Any painkillers left?
Schlagwort: Schweiz
CH-Worte 03-11
Die scheinheilige Konkordanz benötigt dringend «Meh Dräck», um der schleichenden Aldisierung mehr Paroli bieten zu können.
Wenig Schaden fügt das Rauchverbot dem beliebten Sterbetourismus zu, welcher mancherorts gar zum ultimativen Rettungspaket mutiert.
Ein herziges Minarettverbot gepaart mit rigoroser Ausschaffung dürfte keinerlei Euro-Rabatt zeitigen.
Royal Quattro
Selbst die augenscheinliche und ziemlich sturmgeplagte Übernächtigung des dreifachen Titelträgers konnte selbigen nicht davon abhalten den diesjährigen König gleich beim allerersten (!) Bissen zu erbeuten, just nachdem die Konkurrenz naiv zwei Nieten zog…
Obwohl die Hofbäckerei vergessen hatte dem Königskuchen die obligate Pappkrone beizulegen, hat dieser faux-pas das königliche Wohlbefinden nur unwesentlich geschmälert — a royal quadruple indeed!
Delikat Essen XLI
Teutonenschrot beim Detailhändler – Heil dir Helvetia Migros!
Bike Xmas
Sogar der Osterhase hübscht sich zur Finalissima an
Dick und Doof
In der schwergewichtigen Eidgenossenschaft könnte eine Fettsteuer bald zu einem Thema werden:
BMI-Terror — wird Käse-Fondue bald strafversteuert?
Satte 53% waren für das Minarett-Verbot, 53% für eine striktere Ausschaffung, 53% wollen ihre häuslichen Schusswaffen weiterhin zuhause einsetzen können.
Statistisch korrelieren die Zahlen prima, weil Bäuche bekanntlich sowieso erst im wertkonservativen Alter von 50plus drastisch verfetten…
Neufundland
No-Go for Labrador
Weissgeldstrategie
Auf CH-Banken geparktes Schwarzgeld rein zu waschen, dauert schon etwas. Einigen teutonischen Anlegern zu lange, und so versuchen sie ihr eingeschafftes Vermögen wieder auszuschaffen, bevor es Zwanzig 13 schlägt oder herber Griechischer Wein den Kurs weiter verwässert.
Die Schweizer Bankster zahlen aber mittlerweile nur noch bescheidene Bar-Beträge aus, weil sie fürchten, den mit dem Grossen Kanton ausgemauschelten Ablasshandel aus der eigenen Schatulle alimentieren zu müssen.
Leutselig getraut sich der nach der milliardenteuren Londoner Zocker-Nullnummer vorerst interimistisch eingesetzte UBS-Chef Ermotti halbwegs Eier zu zeigen, anstatt wie gewohnt weiter herumzueiern:
«Die Schweiz ist reich geworden durch Schwarzgeld. Wenn wir überall einen Schwarzen Peter verteilen würden, wo unversteuertes Geld drin ist, wäre die ganze Bahnhofstrasse voll von Schwarzen Petern.»
Von einem der ihren blossgestellt zu werden, ist fast schon ketzerisch und getroffen jault das hiesige Finanzestablishment auf. Alle Hoffnung gilt nun der baldigen Ankunft des Messias am Paradeplatz. Insiderwissen wird der schiffsflüchtige Ex-Oberbankster von der Deutschen Bundesgang für die 2 Mio. Handgeld (plus Salär, plus Aktienpaket, plus Bonus) schon genügend mitbringen, um den Strategiewechsel profitabel zu deichseln.
Aus Schwarz wird Weiss, Hauptsache die Kohle bleibt hier.
Delikat Essen XL
Gehorsamsverweigerung
Verzottelt
Bauer Schibli, der „Vater“ des durch Presse, Funk und Fernsehen berühmt gewordenen SVP-Maskottchen („Zottel rettet die Schweiz“) wurde bei den Schweizer Parlamentswahlen nicht als Ziegenbock Nationalrat bestätigt.
Haben die Anarchisten Glücksbringer Zottel etwa umgedreht?
Gutbürger
Bei der symbolischen Okkupation des Paradeplatzes waren von den Neunundneunzigprozentigen zeitweilig immerhin 1000 selbst entfremdete Warencharaktere in der Schweizer Metropole beteiligt.
