Derby

Aus dem Spielbericht der Pendlerzeitung 20 Minuten:

Der Vortrag zum Thema «Fussball als Lebensschule» von Fifa-Präsident Sepp Blatter hat am Dienstagabend etliche Demonstranten auf den Plan gerufen. Sie riefen vor dem ETH-Hauptgebäude etwa «Scheiss Blatter – scheiss Mafiosi».

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Nebelpetarde in der Zürcher Uni

Die Polizei brachte sich am frühen Abend in Kampfausrüstung in Position. Um zirka 18 Uhr sah es zuerst so aus, als würde sich die Demonstration auflösen. Doch dann stürmten plötzlich mehrere Dutzend Demonstranten durch einen Seiteneingang in das Innern der ETH. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt den Vorfall. Die Demonstranten versuchten in den Vortragssaal zu gelangen und zündeten ausserdem ein paar Rauchbomben. Der Lärm lockte zahlreiche Studenten aus den Hörsälen.

Die Demonstranten versuchten anschliessend, in den Vortragssaal vorzudringen, doch bewegten sich zuerst in die Falsche Richtung. Dies ermöglichte der Polizei sich in Stellung zu bringen und sämtlich Eingänge zu blockieren, so dass sich die rund 100 Personen nur in einem Teil des Gebäudes aufhalten konnten, bevor sie sich wieder zurückzogen.

Danach demonstrierten sie offenbar in der Innenstadt weiter. Wegen der Demonstration kam es am Dienstagabend auf den Zürcher Tramlinien 2, 3, 6, 7, 8, 9, 11, 13, 14 und 17 während rund zwei Stunden zu Verspätungen und Umleitungen.

Feindbild

Ja nein, entweder oder. Schwarzweissdenken ist fussballtypisch, quasi immanent. Darum und trotzdem auch hier der rot-weisse TV-Tipp: Mittwoch, 15. 10. 2014 um 20.15h auf ARD

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Dass es überhaupt zu diesem Film kommen konnte, liegt zum guten Teil an den noch unlängst durch den Verein die Fussball-AG verfemten Ultras von der Schickeria München, die seit langem beharrlich an den einstigen Präsidenten erinnern. So gibt es seit bald zehn Jahren  das  von der Schickeria alljährlich veranstaltete antirassistische Kurt-Landauer-Turnier. Eine Landauer-Fahne weht schon lange vor der erst 2013 und damit 52 Jahre verspätet erfolgten Ernennung zum Ehrenpräsidenten in der Fankurve. Jetzt wird die politisch aktive Gruppierung sogar vom grossen DFB heilig gesprochen mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet, und das völlig zurecht.

Zugabe:
Aufschlussreich für die FCB-Geschichte ist die bereits 2005 in Duisburg vom Journalisten und Schiedsrichter Alex Feuerherdt vorgetragene Analyse über Deutsche und Linksdeutsche Ressentiments gegen den FC Bayern München.

Vamos, vamos a ganar

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Photo: Marcos Lopez; dazu noch das Tagebuch eines Hobby-Argentiniers

Was hat uns die Weltregie nicht alles gezeigt: zuhauf schluchzende Männer, unfaire Torhüter und noch unsportlichere Reservisten, hautenge Puma-Trikots, gedemütigte Gastgeber und viele heftig herausgeputzte Fans. Nie habe ich mich so über ein Griechisches Tor gefreut, als über den in allerletzter Minute verwandelten Elfmeter. Nie war ich mehr Fan von Winzer Pirlo, als gegen Engelland in Amazonien. Nie fühlte ich mehr mit meinem Gastland, als nach dessen unglücklichen Ausscheiden. Nie war ich fassungsloser, als nach dem fünften Tor im absurd einseitigen Halbfinale. Und nie war eine WM geschönter, als dieser glasierte Realitätsersatz vom Zuckerhut. Und selten war ein Logo prophetischer

Nutellafluch

Von Nutellafluch sprach man, seit die in den Werbespots mitwirkenden Fussballspieler nach Ausstrahlung der Clips auffallend häufig entweder durch Verletzung oder einen signifikanten Leistungseinbruch ihre Karrieren in der bundesdeutschen Nationalelf vorzeitig beenden mussten.

Nun aber produziert der Hasselnusscremefabrikant schon seit 2011 keine Werbevideos mehr mit kickenden Nutella-Boys. Trotzdem ist es dem Hobbyschweizer nach der nutellatypischen Verletzung von Marco Reus tatsächlich gelungen, eine an den Haaren herbeigezogene Neuköllner Brotaufstrich-Verschwörung aufzudecken.

