Master klein 0815

3099 — ja — drei null neun neun. Hörsch mich? Hörsch mich — du ich machs nur kurz , wolle mir morge was mache — ich weiss, ich bin grad im Zug, da isch net so guter Empfang. Hi Chris, hier ist die Nina. Du, wenn das Gespräch abbricht, hier gibts Funklöcher — ich hab das Kursprogramm für Auffahrt geändert. Hi, hast du mein Whatsapp, äh, SMS, nein, Email-Reminder gekriegt? Also wenn es dich nicht stört, dass es mich immer wieder raushaut, dann ziehen wir das durch. Ist ja für dich ärgerlich. Ok, ja. Ja. Also nochmal, duplizieren kann ich ja, nur. Ja. Ja. Ok. Hm. Jetzt musst du die drei letzten Sätze wiederholen, ich habe dich gerade nicht mehr gehört. Hihi. Also den Zeitraum Pfingsten, oder oder vielmehr Auffahrt. Hm. Hi, also der Chris hat den Zeitraum Auffahrt erstellt, aber er zeigt ihn nicht an. Der soll stattfinden. Auffahrt gegeben, ja ja. Verehrte Reisende — in Kürze erreichen wie Horb. Alle Anschlüsse werden erreicht. Der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung links. Hast du gesehen den Eintrag. Ja du, ich bins. Sag mal, ist das nadelnde Geräusch normal? Aber ich sehs nicht auf der Webseite! Dacht ich mir. Ich wollt es bloss sagen. Ja. 3099. Jaa. Ja, um wieviel? Bis viertel vor zehn. Ja, Master klein nullachtfünfzehn. Yes. Genau. Genau! Also einfach in Aborn und du siehst es ja dann. Du kannst mir auch gerne ein Whatsapp schicken. Super! Danke dir. Tschau! Entschuldigung, hält der Zug auch in Walldorf? Das weiss ich nicht, ich fahr nur bis Stuttgart. Das Zugteam begrüsst die zugestiegenen Fahrgäste des Intercitys Richtung Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt und wünscht ihnen eine angenehme Reise. Entschuldigung, den Platz habe ich reserviert. Ja, bis er eingenommen wird. Ist da noch was frei? Jemand zugestiegen? Fahrkarten bitte. Jemand zu-ge-stiegen, Fahrkarten bitte. Ja vielleicht d gross. Ich hab dich grad nicht gehört. Auh. Oh ja. Hallo? Hallo? Ha-llooo! Ja. Ich hör dich grad net. Ja. Ja. Nee. Nee, ich glaub nicht. Hallo? Ja. Ich habs eingegeben, aber seh es nicht auf der Webpage. Wenn ein Kurs um 13 Uhr beginnt, werden dann alle anderen auf inaktiv gestellt? Hallo? Ha-llo? Nächster Halt Böblingen. Verehrte Reisende, sie werden in Böblingen alle Anschlüsse erreichen. Vielen Dank für das Fahren mit der Deutschen Bahn, der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung links. Dear passengers. Hallo? Hallo! And wishes you a pleasent journey.

Maifeier

Der Musik-Gottesdienst im Offenen St. Jakob stand ganz im Zeichen von Freiheit, Widerstand und Anarchie. Derweil der musikalische Spannungsboten von „Die Gedanken sind frei“ über „Bella Ciao“ bis zur „Internationale“ führte, las der selbstbewusste Pfarrer der selbstoptimierten Leistungsgesellschaft leidenschaftlich die Leviten, da jene offensichtlich und vordergründig völlig entspannt die permanente Auto-Ausbeutung propagiere und durchsetze. Ein klares (äusseres) Feindbild gehe bei diesem subversiven Mechanismus völlig abhanden und bei Auflehnung kehre sich die Energie destruktiv nach innen und generiere die zeitgenössische Depression, den Burn-Out.

