Zeitnot

Das Fortschrittsversprechen hält nicht mehr – der Widerspruch von Beschleunigung und Zeit entzweit den modernen Menschen. Technischer Fortschritt wird zwar gerne als Zeitgewinn beworben und doch lässt sich die Zeit nicht sparen oder vermehren, sondern bloss verdichten. Mehr tun in weniger Zeit lautet die Devise. Der Zeitdruck in Beruf und Freizeit nimmt dramatisch zu: beispielsweise spart Email zunächst vermeintlich Zeit, was aber in der Folge schon rein mengenmässig ins Absurde gekehrt wird; technische Apparaturen dienen nicht nur der Beschleunigung von Arbeitsabläufen sondern auch deren Vervielfältigung. In der Freizeit gilt das Primat der Selbstoptimierung und sogar Entschleunigung wird so zum Stressfaktor. Jedwede gesellschaftliche Resonanz tritt folglich mehr und mehr in den Hintergrund.

Once I had a love and it was a gas
Soon turned out to be a pain in the ass
Seemed like the real thing, only to find
Mucho mistrust, love’s gone behind

© Debbie Harry/Chris Stein

Die Verheissung namens Fortschritt wird zum Zwang: falls man sich nicht optimiert, effizient aufstellt, eine Strukturanpassung durchführt, ist man der Konkurrenzsituation nicht gewachsen. In einer wettbewerbsbasierten Gesellschaft herrscht notorische Unruhe, so dass Angst ein Hauptantriebsfaktor ist, der einen auf die Akkumulationsschiene treibt.

Für Soziologe Hartmut Rosa ist das kapitalistische Wirtschaftssystem ursächlich für die dramatische Beschleunigung seit dem 18. Jahrhundert. War dessen Versprechen vor allem Bedürfnisbefriedung und ein besseres Leben, was noch für jede Elterngeneration bezüglich der Zukunft ihrer Nachkommen gesellschaftlicher Konsens war, so zeigt sich heute, dass durch steigendes Wachstum selbstzerstörerische Kräfte freigesetzt werden. Nicht nur in der Umwelt entstehen irreparable Schäden, sondern auch im Menschen, wenn er zunehmenden Zeitdruck nicht mehr standhält.

«Aus Mangel an Ruhe läuft unsere Zivilisation in eine neue Barbarei aus. Zu keiner Zeit haben die Tätigen, das heißt die Ruhelosen, mehr gegolten. Es gehört deshalb zu den notwendigen Korrekturen, welche man am Charakter der Menschheit vornehmen muss, das beschauliche Element in großem Maße zu verstärken.»

(F. Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches – Chemnitz 1878)

Burning Candle, Kerze brennt an zwei Dochten, Double Burning Candle

Die Turbogesellschaft leidet unter Zeitdruck, die Zeit geht scheinbar aus, weil durch technische Beschleunigung mehr Welt möglich erscheint, jeder Arbeits- und Urlaubsplatz dank Auto, Bahn oder Flugzeug jederzeit erreichbar ist. Zugleich wird Zeit zum knappen Gut und die herrschende Grundorientierung immer absurder: noch mehr tun, noch effektiver mit der Zeit haushalten und dennoch geht man am Ende des Tages immer öfter als schuldbewusstes Subjekt zu Bett, da meist Aufgaben und Dinge bleiben, die man nicht erledigt hat, abgesehen von der permanent wild wuchernden alltäglichen To-do-Liste. Erhaltung durch Akkumulation und Steigerung ist das grosse Paradoxum im Kapitalismus, bereits Stillstand bedeutet ökonomischen Abstieg im gesellschaftlichen wie persönlichem Rahmen.

Atomzeit

Gemäss Hartmut Rosa war Wissen für die allermeisten Kulturen wie ein wohl behüteter Schatz: von der Nahrungssuche über kultische Handlungen bis zur Vorratshaltung wurde dieser Schatz einst umsichtig tradiert. In der Moderne wird aus dem Wissenschatz die Wissenschaft, eine Dynamisierung, welche es nicht darauf anlegt Wissen zu transportieren, sondern viel mehr Fragen stellt als beantwortet. Dies ist ein völlig neues Konzept von Wissen, Forschung wird wichtiger als Lehre, das Weitergeben von Wissen. Die Wissen*schaft* lebt davon, dass sie fortlaufend neue Fragen stellt, neue Ergebnisse und Erkenntnisse erzielt, Grenzen des Gewussten systematisch ausweitet. Rosa zufolge war für den beginnenden Beschleunigungsprozess jene Änderung der institutionellen Grundstruktur massgeblich, nämlich dass nur durch Steigerung die gesellschaftliche Formation erhalten werden könne.

