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In Zürich wird das Oktoberfest bis in den November hinein gefeiert, während das Original schon vor 140 Jahren geschäftstüchtig in den meteorologisch eindeutig optimistischeren September verlegt wurde.

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Sowieso erstaunlich, dass trotz aller Ressentiments gegenüber den nördlichen Biertrinkern das bescheidene Plagiat inmitten der Stadt seit bald 20 Jahren ausgerichtet wird.

Pecunia non olet und Schweinebraten mit Gemütlichkeit im Landhausstil über alles! Heute ist auszapft, und das ist auch gut so…

Entdämonisierung

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Bruno Weber sah mit Zottelhaar und Stirnband aus wie ein Alt-Hippie und war wohl auch einer. Auf seinem zwei Hektar grossen Grundstück bei Dietikon/ZH installierte er neben gigantischen Betonskulpturen auch ein Wohnturmhaus, stritt wegen nicht genehmigter, weil nicht zonenkonformer Bauten jahrzehntelang mit der örtlichen Gemeinde, welche ihm nach langem Ringen schlussendlich den kommunalen Kunstpreis verlieh, nachdem sie vorab jegliche Bebauung rückwirkend legalisierte. Seinen Skulpturenpark konnte er nicht fertigstellen; Weber starb 2011 und hinterliess noch allerhand Baupläne für etwaige Sponsoren. Sowieso ist das ganze Areal ein anschauliches Beispiel für work-in-progress, die Arbeit wird jedoch in absehbarer Zeit aufgrund des zwangsläufigen Renovierungsbedarfs eher erhaltend als kreativ sein.

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Die Phantasiewelt am und im Wald zieren zahllose Fabelwesen: Drachen, elephantöse Wasserfauna und allerlei Flügelgetier. Und Schlangen. Immer wieder Schlangen. Als Rutschbahn-artige Brücken, als begehbare steil geschwungene Treppen. Ein Paradies voller Dämonen. Zerrbild oder naturalistische Hingabe, Bruno Weber war ein ziemliches Unikum. Zudem besass er genügend Kondition und Beharrlichkeit, um den abenteuerlichen Kampf mit dem Amtsschimmel durchzustehen. Im Nachhinein erscheint der pflichtversessen Versuch Recht & Ordnung gegen eigenbrötlerischen Schaffensdrang durchzusetzen als bụ̈nzliger Schildbürgerstreich. Heute profitiert nicht zuletzt die Gemeinde von den vielen Besuchern der vollendeten Tatsachen.

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Im Bruno-Weber-Park erinnert einiges an Gaudi oder Hundertwasser. Trotz Patina wirkt die Anlage reichlich bunt. Für grosse und kleine Kinder ein Riesenspass, zumal etliche Skulpturen begehbar oder besteigbar sind. Webers Naturwelt zelebriert überschwänglich und variantenreich eine eklektizistische Ethno-Sym­bi­o­se, die durch dämonenhafte Darstellungen Dämonen vertreibt.

Schwingermarkt

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Beim alle drei Jahre stattfindenden Eidgenössischen Schwingerfest unterlag der von Lidl.ch geponserte Seeländer Stiernacken Chrigu Stucki dem Emmentaler Sempach Matthias im Schlussgang. Obwohl Ersterer ein gutes Drittel mehr Lebendgewicht als der neue Schwingerkönig auf die Waage brachte, setzte sich Technik gegen Kraft durch. Als ich das Riesenbaby auf der Appenzeller Schwägalpschwingete erstmals leibhaftig beäugte, dachte ich zunächst er sei der Grüezini von Lidl, weil er dort auf Pappe aufgezogen lebendgross immer am Eingang rumsteht.

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Die hiesigen Statthalter von Herrn Schwarz bewiesen ein gutes Händchen, indem sie den Hünen als Markenbotschafter unter Vertrag nahmen, auch wenn dessen Vereinnahmung durch den aggressiv auftretenden ausländischen Discounter zunächst in der heimatverbundenen Schwingerszene gar nicht besonders gut ankam.

Dafür hat die Migros als Hauptsponsor des Schweizer Nationalsports nun die Genugtuung, die Königswürde weiterhin im eigenen Detailhandel fachgerecht verwursten zu können.

