Opferrolle

Kaum ist die Ausschaffungs-Initiative angenommen, wird hartherzig ausgeschafft und pikanterweise ist der Initiant selber das erste Opfer.

Die SVP steht nämlich für den sonnabendlichen Programmparteitag plötzlich ohne die vorgesehenen Räumlichkeiten da. In der einen tagt bereits der Gewerkschaftsbund UNIA und will partout nicht mit der Volksseele unter einem Dach sitzen. Die als Ausweichquartier auserkorene Universität Lausanne sagte wegen drohender Proteste ab und andere Örtlichkeiten stehen im Kanton Waadt in der notwendigen Grösse schlichtweg nicht zur Verfügung.

Herbergsloses Bibbern in der Weihnachtszeit

Zum Glück hat ein örtlicher SVP-Scherge etwas Grundbesitz in der Nähe von Rolle am Genfer See und jetzt findet der Parteitag halt in frischer Landluft statt.

Viel Hirn wird dabei trotz der prognostizierten minus fünf Grad vermutlich nicht erfrieren — die Reden sind zackig kurz und der ganze Spuck wird schon nach gut zwei Stunden vorüber sein.

Für die SVP ein Wahlkampfauftakt nach Mass, kann man doch als eidgenössischer Märtyrer prima weiter an der selbstgebastelten Legende stricken…

2 Gedanken zu „Opferrolle

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