Die einstige Hoffnung, die Grundangst ökonomischer Knappheit durch das kapitalistische Wirtschaftssystem aufzulösen ist heutzutage einer neuen Existenzangst gewichen, der mittlerweile globalisierte Existenzkampf verursacht hierbei noch mehr zeitlichen Druck. Dieser aber wirkt nicht nur von aussen, sondern fordert nach der Optimierungslogik auch andauernd das Beste aus sich selbst heraus zu holen. Entfremdung, der Zwang nach mehr Weltverfügung steigt durch technischen Fortschritt: Aneignung, Optimierung und Ansammlung sind Anforderungen und Stressfaktoren zugleich. Jene Beschleunigung kann bewirken, dass die Welt unnahbar fremd und leer, fast schon als totes Material erscheint, es fehlt der Zugang und winkt der Burnout.

Weltzeit

Die moderne Angst, quasi den Faden zur Welt zu verlieren, obwohl man sie zu kennen und zu beherrschen meint, hält Esoterikboom und Fundamentalismus den Steigbügel; diese sind bei jeder Ungewissheit sofort zur Stelle: ohnehin findet emotional aufgeladene und überladene Symbolik gerade dort ihr Zielpublikum und bietet allerlei Versprechungen.

Jedwedes Resonanzverhältnis aber ist ähnlich der Kommunikation aufgebaut: ein Buch quer zu lesen spart Zeit, doch fehlt dabei die Anverwandlung. Damit das Buch mich tatsächlich erreicht, berührt, etwas in mir bewirkt, muss ich mir Zeit nehmen, zulassen, dass überhaupt eine Resonanzbeziehung entstehen kann. Dasselbe gilt für die Rezeption von Musik, das Geniessen der Natur, die zwischenmenschlichen Beziehungen überhaupt — der Faktor Zeit bleibt allgegenwärtig und in der Tat bestimmend.

Intrusion und Inklusion

Hadi ist sieben Jahre alt und besucht die erste Schulklasse. Er ist ein Flüchtlingskind aus Afghanistan, wo seit über 35 Jahren Krieg und Terror herrschen. Sprachlich und sozial ist Hadi hier schlecht integriert, während seine Mutter nicht nur aufgrund sprachlicher Barrieren befangen ist: am Elternabend wirkt sie verschüchtert und verunsichert, blossgestellt und gar in die Enge getrieben.

In der Schule ist der kleine Hadi ziemlich unruhig und bereits mehrmals aggressiv gegenüber Mitschülern aufgefallen. Eine Art Einzelunterricht im Zimmer der Schulleitung hat er bereits hinter sich und nun wird Hadi ein selber bloss gebrochen Deutsch sprechender afghanischer Kriegsversehrter helfend zur Seite gestellt. Der beinamputierte Betreuer wird auch im Unterricht direkt neben Hadi platziert, um den Jungen irgendwie zu stabilisieren. Das ganze Unterfangen ist als kurzfristig angelegter Versuch gedacht, um dem bedauernswerten Hadi so noch eine letzte Chance zur Bewährung zu geben. Zudem soll diese möglichst günstige, bestenfalls kostenneutrale Aktion dazu dienen, den Unterricht künftig weitgehend störungsfrei abhalten zu können.

Ein kleines Fallbeispiel als traurige Groteske, in der die bittere Realität von Flüchtlingen selbst an einem Elternabend Thema wird.

Feuerstern

Einen lodernden Stern mit phantastischen Gas-Eruptionen stellt die NASA in einem Zeitraffer-Video ihres solaren Beobachters vor:

Bedenkt man, dass im Vergleich zum von jeher kultisch verehrten kosmischen Fusionsreaktor unsere Erde (nicht exakt massstäblich, aber pi mal Daumen) in der Normaldarstellung nicht einmal die Grösse des kleinen o erreicht, wirken die grandiosen Bilder surreal.

