Auf vielfachen Wunsch heute ein Blick über den Tellerrand der Suppentruppe hinaus ins Schlaraffenland des Holzmichels, wo ein absoluter Topffavorit für den Malmöer Kochwettbewerb knödelt:
Knödeln üben? Da lang.
Auf vielfachen Wunsch heute ein Blick über den Tellerrand der Suppentruppe hinaus ins Schlaraffenland des Holzmichels, wo ein absoluter Topffavorit für den Malmöer Kochwettbewerb knödelt:
Knödeln üben? Da lang.
Zum baldigen Ende der Fastenzeit ein kleiner Warnhinweis:
Früher romantisierte Nebenwirkungen, heute stolze Preise
und schlechter Geschmack —> International Pintprice
Vatikan boinks dubwise:
»When you are full of fire, what’s the object you desire?«
Der ekstatische Rhythmus mit der lamentierenden, teils stark verzerrten Stimme haut schon allein ganz gut rein und tönt bisweilen wie Throbbing Gristle auf Amphetamin. Der dazugehörige Kurzfilm der feministischen Regisseurin Marit Östberg thematisiert Cross-Dressing und Transgender.
Gospel-Blues im Korsett von Chain-Gang-Rhythmus und Stromgitarre:
http://vimeo.com/35896162
Wie kommt Exportschlager Blixa in den Clip?
Für Neumann: Covergirl macht Dub-Cover
https://www.youtube.com/watch?v=jgL1C56_k2Y
Diese Version eines Joy Division Klassikers blieb 33 Jahre von meinem Dub-Radar unerkannt. Hätte ich der Dame überhaupt nicht zugetraut…
Herbstzeit. Gute Zeit, um mal rüber ins Mädelszimmer zu transzendieren:
Die Lautmalereien und Stimmlage der Sängerin erinnern bei diesem Werk deutlich an CocoRosie, aber mit richtig Butter bei die Fische statt Fisher-Prize! Dazu noch eine ganz tolle Mikrolampe und die Arppegien zupft der Musiker seelenruhig auf einem ulkigen Instrument. O Canada!
Neulich auf einem Zürcher Spielplatz erzählte ein kleines Mädchen ihrer Mutter vom Kindergartentag. Dabei erwähnte das Kind, dass die Kindergärtnerin „Ufgabe“ gestellt hätte. Sofort verbesserte die Mutter sehr bestimmt, es hiesse nicht „Ufgabe“ sondern „Ufgobe“; bei ihnen daheim würde schliesslich Baseldütsch gesprochen und nicht Züritüütsch!
Aufgrund solch mundartlicher Feinheit und deren unbedingter Wichtigkeit war der Hobbyschweizer schlichtweg baff und neugierig, machte doch die Mutter ansonsten nicht gerade den Eindruck einer volkstümmelnden Landpomeranze. Nach intensiven Nachforschungen verfing sich dann eine aufschlussreiche Alemannische Sprachkarte im Netz.
Und der Hobbyschweizer hat jetzt gelernt, dass Basel (Stadt) eine Niederalemannische Insel in der Schweiz ist und die stolzen Insulaner sich nie (und schon gar nicht von Zürchern!) ein a für ein o vormachen lassen, sondern ihren Dialekt gut pflegen – gestern, heute und morgen.

Stilleben im herbstlichen Laubbläserkonzert.
Am 22. September um 16:49 MESZ erreicht die Sonne den Herbstpunkt und macht sich hierorts rar. Während sich das Zentralgestirn im nächsten Halbjahr vorwiegend auf der Südhalbkugel tummelt, zeigt sich der Vollmond hingegen in höchsten Höhen am nördlichen Firmament. Diese kosmische Wippe ist das Resultat von Ekliptik und Bahnneigung.
Im Sommerhalbjahr verläuft die Bahn der Sonne und Planeten tagsüber hoch und steil und nachts tief und flach, im Winter ist dies umgekehrt. Die jeweiligen Schnittpunkte von Ekliptik und Himmelsäquator markieren Frühling bzw. Herbst. Dazu die 23,4° Erdbahnneigung zur Sonne plus 5,2° der Mondbahn zur Erde mal der Anziehungskräfte von Sonne, Erde und Mond und fertig ist ein komplexes Dreikörperproblem.
Ist aber alles halb so wild, solange uns der Mond nicht auf den Kopf fällt…
In Zürich ist die soziale Kontrolle für Hündler glücklicherweise derart streng, dass selbst Kleinkinder kaum in Hundekacke fallen. Jenen Zwang zur Tüte wünschte ich mir auch für die munter umher streunenden Hauskatzen im Familienbiotop. Diese Viecher koten und pissen riechbar laut und völlig ungeniert in der Vorgartenbotanik. Vermutlich gibt es bei der Pflegefamilie zwar Dosenfutter satt, hingegen kein Katzenklo mehr. Mittlerweile sind die Tiere soweit degeneriert, dass sie freilaufend ihre Hinterlassenschaften erst gar nicht mehr verscharren.
Bevor ich mich nun mit einer Loveparade-Wasserpumpgun auf die Lauer lege und hier vollends lächerlich mache, habe ich als Sofort-Massnahme im Garten einen ziemlich deutlichen Warnhinweis angebracht:
Wirkt Wunder: lediglich einmal Katzendreck innnert zweier Wochen!
(Und der wurde postwendend in Frauchens Garten zurück geschaufelt…)
In der Siedlung kommen auf einen Hund locker zweieinhalb Katzen und unter dieser Anomalie leidet nicht nur der Hobbyschweizer, sondern auch seine neuste Freundin, die nützliche Blindschleiche. Zumindest zwei. Erstere konnte sich — nur leicht verwundet — vorläufig noch ins Gebüsch retten. Von der zweiten wurde unter Zuhilfenahme einer Sollbruchstelle in höchster Not rasch das zur Ablenkung vorgesehene Schwanzstück 
abgeworfen, welches sich zu meinem grossen Erstaunen minutenlang (!) weiter schlängelnd fortbewegte. Als die Katze im blutrünstigen Spielrausch aber dann noch etwas mehr vom verbliebenen grösseren Teilstück abbiss, hatte die nun arg verkürzte Echse verständlicherweise keine besondere Lust mehr, ihrer fortschreitenden Zerstücklung weiterhin live beizuwohnen.
Zweifelsohne schade um die hübschen Schleichen, stehen sie doch in vorderster Front im gemeinsamen Kampf gegen die Vorherrschaft der Nacktschnecken, vor allem gegen die besonders verfressene Spanische Wegschnecke. Wie zum Trost wurde nach einer der täglichen Chefvisiten neulich ein bislang noch unbekanntes Häufchen auf dem Rasen eindeutig als Igel-Losung identifiziert. Das Stacheltier hat Schnecken ebenfalls zum Fressen gern und ist gegen Hauskatzen weitgehend immun – hurra!
Und vielleicht kommt ja auch mal ein Neumann Marder zu Besuch…
Ick sitz an‘ Tisch und esse Klops
uff eenmal klopts.
Ick kieke, staune, wundre mir,
Uff eenmal jeht se uff, die Tür!
Nanu, denk ick, ick denk nanu,
Jetz is se uff, erst war se zu.
Ick jehe raus und kieke
Und wer steht draußen? – Icke.
(Entnommen aus: Ewald Harndt, „Französisch im Berliner Jargon“, Verlag Das Neue Berlin, 1990)
I am tired, I am weary
I could sleep for a thousand years
A thousand dreams that would awake me
Different colors made of tears