Ackermannzeitalter

Mitleser mainstreet philosophiert im Kommentarbereich auf Spiegel-Online zwar ohne Komma und anderen Schnickschnack, aber bei vollem Bewusstsein über die Folgen kapitalistischer Ausbeutungsmechanismen und empfiehlt Entscheidern zu­vör­derst ein gut bewährtes Ausstiegsszenario:

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Viele Menschen sagen das das Leben das einzige ist was wir haben und das man versuchen muss mit dem wenigen was wir sind und haben etwas anzufangen und es ist bedauerlich wenn sich Personen die finanziell gut gestellt sind keinen Sinn mehr im Leben sehen was auch sicherlich außerhalb des Arbeitslebens und des Arbeitsplatzes begründet sein kann weil man immer nur sieht das andere auch arbeiten und Geldverdienen und es die Hippies der Sechziger nicht mehr gibt die es immer ohne Arbeit oder mit wenig um die halbe Welt schafften und einfach zufrieden waren mit etwas Haschisch aus dem Gewächs des Hanfes. Nach einem erfolgreichen Arbeitsleben wenn man finanziell gut gestellt wäre könnte oder konnte man das dann immer noch in Erwägung ziehen. Aber die Zeiten haben sich geändert auch durch die Wirtschaft und Computer und eines erbitterten Konkurrenzkampfes wo jeder die Kosten minimiert . Gerade weil es heute Arbeit im Überfluss nicht mehr gibt wie in den sechzigern gibt es auch keine Bewegung mehr wie die Hippies die Arbeit schlicht und einfach ganz mies finden auch wenn es einen anderen Ausdruck dafür gibt.-
Aber jeder sollte daran glauben das die Hippies wiederkommen damit das Leben wieder Flower und Power wird und sich das Leben lohnt.

Eine Zeit ohne Perspektive zu Arbeit und Gewinn ist eine verlorene Zeit und natürlich kommt es auf das Verhältniss an. Selbsmorde in dieser Kategorie von Menschen deuten immer in diese Richtung und es ist traurig so etwas zu erleben auch für Herrn Ackermann und das muß man eben einfach verstehen und Aussteigen wie Herr Ackermann ist ein Weg den auch die Hippies immer bestritten und zum Glück führen kann.

Zürcher Hickhack

Noch immer warten beide Zürcher Erstliga-Vereine sowie deren Fans auf ein reines Fussballstadion. Der ursprüngliche bereits vom Volk beschlossene und zur EM 2008 einsatzbereit geplante Neubau am Hardturm kam wegen zahlreicher Einsprüche letztlich nicht zustande. Seitdem wird im Provisorium Letzigrund gekickt, einem zugigem Leichtathletik-Stadion. Die in Zürich ziemlich steuergünstig residierende FIFA könnte selbst ein Stadion mit Klimaanlage locker finanzieren, will sich jedoch nur an an einem reinen Sitzplatz-Stadion beteiligen. Dies wiederum wollen beide Zürcher Vereine nicht ihrer treuen Kundschaft in den jeweiligen Fan-Kurven zumuten.

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Foto entliehen von: knappdaneben.net

Kommenden Herbst steht nun ein neuer Volksentscheid in Sachen Stadionbau an und die Stimmung kippt zusehends. Natürlich geht es im Meinungsstreit auch um den kulturellen Wert von Profi-Sport und der integrative Wert von Vereinssport wird angesichts der Balkanisierung der Schweizer Nationalelf ebenfalls thematisiert. Gegner des Projekts wollen für notorische Pyromanen partout kein Steuergeld aufgewendet wissen, zumal sich keiner der beiden Zürcher Fussballclubs an den Baukosten finanziell direkt beteiligt. Fussballsport scheint in der Dienstleistungsmetropole Zürich eben ein Hauch zu proletarisch zu sein. Während in der Industriestadt Basel jeweils 30.000 Zuschauer die Heimspiele besuchen, locken die Zürcher Teams selbst bei addiertem Zuschauerschnitt nur gut die Hälfte ins Stadion und wären damit in etwa auf Augenhöhe mit der Stadt Bern, deren Einwohnerzahl gerade mal ein Drittel beträgt. Dabei holten die Young Boys vor 27 Jahren ihren letzten Titel; allein in jener Zeit war der Grasshopper Club siebenfacher Schweizer Meister und der FC Zürich glückte dies immerhin dreimal. Allerdings sei hierzu angemerkt, dass die jeweiligen Präsidenten finanziell potente Gönner ihrer Clubs waren und den Erfolg zum grosen Teil aus ihrer Privatschatulle mitfinanzierten.