Im Vollbildmodus (Erde≈O) aber wird die Sache erst wirklich rund!

Flower Power

Desiderata

Go placidly amid the noise and haste,
and remember what peace there may be in silence.
As far as possible without surrender
be on good terms with all persons.
Speak your truth quietly and clearly;
and listen to others,
even the dull and the ignorant;
they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons,
they are vexations to the spirit.
If you compare yourself with others,
you may become vain and bitter;
for always there will be greater and lesser persons than yourself.
Enjoy your achievements as well as your plans.

Keep interested in your own career, however humble;
it is a real possession in the changing fortunes of time.
Exercise caution in your business affairs;
for the world is full of trickery.
But let this not blind you to what virtue there is;
many persons strive for high ideals;
and everywhere life is full of heroism.

 

Bansky, Flower Power, Flower Cocktail Bansky, Street Art, Graffity Bansky

[ˈbæŋkzi]

Be yourself.
Especially, do not feign affection.
Neither be cynical about love;
for in the face of all aridity and disenchantment
it is as perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years,
gracefully surrendering the things of youth.
Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune.
But do not distress yourself with dark imaginings.
Many fears are born of fatigue and loneliness.
Beyond a wholesome discipline,
be gentle with yourself.

You are a child of the universe,
no less than the trees and the stars;
you have a right to be here.
And whether or not it is clear to you,
no doubt the universe is unfolding as it should.

Therefore be at peace with God,
whatever you conceive Him to be,
and whatever your labors and aspirations,
in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its sham, drudgery, and broken dreams,
it is still a beautiful world.
Be cheerful.
Strive to be happy.

Max Ehrmann, 1927

Saturday Night Fever

Als die malerische Herbstsonne sich an diesem viel zu warmen Novembertag langsam aber sicher zur Ruhe legte, stand noch der Abholtermin bei der universell aufgestellten Apotheke an, welche jene mehrfach gegen den Erdmittelpunkt gerichtete Essenz für die Behandlung einer Kinderkrankheit bereit hielt, die natürlich sanft aber gründlich helfen solle.

Polizeikette, Schwarze Ritter, Demo Zürich

Vor dem pharmazeutischen Spezialgeschäft standen gerade gut gewappnet schwarze Ritter abwehrbereit und Furcht einflössend im Zwielicht quer über die Hauptstrasse. Mit Tränengasgewehren im Anschlag versperrten sie einer ebenfalls überwiegend schwarz gewandeten Gruppe von ca. 50 Demonstranten den Weiterzug. Feuerwerksraketen flogen in die Luft und es knallte laut. Schweizer Flüchtlingspolitik schien das Thema, aber dem Kind war dies völlig egal, es hatte Angst und da halfen auch gut geschüttelte Tropfen nicht weiter. Also war ein gründliches Gespräch nötig über im Nachhinein wie Selbsterfahrungstrips erscheinende Momente im Blaulicht geschwängerten Berlin der 80er, nächtliche Polizeiknüppel auf der Oranienstrasse und Reizgas im SO 36, über besetzte Häuser und das Demonstrationsrecht generell. Wie Südafrika wieder schwarz wurde und Teutonien eins. Über Wasserwerfer während S 21 und den tätowierten Verkehrspolizisten aus dem Kindergarten. Über Festnahmen und Verbrechen, Einbruch und Diebstahl, über Che Guevera bis schliesslich Krieg und dessen Folgen, nämlich Flüchtlinge. Moralisch war der Kreis endlich geschlossen, metaphorisch Ritter und Demonstranten aufgelöst im sprudelnden Chaos der Welt und das Kind schlief ein und durch.
Banal aber uff.

Zwiespalte

Synergetische Frequenzen am Reformationstag in der Zürcher Citykirche Offener St. Jakob:

Tags zuvor noch warnte Saïda Keller-Messahli am selben Ort dringend vor einem zunehmend jihadistisch motivierten Fundamentalismus, welcher gemäss ihrer auf einschlägigen Online-Foren erhaltenen Einblicke momentan mit den nach Europa kommenden Kriegsflüchtlingen eingeschleppt würde. Da wirkt eine Prise Sufi-Mystizismus fast beruhigend.
Aber nur fast.
Weil man einfach nicht weiss wer da wirklich ankommt.
Weil des Arabischen mächtige Experten zunehmend mahnen.
Weil Fundamentalismus ohne Fundament Schwarze Löcher macht.
Weil einst erfahrene Demütigung nicht akzeptiert werden kann.
Weil die Stimmung novemberhaft kippt.