Aber lesen Sie selbst:

Nutellafluch

Die Namensähnlichkeit von Wilhelm und Marco ist kein Zufall!

Töggelichaste

Am nämlichen Abend an jenem Madrid in Lissabon gegen sich selbst Fussball spielte, veranstalteten die Zürcher Tischfussballer ihren Abschlussball im GZ Heuried. Nicht wenige Teilnehmer trugen sichtlich stolz das Trikot ihres (Tischfussball-) Vereins. Die ungezwungene Atmosphäre wurde akustisch mit Musikkonserven von Lemmy Kilmister & Co. untermalt und zusätzlich von Grillschwaden sowie diversen anderen Inhalaten olfaktorisch akzentuiert.

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Doch die Lässigkeit schien nur vorgetäuscht — auch hier musste das Runde möglichst passend ins Eckige. Auch hier lauerte das Drama von Auf- oder Abstieg. Auch hier ging es um Sieg oder Niederlage, letztlich also um Pokale und Medaillen.

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Bald werden an dieser Stelle noch mehr aufschlussreiche Details über das Schweizer Kastenwesen enthüllt; dann aber geht es schlicht um den Inhalt des berühmt-berüchtigten Chuchichäschtlis.

Voll Panne

Das Panini-Fieber grasiert momentan heftig und führt zum rapiden Schwund des Sackgeldes. Natürlich blüht auch der Tauschhandel; Edel-Reservist Shaqiri ist dank Heimvorteils drei beliebig andere Kicker wert. Darüber hinaus spielen die Kids in der Zwergensiedlung so eine Art Schlagspiel, um rasch und günstig an noch mehr Bildchen zu kommen.

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Zuerst legt jeder Duellant eines seiner Panini-Bildchen verdeckt auf den Boden, dann wird um den Erstschlag geknobelt und anschliessend mit der flachen Hand auf die beiden Bildchen geschlagen. Falls sich eines oder beide durch Schlagwirkung bzw. den kurzfristigen Unterdruck auf die Portraitseite drehen, sind diese gewonnen. Ansonsten wird solange weiter gedroschen, bis die Bildchen ihren rechtmässigen Besitzer finden. Freilich leiden die Bildchen unter dieser Behandlung etwas, aber kleben tut eh kaum einer…

Zürcher Hickhack

Noch immer warten beide Zürcher Erstliga-Vereine sowie deren Fans auf ein reines Fussballstadion. Der ursprüngliche bereits vom Volk beschlossene und zur EM 2008 einsatzbereit geplante Neubau am Hardturm kam wegen zahlreicher Einsprüche letztlich nicht zustande. Seitdem wird im Provisorium Letzigrund gekickt, einem zugigem Leichtathletik-Stadion. Die in Zürich ziemlich steuergünstig residierende FIFA könnte selbst ein Stadion mit Klimaanlage locker finanzieren, will sich jedoch nur an an einem reinen Sitzplatz-Stadion beteiligen. Dies wiederum wollen beide Zürcher Vereine nicht ihrer treuen Kundschaft in den jeweiligen Fan-Kurven zumuten.

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Foto entliehen von: knappdaneben.net

Kommenden Herbst steht nun ein neuer Volksentscheid in Sachen Stadionbau an und die Stimmung kippt zusehends. Natürlich geht es im Meinungsstreit auch um den kulturellen Wert von Profi-Sport und der integrative Wert von Vereinssport wird angesichts der Balkanisierung der Schweizer Nationalelf ebenfalls thematisiert. Gegner des Projekts wollen für notorische Pyromanen partout kein Steuergeld aufgewendet wissen, zumal sich keiner der beiden Zürcher Fussballclubs an den Baukosten finanziell direkt beteiligt. Fussballsport scheint in der Dienstleistungsmetropole Zürich eben ein Hauch zu proletarisch zu sein. Während in der Industriestadt Basel jeweils 30.000 Zuschauer die Heimspiele besuchen, locken die Zürcher Teams selbst bei addiertem Zuschauerschnitt nur gut die Hälfte ins Stadion und wären damit in etwa auf Augenhöhe mit der Stadt Bern, deren Einwohnerzahl gerade mal ein Drittel beträgt. Dabei holten die Young Boys vor 27 Jahren ihren letzten Titel; allein in jener Zeit war der Grasshopper Club siebenfacher Schweizer Meister und der FC Zürich glückte dies immerhin dreimal. Allerdings sei hierzu angemerkt, dass die jeweiligen Präsidenten finanziell potente Gönner ihrer Clubs waren und den Erfolg zum grosen Teil aus ihrer Privatschatulle mitfinanzierten.

