Täuscher

Dokumentiert ist hier ein stämmiger Typ in kurzen Hosen und weissen Socken, der ohne Scheu zu seiner frauenverachtenden Meinung steht. Zuerst staunte ich über die offensichtliche Chuzpe des T-Shirt-Trägers, doch dann bat ich um ein Beweis-Foto, welches er mir — bei seiner handwerklichen Tätigkeit kurz innehaltend — freundlich gewährte.

Tauschhändler, Tausche Frau gegen Benzin, T-Shirt Mann

Die Ablösung der Urgöttinnen durch einen chauvinistischen Monotheismus wurde durch die ödipussige Furcht vor der lebensspendenden Kraft der Frauen ausgelöst und schuf Vorstellungen, in denen die Frau als Gebärmaschine und/oder Statussymbol tradiert sowie ein etwaiger Wertverfall durch rechtzeitiges Austauschen verhindert wird. Der Warencharakter der Frau wurde schliesslich bereits lange vor der kapitalistischen Doktrin ausgiebig in den heiligen patriarchalen Schriften thematisiert und ist auch heute noch die soziologische Ursache von Zwangsverstümmelung, Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution.

So wurden schon vor der Erfindung von Explosionsmotoren mancherorts Frauen gegen gängige Fortbewegungsmittel eingetauscht. Insofern beweist der Provokateur eine hinterfotzige Ironie, zumal der Benzinpreis latent ansteigt, die Frauenquote dagegen auch künftig eher bei stabilen 50 Prozent liegen dürfte.

Nutellafluch

Von Nutellafluch sprach man, seit die in den Werbespots mitwirkenden Fussballspieler nach Ausstrahlung der Clips auffallend häufig entweder durch Verletzung oder einen signifikanten Leistungseinbruch ihre Karrieren in der bundesdeutschen Nationalelf vorzeitig beenden mussten.

Nun aber produziert der Hasselnusscremefabrikant schon seit 2011 keine Werbevideos mehr mit kickenden Nutella-Boys. Trotzdem ist es dem Hobbyschweizer nach der nutellatypischen Verletzung von Marco Reus tatsächlich gelungen, eine an den Haaren herbeigezogene Neuköllner Brotaufstrich-Verschwörung aufzudecken.

Aber lesen Sie selbst:

Nutellafluch

Die Namensähnlichkeit von Wilhelm und Marco ist kein Zufall!

Wikingerschach

Glücklich, weil am Ende noch knapp, aber verdient hat Carlsen in seinem ersten Turnier als Weltmeister das Zürcher Schach-Spektakel gewonnen. Der Gegenwind für den Führenden ist tendenziell meist rau — mal abwarten, ob Magnus der Erste seine Segel wirklich so früh streicht, wie manch Szenekundige es bereits jetzt prophezeien. 64 Felder sind sicher nicht die Welt, aber zumindest für die crème-de-la-crème der Schachwelt eine dank zahlungskräftiger Gönner durchaus lukrative Parallelwelt.

Zurich Chess Challenge 2014, Hikaru Nakamura, Magnus Carlsen, Zürich Schach, Schachmuseum Kriens

Die spinnen, die Wikinger

Sah man Model-Athlet Carlsen eben noch im edlen Saale spielend am Schachbrett, findet man den Champ nun auf einem Werbeplakat hängend an der ganz gemeinen Bushaltestelle:

Magnus Carlsen Model, G-Straw Carlsen Kampagne, G-Straw Raw Kampagne 2014, Magnus Carlsen Werbung

Die immerhin von Schach inspirierte Kampagne findet ihre genretypisch virale Verbreitung via youtubeChess for Kids.

Jahresendfeuer

Der letzte Weltuntergang war ja ursprünglich für das Jahresende 2012 vorgesehen; doch nun stellt sich überraschend heraus, dass bei den damaligen Berechnungen der gemeine Zufall schlichtweg übersehen wurde, und nun überraschend die Endziffer 13 zur Zusatzzahl wurde…

• -> http://de.ria.ru/society/20131130/267388165.html

Sprachwissenschaft

Is there no thinking without the use of language?

Als höriger On-U-Sound Mafioso faszinierte mich einstens Language & Mentality von African Head Charge — Studio Dub mit Einstein Akzent.

Hier das Radio-Essay im Original, welches Albert Einstein 1941 an die Britische Wissenschaftsgemeinde adressierte:

Perfection of means and confusion of goals seem — in my opinion — to characterize our age.