant in die TV-Kameras lächelnd mit einem «der Grieche hat jetzt lange genug genervt». Pauschalisierung und Vereinfachung sind ein probates Mittel der populistischen Meinungsmache. Aber auch Öl ins Feuer der Entrüstung über die wirtschaftliche Vormacht der Teutonen in Europa. Denn weil der Teutone bei den Exportweltmeisterschaften immer aufs Treppchen kommt, hat er genug Bares erwirtschaftet was nicht weiter ausgebeutet werden kann, sondern — Hase im Pfeffer — gegen Zins pekunär Bedürftigen verliehen werden muss, um weiterhin profitabel zu bleiben. Kapitalismus vs. tendenzieller Fall der Profitrate usw. etc.. Darum ist es der teutonische Streber, welcher mit seinem permanenten Zuviel nervt: umgeschuldeter Verlierer zweier Weltkriege, kauft sich für fast nix Neufünfland zurück und ist immer noch solvent. Hm.
Sicher ist es familiär belastend, wenn der Schwiegervater als Exponent der teutonischen Marktmacht nicht gerade freundlich karikiert wird, klar kann man bei dem emotionalen Stress auch mal einen raushauen. Das hat der Thomas schon immer gerne gemacht. Als Generalsekretär nahm er das Panzerlied in ein Liederbuch auf, dessen Auflage anschliessend auf Geheiss vom damaligen CDU-Landeschef Oettinger «Ein solches Lied hat in keinem Liederbuch etwas verloren…» eingestampft werden musste. Jaja, der Thomas kann auch einstecken, wie sein rechter Schmiss am linken Mundwinkel wohl beweisen soll: als Mitglied einer pflichtschlagenden Studenten-Verbindung hatte Thomas es bestimmt super lustig in Heidelberg, wahrscheinlich sogar weil ihm eine rein gehauen wurde.

Thomas Strobl, CDU, Schwiegersohn Schäuble, Strobl Heilbronn, Schmiss, Schlagende Verbindung

Ziemlich schadenfroh verfolge ich, dass sich die mit ihrer langweiligen Angepasstheit, dabei aber machtbewusst und bis in die Haarspitzen karrieregeile Boygroup von Wulff, Koch, Röttgen und vor allem Thomas Strobl zumindest bundesweit nie hat durchsetzen können. All diese seitengescheitelten Laffen gehen nicht als rechte Kronprinzen durch. Höchstens als biedere Schwiegersöhne.

Und Thomas: der Grieche wird auch weiterhin nerven. Versprochen. Ganz vielleicht schlägt er auch irgendwann zurück. Oder der Spanier. Oder der Italiener. Oder ich.

Blumen Touch

Minimetall, Embryo, Tocotronic, Stahlberger. Immer wieder Stahlberger. Keine besonders eindrucksvolle Liste leibhaftig besuchter Konzerte, aber weniger ist sowieso mehr, Bob Marley leider tot und die Kleine Kapelle kommt ja nie hierher.

Blumentouch, Stahlberger, Helsinkiklub

Eine Metamorphose der Schweizerdeutschen Stahlbergers ist das Kunstprojekt Blumen Touch — (hoch-)deutscher Schlager-Minimalismus mit einem Hauch pennälerhafter Stehblues-Romantik. Gleiche Besetzung, mehr Elektronik und ein Schlag New Wave mit simplen Mantragesang:

Zusammen waren wir gut, zusammen waren wir gut.
Warum sind wir nicht mehr gut zusammen.

Im Zürcher Helsinkiklub beschloss die sonnenbebrillte St. Galler Gang ihre kurze Sommer-Tour und tatsächlich zog Manuel Stahlberger das hochdeutsche Idiom konsequent durch. Selbst in den Zwischenansprachen blieb der Frontmann beim keineswegs aufgesetzt tönenden «Leute ihr seit gut. Leute wir sind auch gut.» Die hörigen Rezipienten machten sogar bei dem einen oder anderen Refrain tapfer mit, obwohl der wortgewaltige Sänger einen kurzen Zwischenfall initiierte, als er vorgab Text vergessen zu haben und scheinbar verärgert mit seiner Wasserflasche ins Publikum spritze.

Dank der eingängigen Musik und den einfachen und dabei so lebensnahen Texten war jener Abend ein wahres Sommermärchen, welches leider viel zu früh zu Ende war.