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Professionelles Lächeln und Tschüss

Trotz wachsender Zuschauerzahlen bleibt der Schweizer Markt in Sachen Fussballsport recht übersichtlich und wird trotz kleinerer internationaler Erfolge eher als Ausbildungsstätte wahrgenommen. Zuviele Änderungen im Spielbetrieb und krachende Konkurse (Servette, Xamax) ramponierten in jüngster Zeit die Binnenreputation. Die Idee einer pannationalen Alpenliga (CH, LIE, AUT) gilt heute als überholt, doch die Fusion der nicht besonders eng befreundeten Zürcher Vereine ist wiederholt Thema.
Nur warum sollte man dem herzblütigen Vereinswesen die synergetische Schablone einer ach so freien Marktwirtschaft überhaupt überstülpen wollen? Vielleicht weil dann endlich Vereinsnamen wie Blau Weiss Red Bull oder Bimbesclub FIFA möglich wären.

Who is who

Die Finalstimmung war zwiespältig. Die supranationale Meisterschaft eines internationalen Wettbewerbs zwischen Vetretern nur eines Landes auszuspielen, hat, hm, eigentlich gar keinen Geschmack. Real Madrid gegen Bayern oder Dortmund gegen Barcelona klingt doch viel eher nach einem Leckerbissen als hausgemachter Eintopf. Obwohl der Gewinner bereits vorher feststand, war das Finale scheinbar gar nicht so schlecht; gesehen habe ich schlussendlich aber bloss Fragmente. Der freiwillige Verzicht auf häusliches TV ist erziehungstheoretisch vielleicht sowieso fragwürdig und Internet ist ja schön und gut, aber nicht bei der deutsch-deutschen Heimkehr ins fussballerische Mutterland. Da fehlt einfach was, Publikum zum Beispiel. Die Live-Atmo, das Menschelnde, der Geruch von Schweiss, Angst und wasweissich. Ja, was wusste ich schon…

Also ging ich fast pünktlich los zu der angesagten Sportbar am Idaplatz, wo einen als erstes die gleich am Eingang platzierte Hulk Hogan-Figur in voller Kampfmontur und Lebensgrösse lauernd beäugt. Dann endlich das typische Fluidum von stramm überfüllter Kneipe, nämlich eine ihr Verfallsdatum längst überschritten habende sauerstoffarme Luft mit deutlich wahrnehmbaren Nikotin-, Deodorant- und Alkoholanteilen. Der Wahl-Zürcher Rosenzüchter und Pay-TV-Kommentator Reif haut dann irgendwann die dem wohl momentan herrschenden nasskalten Klima entsprechende Metapfer „Im Mehltau der Taktik“ raus, was eine der zahlreichen weiblichen Zaungäste zu einer etwas überflüssigen Bemerkung veranlasst. Überhaupt hält die blonde Deutsche fast nie die Klappe und hat anscheinend hochgradiges Küppli-Fieber und ist für den BVB. Da sind mir die zwei artig gelbe Trikots tragenden Dortmund-Fans direkt vor mir viel lieber; beide hoch konzentriert aufs Wesentliche, nämlich das Spiel. Der eine hat sogar extra ein niedliches Kreuz aus Kreppband über seinen schwarzgelben Götze 10-Rücken geklebt. Die zwei deutschen Gastarbeiter links neben mir unterhalten sich etwas zu laut über ihre ach so tollen Jobs bei UBS und anderen Geldwäschereien und scheinen gar nicht zu begreifen, dass heute Abend „wichtig-ist-auf-dem-Platz“ gespielt wird. Als kurz nach der Halbzeitpause die Teutonien regierende Kanzlerin eingeblendet wird und ein erheblicher Teil meiner verblendenter Landsleute in blinder Heimatliebe tatsächlich in „Angie-Angie“-Sprechchöre verfällt, ist mir der Spass vergangen und genommen und ich weiche freiwillig vor derart Deutschtümmelei im Ausland.

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Bei der ziellosen Überlegung, ob ich denn überhaupt noch etwas von der gerade stattfindenden Live-Übertragung von „Made-in-Germany“ erdulden mag, stosse ich in der Langstrasse auf eine ausgelassene Gruppe sich intensiv unterhaltender taubstummer Jugendlicher, deren Anblick mir irgendwie sympathisch erscheint. Die hinter dem animierenden Treiben liegende Eckkneipe bietet einladend eine Grossleinwand, airkonditionierte Luft und deutsches Qualitätsfernsehen ohne Reif. Beim Eintreten registriere ich erstaunt, dass ich während meiner Ziellosigkeit das Führungstor der Roten verpasst habe, bin aber rechtzeitig zum Elfmeter für die Gelben wieder richtig drin im Spiel. Ich bin mir relativ sicher, dass der Grüne von den Roten den gelben Penalty halten wird. Als dann wider Erwarten der Ball eindeutig im Netz zappelt und der ganze Laden aus voller landsmännischer Freude tobt, bemerke ich, dass hier gar keine Taubstummenparty stattfindet, sondern es sich bei der Eckkneipe um ein fest in Secondo-Hand befindliches türkisches Internetcafe handelt! Gündogan, oweh, können die Roten nicht mal den Özil Mesut hoam bringen? Ich jedenfalls nichts wie raus, das Spiel geht unentschieden weiter.