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Professionelles Lächeln und Tschüss

Trotz wachsender Zuschauerzahlen bleibt der Schweizer Markt in Sachen Fussballsport recht übersichtlich und wird trotz kleinerer internationaler Erfolge eher als Ausbildungsstätte wahrgenommen. Zuviele Änderungen im Spielbetrieb und krachende Konkurse (Servette, Xamax) ramponierten in jüngster Zeit die Binnenreputation. Die Idee einer pannationalen Alpenliga (CH, LIE, AUT) gilt heute als überholt, doch die Fusion der nicht besonders eng befreundeten Zürcher Vereine ist wiederholt Thema.
Nur warum sollte man dem herzblütigen Vereinswesen die synergetische Schablone einer ach so freien Marktwirtschaft überhaupt überstülpen wollen? Vielleicht weil dann endlich Vereinsnamen wie Blau Weiss Red Bull oder Bimbesclub FIFA möglich wären.

Züripest

Sonntags früh — noch herrscht Ruhe vor dem Sturm. Der Boden ist noch ganz klebrig von der vergangenen Nacht; Spritz- und Kehrwagen der ERZ kämpfen tapfer gegen Müll und Gestank, damit sich das grosse Rad wieder weiterdrehen kann.

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Frauenmünster mit Chilbi

Während der drei Tagen des grössten Schweizer Volksfestes, dem von zweieinhalb Millionen Schaulustigen heimgesuchten Züri Fäscht, duftet es in der Innenstadt penetrant nach einer promillestarken Urinmischung. Für Zürcher Nasen ein Fauxpas sondergleichen! Postwendend wetteifern zahllose Deodorant- und Parfumträger aus der Agglomeration im Laufe der Festage um die olfaktorische Dominanz, was zu einer trotzigen Melange eines parfümierten Pissoirs gerät, bevor die Chose von neuem anfängt wieder kräftig und ziemlich eindeutig zu stinken. Et cetera. Man kann deutlich wittern, dass in Downtown Switzerland der KundeBauer König ist. Wildpinklerei ist zwar verpönt, aber bei einem ToiToi auf 3.300 Besucher ist schon mal Not am Mann. Grössenmässig ist das Fest sowieso längst aus dem Ruder gelaufen und durch die dreitägige Urinade wird nicht nur die Bausubstanz der Altstadt bedroht. Weil aber die Instandstellungen Geld und Zeit kosten, kann und darf das Fest wohl auch nur alle drei Jahre stattfinden…

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Zu der diesjährigen Ausgabe des Festes hat sich die Reformierte Kirche Zürich entschlossen sich zu öffnen und im Kreuzgang des Frauenmünsters ein sogenanntes „Refreshing“ anzubieten, nämlich Wasser, Brot und Spiele. Für den mega-reformierten Hobbyschweizer ein ideales Einsatzterrain als über-konfessioneller, da konfessionsloser Helfer.

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Der Anspruch der veranstaltenden Reformisten die angeschlossenen Migrationskirchen mit ins Boot zu nehmen war gut und nett gemeint. In meiner Truppe waren Sri Lanka, Iran, Irak, Lettland, Kongo, Afghanistan, Tibet und Angola vertreten und keiner war sich wirklich grün. Auch zwischen den lukullischen Anbietern aus Brasilien, Italien, Finnland und Angola gab es Irritationen und kleine Reibereien. Missverständnisse liessen schnell die üblichen rassistischen Mechanismen Vorurteile zu Tage treten. Nur kamen sie nicht nur von den weissen Langnasen, sondern untereinander und gegeneinander wurde beschuldigt, misstraut und separiert, gestritten und geklaut. Babylon pur.

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Genossen habe ich aber den Beginn meiner Frühschichten, als der Festbetrieb noch ruhte und ich mir das Frauenmünster aufschloss, um mutterseelenallein mit der durch die Chagall-Fenster blendenden Morgensonne kurz zu meditieren. Hach.

Futtermischung

Bei den ausgewachsenen Schwingfest-Hauptpreisen kommt es öfter mal zu Gelenkproblematiken, was Angesicht einer schieren Masse von weit über einer Tonne Lebendfleisch auch nicht verwundert. Stutzen tat der Hobbyschweizer aber, als er vom vorzeitigen Ableben des diesjährigen Siegerstieres für das Eidgenössischen Schwingerfest erfuhr, zumal dieser ausgerechnet auf den Firmennamen des edlen Stier-Spenders, eines in der Schweiz marktbeherrschenden Kraftfutterherstellers getauft wurde. Dabei hatte das Vieh diesmal sogar eine eigene Homepage und, klärchen, ein Facebook-Fake. Traurig das. Also das und das, UND das. Es stand aber rasch Ersatz parat und so musste lediglich die Fellzeichnungs-Tapete im Internet ersetzt werden…

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Königswein für das Königstier

