
Bauer Schibli, der „Vater“ des durch Presse, Funk und Fernsehen berühmt gewordenen SVP-Maskottchen („Zottel rettet die Schweiz“) wurde bei den Schweizer Parlamentswahlen nicht als Ziegenbock Nationalrat bestätigt.
Haben die Anarchisten Glücksbringer Zottel etwa umgedreht?
Auch der Hobbyschweizer hat sich beim Studium der Yülcel-Kolumnen zum globalen Prollsport vor Lachkrämpfen den Bauch gehalten. Sowohl letztes Jahr bei den Jungs, wie auch dieses Jahr bei den Mädels waren die Leser-Reaktionen in der TAZ die perfekt abgeschmackte Zutat. Zumeist völlig humorbefreit hat sich die grünalternative Spiesserschaft mit Leserkommentaren tapfer selber blamiert und ziemlich nackig gemacht.
Die 30 Riesen sind als Schmerzensgeld völlig ok und der Wrobel Ignaz tät sich bestimmt mitfreuen:
„Dürfen darf man alles – man muß es nur können.“
Auf der Suche nach dem original Schweizer Proletariat wurde beim Besuch eines geheimen Trainingslagers die helvetische Verelendung augenfällig. Selbst aktive Fussballer können sich — zumal als letzter Mann marginalisiert — hierzulande keinen Barbierbesuch leisten!

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Auf dem offiziellen Mannschaftsphoto im Saisonheftli stellt sich der arme Mann trotz seines haarigen Handicaps selbstbewusst in den Vordergrund. Dabei war doch vorhersehbar, dass bei solch akuter Behinderung eines Torhüters Surprise Zürich in der Konkurrenz keine besonders tolle Überraschung gelingen würde.

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In ausländischen Freizeit-Ligen scheint zumindest der Friseurbesuch für das fussballernde Proletariat noch einigermassen erschwinglich zu sein, wie das folgende Beispiel eines vorbildlichen Balljungen zeigt:
Bei der symbolischen Okkupation des Paradeplatzes waren von den Neunundneunzigprozentigen zeitweilig immerhin 1000 selbst entfremdete Warencharaktere in der Schweizer Metropole beteiligt.
Der Paradeplatz ist für Zürich das, was Wall Street für New York City ist: ein lokales Sinnbild für die globale Hochfinanz. Übers Wochenende liess man generös das bunte Treiben gewähren, selbst die Tramlinien wurden am Nahverkehrsknotenpunkt effizient umgeleitet. Rechtzeitig zum Schichtbeginn der Bankster am Montagmorgen aber wurde von der staatlichen Exekutive der Abzug der unzufriedenen aber friedlichen Besetzer durchgesetzt.
Der aktuell aufkeimende internationale Protest einer zunehmend von Verarmung bedrohten Mittelklasse wird verständlicherweise hauptsächlich vom politisch und finanziell frustrierten Bürgertum sowie dessen Ablegern getragen und kommuniziert. Falls nun zusätzlich auch noch das gemeine Proletariat aus der Unterschichtenfernsehdämmerung heraus ins Dasein bestimmende Bewusstsein finden sollte, könnte eventuell die Revolution tatsächlich live übertragen werden…
Hier in der Schweiz finden kommenden Sonntag ganz in Ruhe und völlig systemkonform die eidgenössischen Parlamentswahlen statt:
Piraten und Powerpointgegner — vereinigt Euch!
Hier geht es direkt zur Präsentation…
weiteresweichsei
nei
mirweikeis
weitereshertsei
nei
mirweikeis
weiteresschpieguei
neidanke
weiteramändkesei
nei
mirweikeis
wasweiterde
oooooErnst Eggimann *1936
brulba dori daula dalla
sula lori wauga malla
lori damma fusmaluDasche mame came rilla
schursche saga moll vasvilla
suri pauge fuz maluDolli gamba bokamufti
sabel ize spogagufti
palazuma polja geimula dampe dori villa
alles virds schavi drestilla
offi lima dozapau
pozadau
ccccccHugo Ball (1886-1927)
Nachdem im Zürcher Fussball-Derby der in der Weltklasse-Stadt angesagte lässig-schicke und vintagemässig voll auf Understatement gebügelte Dresscode nicht ganz so eingehalten wurde, wird es künftig vermutlich ein paar Geisterspiele im zugigen Letzigrund geben.
Dem ganzen Schlamassel vorangegangen war ein pupertärer Fahnenklau und der daraufhin überschäumende Testosteronpegel gab dem Fest schliesslich den Rest. Tatsächlich sind Hools & Fools im international zweitklassigen Schweizer Fussball noch immer erstklassig.
Beim vom Hobbyschweizer am selbigen Nachmittag en passant beäugten Viertligaspieles (2:7) sah dagegen selbst die Stadionwurst anregend familienfreundlich aus. Und Schwingfeste sind sowieso der reinste Kindergeburtstag mit lauter SVPlern netten Würsten.
Für kleine & grosse Musik- und Filmliebhaber sind die Internetseiten von Detlef Cordes immer einen Besuch wert. Umsonst, aber nicht umsonst!
Die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des fünfzigsten Zapfenstreichs der Wanderfreunde Laufender Durst fanden ihren krönenden Abschluss in der Hohenloher Trinkheilanstalt Zureinkehr. Die Fremdenzimmer waren gastlich, das Wetter wonnig und die Herbstluft würzig.