Als Gegenentwurf wurde ein herrschaftsloser Zustand der Anarchie skizziert, sowieso eingeschränkter Konsum und mehr Mut zur Freizeit. Selbst bei der Kollekte betonte der Vortragende, dass es vermutlich besser sei einfach einem Bedürftigen auf der Strasse das Geld in die Hand zu drücken, als damit den Opferstock zu füttern. Die kleine Gemeinde war durchwegs beeindruckt von dieser Maifeier und der Hobbyschweizer trällerte zum Feierabend noch fröhlich den Refrain von Solidaritätslied…

Budgetkult

Executive Summary*

Im Jahr 1996 lancierte die Migros mit M-Budget eine Eigenmarke der tiefsten Preiskategorie. Die Einführung dieser Billiglinie war mit dem Ziel verbunden, die eigene Wettbewerbsposition im Discount-Bereich zu stärken und damit eine Abwanderung der preissensiblen Kundschaft zur zunehmenden Konkurrenz zu verhindern. Gleichzeitig sollten die Grossfamilien und die weniger kaufkräftigen Haushalte finanziell entlastet werden. Dadurch, dass einzelne Produkte von M-Budget in den Qualitätstests von Kassensturz und K-Tipp immer wieder gute Ergebnisse erzielten, oder die Konsumenten selbst positive Erfahrungen mit M-Budget machten, wurden die Produkte immer häufiger auch von anderen Schichten gekauft und bald in der ganzen Bevölkerung beliebt. Eine eigentliche Zielgruppe existiert deshalb heute nicht mehr. M-Budget wurde mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis verbunden und als eine Marke wahrgenommen, die bewusst auf ein aufwändiges Design und eine teure Warenpräsentation verzichtet, um trotz tiefer Preise eine angemessene Qualität anbieten zu können. Als das M-Budget-Sortiment ab Ende 2003 erstmals um einzelne Gebrauchsartikel erweitert wurde, die nur in limitierter Auflage erhältlich waren, brach, vor allem unter den Jugendlichen, eine regelrechte M-Budget-Euphorie aus. Die Migros begriff schnell, dass diese Artikel besonders bei den Jugendlichen gut ankommen und richtete die Sortimentserweiterungen deshalb gezielt auf diese Gruppe aus.

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Neben einem Snowboard, einem Skateboard oder einem Prepaid-Angebot für Handys, wurde eine Party-Serie gestartet, die über mehrere Jahre in allen grösseren Schweizer Städten Halt machte. Gleichzeitig brachte die Migros das Wort Kult in Umlauf und nutzte den Hype unter den Jugendlichen aus, um M-Budget als Kultmarke zu verkaufen und diesen Begriff zu verbreiten. Dazu wurde im Internet ein M-Budget „Kultshop“ eingerichtet, in welchem es Kleidung und Accessoires im M-Budget-Design und zu M-Budget-Preisen zu erwerben gab. M-Budget wurde schnell in der ganzen Schweiz als Kultmarke anerkannt und auch in den Medien wurde dieser Begriff im Zusammenhang mit M-Budget oft verwendet. Dabei schien sich niemand ernsthaft Gedanken zu machen, woher dieser Begriff kam und was er überhaupt bedeutet.

Laut Definition wird Kult als die Verehrung einer Gottheit angesehen und die damit verbundenen spirituellen Handlungen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. Nach heutigem Verständnis und auf die Markenwelt angewendet nimmt der Begriff eine etwas andere Bedeutung ein. Demnach muss eine Marke, die einen Kultstatus erreichen will, über eine klare Identität und Persönlichkeit verfügen, eine eindeutige Einstellung repräsentieren, also Ausdruck eines bestimmten Lebensstils sein, und in der Wahrnehmung einer bestimmten Gruppierung dauerhaft eine Sonderstellung einnehmen. Dazu braucht es neben einer überzeugenden Qualität und einer klaren Positionierung auch immer eine gewisse Kreativität. Die Marke muss sich also mit etwas Ungewöhnlichem von der Konkurrenz abheben. Oftmals steht dabei eine Ästhetik im Vordergrund, die mit den gesellschaftlichen Normen kollidiert und nur eine subkulturelle Gruppe anspricht. Wichtig ist auch ein über viele Jahre oder sogar Generationen beständiger und einheitlicher Auftritt, denn nur eine Marke, die eine aussergewöhnliche Idee langfristig erfolgreich umsetzt, kann eines Tages einen Kultstatus erlangen.