Eiszwerge und Rote Riesen

Pluto, Charon, New Horizons, New Horizons 2015, NASA Mission Pluto, Planet Pluto

Wenn laut der kosmologischen Prophezeiung dereinst die Sonne sich zu einem bis an die Venus-Bahn heran reichenden Roten Riesen aufblähen wird und dabei die Erde kräftig aufkocht, könnte neben Saturn Mond Titan doch der herzallerliebste Pluto plus Gefährten ein angenehm kühles und schattiges Plätzchen bieten, falls die Erdlinge die nächsten 6,5 Milliarden Jahre halbwegs intakt überstehen. In der Zwischenzeit kann man das Terraforming nebst Kartoffeldiät auf dem Kollegen Mars üben, bevor wir dann flugs das Körpergewicht aufgrund geringerer Gravitation locker auf ein fünfzehntel reduzieren.

Rollenspiel

Dagie Brundert, Super 8, Super 8 Dagie, Solthurn S 8, S11

Mega-Spulen in Solothurn: „15 Meter in drei Minuten, macht in der Stunde 300 Meter, sind in also in 10 Stunden 3 Kilometer Film!“

Die in Sachen Super-8 international tätige Handlungsreisende Dagie Brundert präsentierte im beschaulichen Barockstädtchen Solothurn (CH) anlässlich eines Workshops einen Überblick über ihr filmisches Schaffen im letzten Vierteljahrhundert. Mittlerweile gelingt der umtriebigen Forscherin durch ihre in unzähligen Versuchsreihen kristallisierte alchemistische Erfahrung thematisch passend sogar güldenes Filmmaterial. Wow.

In Basel kann man die Grand Dame der Selbstentwicklung noch am kommenden Samstag leibhaftig erleben. Nix wie hin!

Wahlkrimi

Passend zum eidgenössischen Wahlkrimi spendiert Google ganz überraschend einen Tages-Doodle:

Google Doodle Election Suisse, Swiss Election 2015, Google Doodle

Der empor gestreckte Zeigefinger scheint mir in Zeiten von IS immer so auffallend autoritär und gar allzu fundamentalistisch besetzt. Aber gut, es gibt schliesslich Wahlpflicht. Zumindest in Schaffhausen; also im Kanton Schaffhausen. Dort drohen Nichtwählern nämlich 6 SFr Busse! Doch dafür käme der Doodle womöglich zu spät, weil Briefwahl in der Schweiz mittlerweile Usus ist, die Wahllokale bereits um 12 Uhr schliessen und das Ergebnis nur wenig später vorliegt, damit der Wahltag bloss nicht allzu lange und spannend gerät.

Mit der folgenden Prognose wird der Sonntag nun völlig entspannt:

    SVP 28,7%
    SP 19,1%
    FDP 17,5%
    CVP 9,9
    GL 5,5%
    GP 5%
    BDP 3%

So oder ähnlich gehts aus.
Im Zwergenland.
Beim Doodle.

Qualitativer Umschlag

Im aktuellen Schweizer Wahlkrampf hat die SVP wie immer das nötige Kleingeld für ihre Gaga-Propaganda. Sachthemen sind out, alberne Wahlspots in. Im September hatte die volkstümlich auftretende aber von Milliardären gesteuerte und finanzierte Partei den Titel einer Pendlerzeitung für ihre Banalitäten nebst üblicher Angstmache gebucht.

