Kategorie: Findlinge
Deutschlandtrend
In der Deuschschweiz wird zur Zeit tüchtig für Deutschland als Ferien/Urlaubs-Destination geworben. Zwar war und ist Berlin immer Thema reisefreudiger Zürcher, doch schon vor den letzten Sommerferien erstaunte mich das jüngst offensichtlich stark gestiegene Interesse an Wattwanderungen und Chiemgau. Ist das Währungsgefälle etwa noch stärker als die Gezeiten? Selbst von Schweizer Bekannten wurden meine Qualitäten als Reiseführer in Sachen Deutschland angefragt, obwohl ich das Land mittlerweile nur noch leicht verschwommen aus der Ferne wahrnehme.
Spannend, natürlich und überraschend — könnte glatt die Löwsche´ Philosophie beschreiben oder als Slogan ein beliebiges Wahlplakat zieren. Für die anstehende ganz grosse Koalition gölte dies erfahrungsgemäss jedoch nur sehr bedingt.
Kleinbank
Zürcher Hickhack
Noch immer warten beide Zürcher Erstliga-Vereine sowie deren Fans auf ein reines Fussballstadion. Der ursprüngliche bereits vom Volk beschlossene und zur EM 2008 einsatzbereit geplante Neubau am Hardturm kam wegen zahlreicher Einsprüche letztlich nicht zustande. Seitdem wird im Provisorium Letzigrund gekickt, einem zugigem Leichtathletik-Stadion. Die in Zürich ziemlich steuergünstig residierende FIFA könnte selbst ein Stadion mit Klimaanlage locker finanzieren, will sich jedoch nur an an einem reinen Sitzplatz-Stadion beteiligen. Dies wiederum wollen beide Zürcher Vereine nicht ihrer treuen Kundschaft in den jeweiligen Fan-Kurven zumuten.
Foto entliehen von: knappdaneben.net
Kommenden Herbst steht nun ein neuer Volksentscheid in Sachen Stadionbau an und die Stimmung kippt zusehends. Natürlich geht es im Meinungsstreit auch um den kulturellen Wert von Profi-Sport und der integrative Wert von Vereinssport wird angesichts der Balkanisierung der Schweizer Nationalelf ebenfalls thematisiert. Gegner des Projekts wollen für notorische Pyromanen partout kein Steuergeld aufgewendet wissen, zumal sich keiner der beiden Zürcher Fussballclubs an den Baukosten finanziell direkt beteiligt. Fussballsport scheint in der Dienstleistungsmetropole Zürich eben ein Hauch zu proletarisch zu sein. Während in der Industriestadt Basel jeweils 30.000 Zuschauer die Heimspiele besuchen, locken die Zürcher Teams selbst bei addiertem Zuschauerschnitt nur gut die Hälfte ins Stadion und wären damit in etwa auf Augenhöhe mit der Stadt Bern, deren Einwohnerzahl gerade mal ein Drittel beträgt. Dabei holten die Young Boys vor 27 Jahren ihren letzten Titel; allein in jener Zeit war der Grasshopper Club siebenfacher Schweizer Meister und der FC Zürich glückte dies immerhin dreimal. Allerdings sei hierzu angemerkt, dass die jeweiligen Präsidenten finanziell potente Gönner ihrer Clubs waren und den Erfolg zum grosen Teil aus ihrer Privatschatulle mitfinanzierten.
Professionelles Lächeln und Tschüss
Trotz wachsender Zuschauerzahlen bleibt der Schweizer Markt in Sachen Fussballsport recht übersichtlich und wird trotz kleinerer internationaler Erfolge eher als Ausbildungsstätte wahrgenommen. Zuviele Änderungen im Spielbetrieb und krachende Konkurse (Servette, Xamax) ramponierten in jüngster Zeit die Binnenreputation. Die Idee einer pannationalen Alpenliga (CH, LIE, AUT) gilt heute als überholt, doch die Fusion der nicht besonders eng befreundeten Zürcher Vereine ist wiederholt Thema.
Nur warum sollte man dem herzblütigen Vereinswesen die synergetische Schablone einer ach so freien Marktwirtschaft überhaupt überstülpen wollen? Vielleicht weil dann endlich Vereinsnamen wie Blau Weiss Red Bull oder Bimbesclub FIFA möglich wären.
Blutdurst
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht
Spacelabs fallen auf Inseln, Vergessen macht sich breit
Berge explodieren, Schuld hat der Präsident
Graue B-Film-Helden regieren bald die Welt
Idyllische Kreuzung im Zuger Land
Nice try
Delikat Essen LIII
Ballaballa
Wildwechsel
Obige Monsterschnecke war bereits die zweite ihrer Art welche ich nächtens im Familienbiotop aufspürte. Zur genauen Taxierung habe ich eine Franken-Münze beigelegt. Es sollen zwar noch grössere Nacktschnecken existieren, doch dieser enorme Tigerschnegel war mein bislang tollster Fund unter den wirbellosen Spezies. Übrigens sind diese Viecher Nützlinge; die (hunds-) gemeine spanische Wegschnecke steht beispielsweise ziemlich weit oben auf ihrer kulinarischen Wunschliste!
Fleischeslust
Geiler alter Sack sucht gut durchblutete Wertschätzung:
Ein grotesker Cocktail:
fatalistischer Glaube und fundamentalistische Email-Adresse
Delikat Essen LII
Playmobil
Die Stopptrickser aus Hannover bringen den ballverliebten Ringelpiez mit Anfassen für den britischen The Guardian auf den Punkt und verpassen letzterem zugleich das entsprechende Niveau:
Zero Points
Wie üblich riss die Schweizer Delegation beim ESC nicht allzu viel. Was soll auch eine homophobe Freikirche beim europäischen Hochfest der Gay Community? Die Armee ohne Namen war in Malmö ohne Uniform einfach schlaff, zu brav und viel zu bieder.
Warum nur huldigen die Eidgenossen meist allzu gerne dem scheinheiligen Konsens? Der Stoiker Jack war doch ein überaus valabler Kandidat im hiesigen Vorentscheid und ebenfalls völlig neutral ununiformiert. Yeah.
Maien
Maien in Prevorst (und im Brauch(!)wiki)
Vaporisator
Im Mai wird die Lo-Fi-Therapie dann auch leibhaftig durchgeführt.
Gebrauchswert
Knödelei
Auf vielfachen Wunsch heute ein Blick über den Tellerrand der Suppentruppe hinaus ins Schlaraffenland des Holzmichels, wo ein absoluter Topffavorit für den Malmöer Kochwettbewerb knödelt:
Knödeln üben? Da lang.
Bierverordnung
Zum baldigen Ende der Fastenzeit ein kleiner Warnhinweis:
Früher romantisierte Nebenwirkungen, heute stolze Preise
und schlechter Geschmack —> International Pintprice
Delikat Essen L
Holy Shit
Vatikan boinks dubwise:

