(Satellitenbild von Hinode; hier gut erkennbar ist der Lomosonov-Effek)
Ein inspirierender Moment für meine universelle Autoreferenz war der Venus-Transit 2004. Schon frühmorgens, ausgestattet mit der einfachen SoFi-Berille war ich begeistert, als meine Augen den dunklen Fleck auf der Sonnenscheibe tatsächlich auflösten.
Doch richtig klar wurden mir die kosmischen Dimensionen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft erst in der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow. Dort, am Sonnenrefraktor, konnte ich die Kugelgestalt der Venus tatsächlich erahnen und der sich einstellende 3-D-Effekt von Raum war einfach phantastisch.
Noch heute blubbert hin und wieder ein wenig dieser Erkenntnis-Euphorie ins Bewusstsein und nordet mich neu ein. Mehr Trance zum Transit dort.

Freudscher Vierklang mit treffendem Schlussakkord. Merci!
Ein besonderer Blindgänger ist der Ex-Schweizer, dann Dänische und jetzt Luxemburgische Telekommunikator Sunrise, dessen nervtötender Warte-Jingle (intonierte Nächstenliebe eines christlichen US-Musikers) allmählich eine Angstneurose mit schröcklichen Gewaltphantasien auslöst. Seit dem Wohnungswechsel tutet weder Festnetz noch tuts das Web, nur ein labiler Surfstick (der innert fünf Minuten dreimal aussteigt) hält die Verbindung zur digitalen Parallelwelt halbwegs aufrecht.
Immerhin ist es nach drei Wochen Warteschleiferei gelungen zum Level 2 Support vorzustossen, von dem das leibhaftige Erscheinen eines Technikers verkündet wurde. Vor drei Tagen. Für morgen oder „Leider kann ich mich da nicht ganz festlegen“ übermorgen. Im Level 2 Experten Team sind scheinbar die verbliebenen Checker in der outgesourcten Servicewüste Sunrise. Zumindest fühlt man sich dort annähernd ernst genommen und wird nicht einfach von einem Callcenter in Berlin (!) zur nächsten dubiosen Inkompetenz weiter vermittelt. Das Experten-Team muss nun eine Fremdfirma beauftragen und das kostet halt Profit. Darum sind mehrere Entscheidungsinstanzen dazwischen geschaltet und der arme Kunde lebt halt solange enthaltsam — „all you need is a sunrise“…
Nach „Kein Problem. Nach Ihrem Umzug funktioniert alles wie gewohnt.“ über „Wird leider erst in acht Tagen aufgeschalten“ zu „In zwei Tagen. Vielleicht.“ fühlt man sich regelrecht genasführt und langsam ziemlich weich gekocht. Wahrscheinlich hat das Methode, weil man — sollte es dem Laden irgendwann tatsächlich gelingen das Netzkabel richtig herum einzustecken — dann für ewig mega dankbar ist, ob der wundersamen Dienstleistung in solch schwierigen Zeiten von Profitmaximierung und Shareholdervalue.
Übrigens sehr geschickt von der Firma Heuschrecke, sich selbst bei Ortswechsel eine einjährige Kündigungsfrist vorzubehalten.
You get what you pay for hör ich es in meinen Ohren klingeln. Jaja. The loser´s standing small tönt es weiter und ist dennoch besser als das zynisch klingende arg geschönte Marketinggedöns.