Jetzt wurde von über 12000 Crowdfundern dagegen gehalten und Titel plus Seite 2 gekauft:

Mir langets, SVP, Wahlkampf Schweiz 2015, CH Wahl 2015, Wahlwerbung

Offener Brief an die Chefredaktion des 20 Minuten

Ich gratuliere Ihnen! Heute, am 14. Oktober 2015, haben Sie es nach all den Jahren geschafft, eine gute Titelseite zu publizieren; erhellend ist, dass Sie für dieses Gelingen 138’531 Franken einstreichen und dass dieser geglückte Umschlag direkt an Ihr Versagen geknüpft ist. «Grundsätzlich» könne jede Partei inserieren und den Umschlag buchen, so formulierte es Ihr Sprecher Christoph Zimmer. Vielen Dank! Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich das die meisten Parteien nicht leisten können. Ein trocken zynischer Satz also? Nicht nur. Das Brisante liegt vielmehr im Wort «grundsätzlich». Man kann buchen, egal wer, egal was, «grundsätzlich» ist alles möglich, Hauptsache, der Batzen stimmt. Wir wissen um die Unsentimentalität des Kapitalismus, aber wie steht es mit Ihren Grundsätzen? Der Gebrauch des Wörtchens «grundsätzlich» weist geradezu obszön auf die Abwesenheit von Grundsätzen hin. Journalistische Ethik? Eine demokratische Grundsatz-Diskussion, ob es (in Zeiten des Wahlkampfes) vertretbar ist, den Umschlag zur «Buchung» freizugeben? Es steht jedenfalls fest, dass Sie sich an eine hetzerische Ideologie verkauft haben, deren Kaufkraft eine eminente Macht bedeutet; die Ideologie ist (auch) das, was sie zu kaufen vermag. Sie sind also – ohne eine Haltung zu haben – zum Steigbügelhalter des Populismus geworden, dafür müssen Sie sich verantworten. Fairerweise muss ich sagen, dass in Ihrem Fall wenigstens klar ist, dass Sie gekauft worden sind. Andere Zeitungen und Zeitschriften sind diesbezüglich schwieriger zu «lesen», das heisst, im Normalfall wird der brisante «Zusatzstoff» bei Medienprodukten nicht deklariert – warum eigentlich nicht? Aber diese Frage stelle ich jetzt an die Chefredaktion des «Du».

© Melinda Nadj Abonji, Zürich, Oktober 2015

Spam Poetry

Neues Juwel frisch aus dem Spamordner:

Ich bin Frau Tessy Enendu aus Kuwait. Ich bin an Herrn Anthony Enendu verheiratet. die mit Kuwait Botschaft in der Elfenbeinküste arbeitete fünf Jahre, bevor er im Jahr 2013. Wir waren für 11 Jahre ohne ein Kind verheiratet gestorben. Er starb nach kurzer Krankheit, die nur vier Tage dauerte. Vor seinem Tod waren wir beide Christen.

Seit seinem Tod habe ich beschlossen, nicht zu heiraten oder sich ein Kind außerhalb meines ehelichen Wohnung. Als mein verstorbener Mann lebt er hier in Abidjan hinterlegt die Summe von $ 5 Millionen (fünf) Millionen US-Dollar) in der Bank von Afrika war, Derzeit ist der Fonds immer noch mit der Bank, die vor kurzem Mein Arzt sagte mir, dass ich ernste Krankheit, Krebs Problem.

Die eine, die mich am meisten stört ist meine Krebskrankheit Nachdem bekannt mein Zustand habe ich beschlossen, diesen Fonds an eine natürliche Person, die dieses Geld die Art und Weise werde ich hier anweisen, Ich möchte eine Person, die diesen Fonds für Waisenhäuser, Witwen verwenden wird zu nutzen spenden, Verbreitung des Wortes Gottes und sich zu bemühen, dass das Haus Gottes wird immer beibehalten. Die Bibel hat uns zu verstehen, dass Selig ist die Hand, die, geben wird. Ich traf diese Entscheidung, weil ich nicht jedes Kind, dass dieses Geld erben müssen, Dies ist, warum ich bei dieser Entscheidung.

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Ich habe keine Angst vor dem Tod damit ich weiß, wohin ich gehe. Wieder ich brauche keine Telefon-Kommunikation in dieser Hinsicht wegen meiner Gesundheit. Sobald ich Ihre Antwort erhalten mit der Versicherung, dass Sie entsprechend wie gesagt handeln würde, ja, soll ich bei der Bank kontaktieren, um freundlich zu bewirken, die Fondsübertragung auf Ihr Bankkonto über es in Ihrem Land,

Ich möchte Sie und Ihre friedliche Familien, immer beten für mich, weil mein Arzt hat mir mitgeteilt, dass ich brauche, um eine Operation so schnell wie möglich zu unterziehen, die ich bete, dass der Herr dein Geist berühren und während Sie die richtige ist, dass Gott sein will gegen diese Projekt zur Unterstützung der Armen, Witwen, Waisenhäuser und am Ende zu verwenden, gibt dann sein Name wird durch Sie der Auserwählte zu verherrlichen werden.