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Die Migros hat die zunehmende Preisorientierung der Konsumenten Ende der 90er Jahre frühzeitig erkannt und mit der Lancierung von M-Budget ein Zeichen gesetzt. Durch den grossen Sparcharakter konnte M-Budget viele Sympathien gewinnen. M-Budget ist in der ganzen Schweiz bekannt und verfügt über eine angemessene Qualität. Das Image von M-Budget in der Öffentlichkeit ist grösstenteils positiv. Darüber hinaus verfügt die Marke über eine klare Persönlichkeit und konnte in der Vergangenheit immer wieder mit der kreativen Umsetzung ihrer Idee punkten. Das spezielle Design von M-Budget hebt sich zudem deutlich von Konkurrenzprodukten ab, beinhaltet eine gewisse Selbstironie und wird von der breiten Masse eher als unästhetisch wahrgenommen. Darüber hinaus könnten die M-Budget-Parties durchaus als Kultrituale, Verehrung und Pflege der Marke an gesehen werden. Die Grundvoraussetzungen zur Erreichung von Kultstatus wären bei M-Budget also durchaus gegeben.

Wurden während dem M-Budget-Hype die Jugendlichen, die die Marke oftmals regelrecht gelebt haben, als Hauptzielgruppe und mögliche Kultanhängerschaft in den Mittelpunkt gerückt, ist M-Budget inzwischen auch bei dieser Gruppe zum Alltag geworden, da die Überraschungseffekte seitens der Marke ausblieben und einige Konkurrenzanbieter mit zu ähnlichen Konzepten in den Markt drängten. Zudem wurde das Sortiment mit aktuell 652 Produkten zu unübersichtlich, wodurch die Marke ihren speziellen Reiz verlor. Die Sonderstellung von M-Budget in den Köpfen der Jugendlichen verschwand und die Kernzielgruppe als dauerhafte Pfleger und Verehrer der Marke löste sich auf. Heute wird die Marke zwar immer noch von grossen Teilen der Bevölkerung geschätzt, doch nimmt M-Budget längst keine herausragende Stellung mehr ein, wird weder verehrt, noch als aussergewöhnlich empfunden, da zu viele vergleichbare Angebote existieren. Der Marke M-Budget kann deshalb kein Kultstatus zugeschrieben werden.

* Marketing Analyse am Institut für BWL der Universität Zürich

Knallköpfe

Alle Frühjahr wieder feiert Zürich zünftig Zürich und lässt einen Pappmaché-Schneemann in die Luft fliegen. Diesmal aber feiert Zürich Zürich und lädt Zürich ein!

Sechserläuten 2015, Sechsilüüte, Zürcher Sechsilüüte, Sechserläuten Zürich 2015, Böögg

Weil 2015 kein anderer Kanton Gast sein wollte (nach Luzern sagte auch Liechtenstein ab) erklärte sich der die Stadt umfassende, umschliessende und dazu auch noch gleich benamste Kanton bereit kurzfristig einzuspringen. Was für ein Chlapf.

Evangelisierung

Kretschmann: Ja, dabei ist die Wirklichkeit doch ganz anders:

Pilgerstempel, Jakobsweg, El Camino, St. Jakob So christlich wie heute waren wir noch nie in unsrer Gesellschaft!

ZEIT: Wie bitte?

Kretschmann: Das Evangelium wird doch in unserer heutigen Zeit mehr denn je gelebt – bloß dass es nicht immer draufsteht. Nehmen Sie die Ideale des Sozialstaats oder der Bewahrung der Schöpfung oder der Würde des Menschen, das sind doch durchgreifende Erfolge der Evangelien in der heutigen Welt.