Da kommt mir die Mars-Bar in den Sinn, eine Hardcore-Fussballkneipe, die gerne von relativ entspannten FCZ-Anhängern frequentiert wird und wo ich vorurteilsbewusst keinerlei trikottragende Teutonen oder scheinassimilierte Türken erwarte. Kaum bin ich drin, klärt ein Gelber vor einem einschussbereiten Roten gefühlte 3,8 Zentimeter vor dem linken Torpfosten. Einfach unglaublich, der Ball war doch schon drin! Wahnsinn, wie der Gelbe das Runde da noch weg haut. Reeeeschpekt. Zeitgleich mit dem brillanten Tackling ertönt neben mir ein emotional total durchgeknallter Gelbseher, dessen Gesichtsfarbe rasch ins Rote wechselt. Der hochdeutsche Berserker brüllt mittlerweile inbrünstig und mit einer nach dringend stationärer Behandlung schreiender Lautstärke eigentlich unaussprechbare Verwünschungen gegen die rote Nummer 33 samt dessen überhaupt nicht mit tuender Mutter. Mannomann. Ich fühlte mich an die späten 90er erinnert, als ich in einer Kreuzberger Institution namens Weisse Taube ein Spiel Gelb gegen Rot verfolgte, welches meine damals noch akute Fussballfaszination aufgrund der an jenem Abend im bierseligen Kneipenpublikum erlebten Agressivität erheblich und nachhaltig linderte. Überhaupt ist die fehlende Bereitschaft zur abgeklärten Abstraktion, eine durch zahlose Seven-Army-Gewaltmärsche scheinbar verloren gegangene gesunde Distanz zu der hemmungslosen Event-Sucht das wirklich Abschreckende im modernen Fussball-Spektakel.

Noch bevor sich der irrsinnig gewordene Typ wieder ein kriegte, war ich wieder an der frischen Luft.

Das an den vielstrangigen Geleisen, welche alle zum naheliegenden Zürcher HB führen, gelegene Piccolo Giardino war dann mein kleines persönliches Finale. Keinerlei Hektiker am Start, Alkoholpegel der Gäste im Schweizer Normalbereich und gute Bildqualität im kühlen Freien. Detail am Rande: keine Frontalbeschallung, sondern der Sound wird mittels kleiner Transistorradios auf FM 104kommasonstwas in tischgerechten Häppchen sanft serviert. Schöne Sache das. Das Wichtige ist wieder auf dem Platz und der ganze Rest im Äther. Kurz darauf sieht man die Kräfte der Gelben langsam schwinden. Rot drückt, schiesst oft und trifft zu guter Letzt ziemlich schön. Lautlos bereite ich kurz die Arme in die eiskalte Vollmondnacht und wandle anschliessend stocknüchtern aber seltsam erheitert zurück auf meinen heimatlichen Berg. Zudem war die Gewissheit, dass man sich nicht mir nichts, dir nichts einfach einen Verein aussuchen kann, weil einen der Verein nämlich schon selber aussucht, wieder viel viel deutlicher zu spüren. Unterwegs schnappe ich noch die üblichen TV-Bilder von weinenden Verlieren und überschwänglichen Siegern auf. Einige der Sieger haben ihre jeweiligen Nationalfahnen um die Hüften geschlungen — einem der übermütigen Roten hängt ein weisses T-Shirt aus der Sporthose, auf dem ein schlichtes Herz nebst den Worten Papa und Mama prangen. Dieses Schlussbild steigerte meine Erheiterung ins fast schon Groteske und ich war mit dem Abend zur Gänze versöhnt.

Hauptversammlung

Hochkultur kommt vor dem Fall:

Was dem einen ist sein Triple ist dem anderen sein Puma Underdog. Dass international agierende Fussballkonzerne Emotionen verkaufen — geschenkt; dass Kunst Emotionen bedient dito. Dass aber hoch subventionierte bürgerliche Kultur sich ungeniert anbiedert einem idiotischen Massenfanatismus zu frönen, ist grenzdebil. Mindestens.