In der Hoffnung auf Ihre Antwort erhalten sofort.

Gott segne euch und eure Familien mein Gebet Amen ist.

Mit freundlichen Schwester in Christus,
Tessy Enendu

Oh my gosh.

Der vom Schreibroboter entwickelte Dubstep-artige Rhythmus wird durch die stilsichere Zeichensetzung raffinierte kontrapunktiert. Das vorliegende Grundthema basiert auf dem legendären hohen C (wie Christ) und wird durch das universell tiefe k-moll (Krebs) in gefühlige Schwingung versetzt. Schon die Aussicht auf irdische Belohnung erscheint himmlisch, wobei die deutlich avisierten guten Taten karmatechnisch zusätzliche Euphorieschübe kreieren. Konträr dieser Gefühlslage und womöglich destruktiv wäre ein quasi kakaphonischer Telefonterror, welcher wohlweislich antizipatorisch und kategorisch negiert wird. Das hier in epischer Breite vorgelegte Kunststück nährt die Hoffnung auf weitere hochentwickelte ambrosische Sprachblüten der automatisierten Übersetzungstechnik.

Wahlschocker

Der Rechtsruck bei den anstehenden Schweizer Parlamentswahlen wird zwar moderat aber dennoch spürbar werden. Den konservativen Sonderweg in jene isolationistische Sackgasse, in der kleinstaatliches Rangieren immer umständlicher wird führt Ruth Schweikert in einem aktuellen Essay auf eine in mythischer Vergangenheit verorteten Fetischisierung zurück. Zeitgemässer sei vielmehr die Diskrepanz zwischen Utopie und Realität zu entschärfen, und «den utopischen Moment wieder in eine Zukunft zu transformieren».
Seit über 25 Jahren schafft es eine eigentliche Klientelpartei sich dank stramm national auftretender Knallchargen als allein seelig machender Gralshüter des Mythos Schweiz zu positionieren und leider verfängt gerade bei Jungwählern zunehmend die immanente Angstmache. So hat der Parlaments-Kandidat Glarner bereits früher solch griffige Reime wie «Maria statt Scharia» ersonnen und bedient gewohnt kurzbündig abendländische Ängste im Aargau.

Kopf ab, SVP, Wahl Schweiz 2015, Glarner, Kandidat Aargau Nationalrat,

Fremde Vögte stünden ohnehin lauernd parat, um dem Schweizer Volk seine Freiheit und der Jugend ihre Zukunft zu rauben, weiss der Kandidat und Glarner will nicht nur darum die Schweizer Armee künftig auf 500 000 Wehrdienstleistende verdreifacht wissen — schliesslich sei der Dschihad selbst innerhalb der Eidgenossenschaft längst Realität.

Kopf ab, SVP, Wahl Schweiz 2015, Glarner, Kandidat Aargau Nationalrat

Offensichtlich ist der Paranoiker aus dem Aargau völlig gaga und mich ärgert wiederum, auf solch plump vorgebrachte Anmache in Pawlowscher Manier reflexartig sabbelnd zu reagieren. Dabei ist der Aargauer längst unter uns.

Blauheit

Am 23. September erreicht unsere Sonne den Wendepunkt der laufenden Saison und wird der Königin der Nacht das Zepter zumindest vorläufig überlassen. Nach 89 Tagen Herbst folgen 88 Tage Winter, bevor im März die Sonne sich wieder spürbar erhebt und alles neu belebt.

Cyanometer, Farbenskala, Coleur du Ciel,Color of Heaven, Himmelsfarbe

Mit Hilfe eines nach Horace-Bénédict de Saussure rekonstruierten Cyanometers können wir derweil dank des noch vorhandenen Restlichtes weiterhin akkurat die Himmelsfarbe bestimmen und damit indirekt den Anteil des Wasserdampfes in der Atmosphäre. Die Farbe des Herbstanfanghimmels in Zürich war heute laut Skala zwischen 1 und 2, recht blauarm somit äusserst feucht.