Der Paradeplatz ist für Zürich das, was Wall Street für New York City ist: ein lokales Sinnbild für die globale Hochfinanz. Übers Wochenende liess man generös das bunte Treiben gewähren, selbst die Tramlinien wurden am Nahverkehrsknotenpunkt effizient umgeleitet. Rechtzeitig zum Schichtbeginn der Bankster am Montagmorgen aber wurde von der staatlichen Exekutive der Abzug der unzufriedenen aber friedlichen Besetzer durchgesetzt.
Der aktuell aufkeimende internationale Protest einer zunehmend von Verarmung bedrohten Mittelklasse wird verständlicherweise hauptsächlich vom politisch und finanziell frustrierten Bürgertum sowie dessen Ablegern getragen und kommuniziert. Falls nun zusätzlich auch noch das gemeine Proletariat aus der Unterschichtenfernsehdämmerung heraus ins Dasein bestimmende Bewusstsein finden sollte, könnte eventuell die Revolution tatsächlich live übertragen werden…
Hier in der Schweiz finden kommenden Sonntag ganz in Ruhe und völlig systemkonform die eidgenössischen Parlamentswahlen statt:
Piraten und Powerpointgegner — vereinigt Euch!
Überraschungsei
Hier geht es direkt zur Präsentation…
Dickesei
weiteresweichsei
nei
mirweikeis
weitereshertsei
nei
mirweikeis
weiteresschpieguei
neidanke
weiteramändkesei
nei
mirweikeis
wasweiterde
oooooErnst Eggimann *1936
Rätselei
Gugus? Dada!
brulba dori daula dalla
sula lori wauga malla
lori damma fusmaluDasche mame came rilla
schursche saga moll vasvilla
suri pauge fuz maluDolli gamba bokamufti
sabel ize spogagufti
palazuma polja geimula dampe dori villa
alles virds schavi drestilla
offi lima dozapau
pozadau
ccccccHugo Ball (1886-1927)
Schäbigschick
Nachdem im Zürcher Fussball-Derby der in der Weltklasse-Stadt angesagte lässig-schicke und vintagemässig voll auf Understatement gebügelte Dresscode nicht ganz so eingehalten wurde, wird es künftig vermutlich ein paar Geisterspiele im zugigen Letzigrund geben.
Dem ganzen Schlamassel vorangegangen war ein pupertärer Fahnenklau und der daraufhin überschäumende Testosteronpegel gab dem Fest schliesslich den Rest. Tatsächlich sind Hools & Fools im international zweitklassigen Schweizer Fussball noch immer erstklassig.
Beim vom Hobbyschweizer am selbigen Nachmittag en passant beäugten Viertligaspieles (2:7) sah dagegen selbst die Stadionwurst anregend familienfreundlich aus. Und Schwingfeste sind sowieso der reinste Kindergeburtstag mit lauter SVPlern netten Würsten.
Delikat Essen XXXIX
Tageskarte in der Zürcher K3 Kantine
Schwingungsleere
Zum Abschluss des diesjährigen Lehrgangs wurde als saisonaler Höhepunkt die Bachtel-Schwinget im Zürcher Oberland begutachtet. Kaiserwetter und der Jodelclub Scheidegg krönten den nett gelegenen kleinen Schwingplatz, von dem aus ein hübscher Balkonblick über den Zürichsee in die alpine Bergwelt ins Auge fiel.
Sowieso werden künftig nur noch ausgewiesene Bergfeste anvisiert, sofern einem der Himmel nicht gänzlich auf den Kopf fällt.
Ein laut Ansager „tausend Kilometer östlich von Moskau“ beheimateter junger Schwingerfreund sorgte für internationales Flair und gewann unter herzlichem Applaus immerhin seinen letzten Gang. Beim Intermezzo Steinstossen wurde mit dem 43 Kilo schweren Bachtelstein gestossen, bloss war der gar nicht aus Käse. Die nach einem leichtsinnigen Hebeversuch gerade im Entstehen gefühlte akute Zerrung am Hüftbeuger verhinderte vorzeitig die Aufnahme des Wettkampfes durch den etwas überheblichen Hobbysstosser.





