Und ja, Dialektiker können auch Hochdeutsch, gell.

Master klein 0815

3099 — ja — drei null neun neun. Hörsch mich? Hörsch mich — du ich machs nur kurz , wolle mir morge was mache — ich weiss, ich bin grad im Zug, da isch net so guter Empfang. Hi Chris, hier ist die Nina. Du, wenn das Gespräch abbricht, hier gibts Funklöcher — ich hab das Kursprogramm für Auffahrt geändert. Hi, hast du mein Whatsapp, äh, SMS, nein, Email-Reminder gekriegt? Also wenn es dich nicht stört, dass es mich immer wieder raushaut, dann ziehen wir das durch. Ist ja für dich ärgerlich. Ok, ja. Ja. Also nochmal, duplizieren kann ich ja, nur. Ja. Ja. Ok. Hm. Jetzt musst du die drei letzten Sätze wiederholen, ich habe dich gerade nicht mehr gehört. Hihi. Also den Zeitraum Pfingsten, oder oder vielmehr Auffahrt. Hm. Hi, also der Chris hat den Zeitraum Auffahrt erstellt, aber er zeigt ihn nicht an. Der soll stattfinden. Auffahrt gegeben, ja ja. Verehrte Reisende — in Kürze erreichen wie Horb. Alle Anschlüsse werden erreicht. Der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung links. Hast du gesehen den Eintrag. Ja du, ich bins. Sag mal, ist das nadelnde Geräusch normal? Aber ich sehs nicht auf der Webseite! Dacht ich mir. Ich wollt es bloss sagen. Ja. 3099. Jaa. Ja, um wieviel? Bis viertel vor zehn. Ja, Master klein nullachtfünfzehn. Yes. Genau. Genau! Also einfach in Aborn und du siehst es ja dann. Du kannst mir auch gerne ein Whatsapp schicken. Super! Danke dir. Tschau! Entschuldigung, hält der Zug auch in Walldorf? Das weiss ich nicht, ich fahr nur bis Stuttgart. Das Zugteam begrüsst die zugestiegenen Fahrgäste des Intercitys Richtung Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt und wünscht ihnen eine angenehme Reise. Entschuldigung, den Platz habe ich reserviert. Ja, bis er eingenommen wird. Ist da noch was frei? Jemand zugestiegen? Fahrkarten bitte. Jemand zu-ge-stiegen, Fahrkarten bitte. Ja vielleicht d gross. Ich hab dich grad nicht gehört. Auh. Oh ja. Hallo? Hallo? Ha-llooo! Ja. Ich hör dich grad net. Ja. Ja. Nee. Nee, ich glaub nicht. Hallo? Ja. Ich habs eingegeben, aber seh es nicht auf der Webpage. Wenn ein Kurs um 13 Uhr beginnt, werden dann alle anderen auf inaktiv gestellt? Hallo? Ha-llo? Nächster Halt Böblingen. Verehrte Reisende, sie werden in Böblingen alle Anschlüsse erreichen. Vielen Dank für das Fahren mit der Deutschen Bahn, der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung links. Dear passengers. Hallo? Hallo! And wishes you a pleasent journey.

Juche

Stickstoffverbindungen aufm Mars, Grexident, versiegender Golfstrom und Naziversteck im Südamerikanischen Dschungel. Dies alles spielt im der real existierenden Juche-Universum der Demokratischen Volksrepublik Korea keine so prominente Rolle. Dort geht es um weitaus wichtigere Dinge, beispielsweise:

  • die Verbesserung des Lebensmilieus für Zugvögel in der DVRK
  • die Bildung von Vorbereitungskomitees zum Tag der Sonne
  • den Weltwettertag
  • die vollständige Abschaffung des Steuersystems
  • und die blühende Kimjongilie

Kimjongilie, Begonie, Blumenschmuck

Mehr über die diffizile Aufzucht und Pflege der Kimjongilie hier

Weitere interessante Meldungen Preziosen werden von der Stimme Koreas weltweit kund getan, wobei Stimme hier wortwörtlich gemeint ist und unbedingt gehört werden muss! Von ihr erhalten fragend navigierende Webtouristen genau jene Antworten, die sie hören sollen. Zwar scheint die Stimme Koreas noch auf Web 0.9 zu basieren, doch trotz zäher Ladezeiten lohnt der Ausflug allemal.