(Auszug aus einem Interview in: Die Zeit)

Juche

Stickstoffverbindungen aufm Mars, Grexident, versiegender Golfstrom und Naziversteck im Südamerikanischen Dschungel. Dies alles spielt im der real existierenden Juche-Universum der Demokratischen Volksrepublik Korea keine so prominente Rolle. Dort geht es um weitaus wichtigere Dinge, beispielsweise:

  • die Verbesserung des Lebensmilieus für Zugvögel in der DVRK
  • die Bildung von Vorbereitungskomitees zum Tag der Sonne
  • den Weltwettertag
  • die vollständige Abschaffung des Steuersystems
  • und die blühende Kimjongilie

Kimjongilie, Begonie, Blumenschmuck

Mehr über die diffizile Aufzucht und Pflege der Kimjongilie hier

Weitere interessante Meldungen Preziosen werden von der Stimme Koreas weltweit kund getan, wobei Stimme hier wortwörtlich gemeint ist und unbedingt gehört werden muss! Von ihr erhalten fragend navigierende Webtouristen genau jene Antworten, die sie hören sollen. Zwar scheint die Stimme Koreas noch auf Web 0.9 zu basieren, doch trotz zäher Ladezeiten lohnt der Ausflug allemal.

Je suis Jakob

fortschreitende räude

him hanfang war das wort
hund das wort war bei gott
hund gott war das wort
hund das wort hist fleisch geworden
hund hat hunter huns gewohnt

him hanflang war das wort
hund das wort war blei flott
hund flott war das wort
hund das wort hist fleisch gewlorden
hund hat hunter huns gewlohnt

schim schanflang war das wort
schund das wort war blei flott
schund flott war das wort
schund das wort schist fleisch gewlorden
schund schat schunter schuns gewlohnt

schim schanschlang schar das wort
schlund schasch wort schar schlei schlott
schund flott war das wort
schund schasch fort schist schleisch schleschlorden
schund schat schlunter schluns scheschlohnt

s———————–c——————–h
s———————–c——————–h
schllls—————–c——————–h
flottsch

—> [ernst jandl]

Déjà-lu

Ein Schnurps grübelt

Also, es war einmal eine Zeit,
da war ich noch gar nicht da.
Da gab es schon Kinder, Häuser und Leut
und auch Papa und Mama
jeden für sich – bloß ohne mich!

Ich kann mir´s nicht denken. Das war gar nicht so,
Wo war ich denn, eh es mich gab?
Ich glaub, ich war einfach anderswo,
nur, dass ich´s vergessen hab,
weil die Erinnerung daran verschwimmt.
Ja, so war´s bestimmt!

Und einmal, das sagte der Vater heut,
ist jeder Mensch nicht mehr hier.
Alles gibt´s noch: Kinder, Häuser und Leut´,
auch die Sachen und Kleider von mir.
Das bleibt dann für sich
bloß ohne mich.

Aber ist man dann weg? Ist man einfach fort?
Nein, man geht nur woanders hin.
Ich glaube, ich bin dann halt wieder dort,
wo ich vorher gewesen bin.
Das fällt mir dann bestimmt wieder ein.
Ja, so wird es sein!

[Michael Ende]

Armagedon

Mit dem drastisch klingenden biblischen Begriff Armagedon (eigentlich Harmagedon) wird im Schach die Entscheidungspartie genannt, die allenfalls zur Ermittlung des Siegers eines Matches oder Turnieres bei Gleichstand gespielt wird. Dabei erhält der Weissspieler einen kleinen Zeitbonus, dem Schwarzspieler hingegen genügt bereits ein Remis zum Gewinn der Konfrontation. Bei der Zürcher Chess Challenge kam es nun zu einer „Entscheidungsschlacht“ zwischen dem von Red Bull gesponserten US-Spieler Nakamura und dem indischen Ex-Weltmeister Anand.

