Dem zuletzt in Bolivien kindergärtnernden Comandante zum einundachtzigsten:

Auf der überladenen und zäh ladenden Kulturseite von San Cristóbal de La Habana (edit 2018: Che-Song-Liste jetzt dort) findet man allerlei biographische Details zu Ernesto Guevara de la Serna. Ganz besonders beeindruckend ist die schier unzählige Liste von Interpreten der Comandante Che Guevara zum Abschied gewidmeten und (wahrscheinlich) populärsten zeitgenössichen Heldenhymne.
Für Sammler, Hardcore-Fans und solche die eventuell beides werden wollen tut sich dort eine wahre Goldgrube auf, in der man Preziosen findet wie Grupo 5u-4-Danae mit ihrer mondän anmutenden bigbandigen Interpretation, wo Grupo Tabacalero angestrengt realsozialistisch neutönt, die fast unverschämt unwissende Actrice Nathalie Cardone peppig-popig auf fünfhunderttausendfachen Kundenfang geht und der aufrecht (!) gebliebene altlinke Robert Wyatt eine eigenwillige Duftmarke setzt.
Geradezu unerhört wie viele Klangartisten sich an dem bald 50 Jahre alten Klassiker ausprobiert haben. Fast erholsam hingegen erklingt die Version des Komponisten Carlos Puebla selbst: einfach ist oft schlicht gut.