*Womöglich ist die Flaschenaufzucht doch etwas problematisch*

Feueralarm

boeoegg 2013, kinderumzug zürich 2013, sechselaeuten 2013Alle Jahre wieder wird der leidige Winter von Henkersknechten durch die Zürcher Innenstadt eskortiert und der öffentlichen Verbrennung auf dem Sechseläutenplatz zugeführt, wo Punkt 18 Uhr der Fackelwurf eines berittenen Zünfters das Ende des Schneemannes einläutet. boeoegg 2013, kinderumzug zürich 2013, sechselaeuten 2013Wenn der mit Knallkörpern gefüllte Kopf des Böögg dann endgültig pulverisiert ist, kommt es zum beliebten Volkswurstbraten auf den noch glimmenden Resten des Scheiterhaufens, was jedoch viele stolze Zünfter selbst heutzutage als pure Blasphemie weil zu anarchisch beargwöhnen. In deren patrizialen Augen ist das gemeine Volk nämlich gleich den bloss als Blumenfräuleins geduldeten Frauen sowieso reine Staffage.

Hard Rock — Hallelujah!

Takasa bedeutet irgendwas auf Kisuaheli, was sowieso piepegal ist, weil The Artist Known As Salvation Army marketingtechnisch zu offensichtlich auf wohlbekannten PR-Schleichpfaden wandelt.

Nach dem ESC-konformen Relaunch setzt nun die Eidgenössische Heilsarmee unter neuem Bandnamen und selbst ohne Uniformen eifrig ihren Vormarsch nach Malmö fort. Falls der gecastete 94-jährige Bassist, der als bekennender Salutist seit 73 Jahren eigentlich Blech bläst, bis zum Zielort durchhält, könnten wir uns nach der raffiniert eingefädelten Spenden-Sammlung Werbetour frühestens im Halbfinale von den fröhlichen Freikirchlern erlösen.

Henusode

Die Abzocker sind abgewatscht, ein zeitgemässes Familienbild ebenfalls. Obgleich 54,3 % Prozent der abstimmenden Schweizer für die Aufnahme eines Verfassungsartikels über die Vereinbarung von Familie und Beruf stimmten, bodigte die Mehrheit der Kantone die Mehrheit der Wähler.

Das sogenannte Ständemehr, also die Mehrzahl der Schweizer Kantone ist bei verfassungsrechtlichen Referenden obligatorisch. Dieses Ständemehr (10 zu 13) erteilte dem Verfassungszusatz eine Abfuhr, wobei bei diesem Verfahren eine Appenzeller Stimme genau so viel zählt wie 40 Zürcher Stimmen. Der paradoxe Konflikt zwischen Stadt und Land wird fortgeführt und weiter vertieft. Die Schweiz ist nicht nur bei der Familienpolitik konservativ, sie ist demokratisch und demographisch rückständig, weil sie sich von den fundamentalistischen Taliban in den ländlich geprägten Kleinkantonen der Deutschschweiz aus falsch verstandenem Minderheitenschutz dominieren lässt.

Um die Eidgenossenschaft vor zwangs-kasernierten Kindern zu warnen, trumpfte die SVP wieder propagandistisch gross auf. Die Rechtspartei konnte sich dank spendabler Alt-Abzocker locker leisten, die Haushalte in der Romandie und Deutschschweiz mit einem „Extrablatt“ zu beglücken:

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„Papa, warum sind die Kinder eingesperrt?“ (Kind, 4 Jahre)

Tatsächlich ist in der Schweiz die traditionelle Rollenverteilung Mann arbeitet, Frau kocht weitgehend intakt. Der Hobbyschweizer trifft bei Kinderbespassungen fast ausschliesslich Mütter. Im Grossen Kanton standen Frauen während zweier Weltkriege ihren Mann an der Heimatfront und sorgten so für ein neues Rollenverhältnis mit allerdings überraschend deutlichem Resultat: Männer waren doppelte Verlierer, im Heim- wie im Auswärtsspiel. Nur kurzzeitig liess sich dieser Bruch im Rollenspiel kaschieren und spätestens mit der Studentenbewegung hatte der gesellschaftspolitische Rollenwandel endgültig Fahrt aufgenommen.

Mittlerweile wird jenseits des Rheins bereits über eine zunehmende Feminisierung der Gesellschaft durch Erziehung und Bildung diskutiert, während hier Kinderkrippen noch als staatlicher Gulag geschmäht werden. Das ländliche Familienideal funktioniert aber im urbanen Umfeld kaum, stattdessen entwickelt sich zumeist eine Patchwork-Situation, die ganz nebenbei eine solide Sozialkompetenz antrainiert.

In der Metropole Zürich ist das Dilemma der Landeier hingegen allgegenwärtig, wenn jene als angehende Szenis in der Stadt aufschlagen und als gequirlte Autoreferenz landen.