Zürich Chess Challenge, Zurich Chess Challenge 2015, Schach, Baur en Ville Zürich, Nakamura, Anand, ArmagedonWer zahlt befiehlt: Der Sponsor erklärt vor dem Finale dem
zurück ans Brett zitierten Anand noch schnell die Regeln

Beide lagen nach jeweils fünf Runden des halb in klassischer Bedenkzeit halb im Schnellschach gespielten Einladungsturnieres punktgleich an der Spitze. Nakamura pflegt zu jeder Partie eine Dose des Taurinsirups mitzubringen und trinkt diese Melange auch tatsächlich am Brett. Beim Zürcher Turnier half ihm der Zaubertrank möglicherweise, jedenfalls hatte Anand keine Chance bzw. Nerven in der das Turnier entscheidenden Blitzpartie. Offensichtlich ging der Ex-Champ davon aus überhaupt keinen Tie-Break spielen zu müssen, und wirkte daher sichtlich doppelt überrascht. Obwohl für die Zuschauer jenes allzu schnell verpuffende finale Handgemenge ein tatsächlicher Antiklimax bedeutete, war es für den Sieger möglicherweise ein wenig Genugtuung für die drastische Niederlage gegen den Meister aller Klassen bei der letztjährigen Austragung.

Obrigado

Sozialneid im real existierenden Kapitalismus Ronaldo Statue, Dicke Hose Ronaldo, Ronaldo Football, Ronaldo Denkmalist ähnlich konstruktiv wie Tanzen über Architektur.

Aber dennoch interessant: gemäss dem wunderbar leicht zu bedienenden BBC-Kalkulator müsste ich als Lohnsklave bei identischem Einkommen bereits seit 800 Jahren arbeiten, um in Summe das Jahressalär von Senhor Cristiano R. zu erzielen.
Umgekehrt braucht die fussballernde Hosenbeule für meinen Jahresverdienst nicht einmal eine volle Viertelstunde Training einzuplanen.

Auf der BBC-Seite lassen sich solche Absurditäten anhand weiterer kurzbehoster Besserverdiener drastisch schön darstellen.

Ohne das schmerzliche Thema Brot & Spiele am dieser Stelle tiefschürfender zu behandeln, lieber noch einen fotografischen Hinweis auf antike Sportbekleidung, als man mit den kurzen dicken Hosen sowieso noch dem klassischen Calcio frönte.

Calcio Storico, Real Football,

Drohneneinsatz

Als die Pluto-Sonde New Horizons 2006 auf ihre weite Reise geschossen wurde, war das Aufklärungsziel noch ein putzmunterer Planet. Heute tituliert die unterkühlte Randfigur unseres Sonnensystems bloss mehr als Zwergplanet, und selbst in jener Kategorie ist die Poleposition mittlerweile strittig.

Im Juli 2015 soll der von einem Plutonium-Reaktor betriebene Kundschafter die ausserirdische Zwergenwelt quasi haut­nah touchieren; übrigens eine witzige Idee Pluto mit seinem nuklearen Namenspatenkind zu überraschen! Auch etwas Asche des verstorbenen Pluto-Entdeckers Clyde Tombaugh und die mit einer halben Million Namen beschriebenen CD abenteuerlustiger Couch-Potatoes Erdlinge sind mit an Bord. Reichlich okkult angehauchte Expedition, doch als hobbytechnischer Sternengucker trampt man bei einer richtigen NASA-Mission gratis schon mal huckepack mit.

New Horizons, Pluto Sonde, Pluto 2015, Send your name to Pluto
New Horizons, Pluto Sonde, Pluto 2015, Send your name to Pluto

Endmontage der CD an der Raumsonde

Nach der erstmaligen Aufwartung bei Zwerg Pluto soll die Reise anschliessend weiter in den Kuipergürtel hinein führen, wo weitere Urtrümmer gefunden und untersucht werden könnten.

Im Vergleich zur längst aus dem interstellaren Raum funkenden Voyager 1 beträgt die Distanz von New Horizons zum irdischen Habitat selbst dann aber bestenfalls ein Viertel des Pensums der Sonde aller Sonden. Früher war halt mehr Raumfahrt.