Die Wanderkameradschaft freut sich schon jetzt auf das nächste Wiedersehen beim Jubiläumsfest Zweitausendeinundzwanzig!
Tageskarte in der Zürcher K3 Kantine
Zum Abschluss des diesjährigen Lehrgangs wurde als saisonaler Höhepunkt die Bachtel-Schwinget im Zürcher Oberland begutachtet. Kaiserwetter und der Jodelclub Scheidegg krönten den nett gelegenen kleinen Schwingplatz, von dem aus ein hübscher Balkonblick über den Zürichsee in die alpine Bergwelt ins Auge fiel.
Sowieso werden künftig nur noch ausgewiesene Bergfeste anvisiert, sofern einem der Himmel nicht gänzlich auf den Kopf fällt.
Ein laut Ansager „tausend Kilometer östlich von Moskau“ beheimateter junger Schwingerfreund sorgte für internationales Flair und gewann unter herzlichem Applaus immerhin seinen letzten Gang. Beim Intermezzo Steinstossen wurde mit dem 43 Kilo schweren Bachtelstein gestossen, bloss war der gar nicht aus Käse. Die nach einem leichtsinnigen Hebeversuch gerade im Entstehen gefühlte akute Zerrung am Hüftbeuger verhinderte vorzeitig die Aufnahme des Wettkampfes durch den etwas überheblichen Hobbysstosser.
Diego Orlando Benaglio (* 8. September 1983 in Zürich) ist ein Schweizer Fussballtorhüter.
Stephan Lichtsteiner (* 16. Januar 1984 in Adligenswil) ist ein Schweizer Fussballspieler.
Johan Djourou (* 18. Januar 1987 in Abidjan, Elfenbeinküste) ist ein Schweizer Fussballspieler ivorischer Herkunft.
Philippe Sylvain Senderos (* 14. Februar 1985 in Meyrin) ist ein Schweizer Fussballspieler spanisch-serbischer Abstammung.
Reto Ziegler (* 16. Januar 1986 in Genf) ist ein Schweizer Fußballspieler.
Blerim Džemaili (* 12. April 1986 in Tetovo, SFR Jugoslawien, heute Mazedonien) ist ein Schweizer Fussballspieler albanischer Abstammung.
Gökhan Inler (* 27. Juni 1984 in Olten) ist ein Schweizer Fussballspieler mit türkischer Abstammung.
Xherdan Shaqiri (* 10. Oktober 1991 in Gjilan, SFR Jugoslawien) ist ein Schweizer Fußballspieler kosovarischer Herkunft.
92. Min: Nassim Ben Khalifa (* 13. Januar 1992 in Morges) ist ein schweizerisch-tunesischer Fussballspieler.
Granit Xhaka (* 27. September 1992 in Gjilan, Kosovo) ist ein kosovo-schweizerischer Fussballspieler.
88. Min: Gelson Fernandes (* 2. September 1986 in Praia, Kap Verde) ist ein Schweizer Fussballspieler.
Admir Mehmedi (* 16. März 1991 in Gostivar, Mazedonien) ist ein Schweizer Fussballspieler.
84. Min: Innocent Emeghara (* 29. Mai 1989 in Lagos, Nigeria) ist ein nigerianisch-schweizerischer Fussballspieler.
Eren Derdiyok (* 12. Juni 1988 in Basel) ist ein Schweizer Fussballspieler mit kurdischen Wurzeln.
Ottmar Hitzfeld (* 12. Januar 1949 in Lörrach) ist ein deutscher Fußballtrainer.
Die Schweizer Kunstolympiade Art en plein air in Môtiers/NE besteht aus einem reizvollen Spaziergang durch das jurassische Dorf hinein in den angrenzenden märchenhaften Wald, entlang einem tosenden Wasserfall hinauf zu einer zauberhaften Lichtung und anschliessend wieder herunter zum Dorfplatz. Auf dem Rundgang sind um die sechzig Kunstwerke zu bestaunen, welche mehr oder weniger mit ihrer unmittelbaren Umgebung korrespondieren. Wenn gleichzeitig noch zufällig eine Flugschau anlässlich des 50. Geburtstages des örtlichen Aeroclubs stattfindet, heisst das Kunststück Höllenmaschinen machen Höllenlärm.

Kurz nach dem Einlass donnerte zur Begrüssung eine ausgewachsene F-18 im Tiefflug mit solch einer Geschwindigkeit über die Hauptstrasse, dass der ohrenbetäubende Schall erst dann schmerzlich wahrnehmbar wurde, als das fliegende Ungetüm bereits wieder in den Himmel aufstieg. Der folgende recht furchteinflössende Sturzflug direkt auf den wehrlosen Dorfkern erinnerte eindrücklich an Luftüberlegenheit à la NATO.
Noch vor wenigen Jahren barg das Val de Travers ganz im Wilden Westen der Schweiz ein eher stilles Geheimnis für den Amateur d´Absinthe. Seit der Aufhebung des Absinthe-Verbotes tuckert die Vermarktungsmaschine langsam, aber stetig.

Das ursprünglich vorgesehene beschauliche Erwandern der Kunstmeiler wurde derweil von der durch die Lüfte düsenden Patrouille Suisse lautstark untermalt (Formation, Sturz, Salti mit Trallala & Hoppsassa), während auf der Erde auf Schritt und Tritt die grüne Fee lockte.

Die Gefühlslage war auch ohne Apéro leicht getrübt. Wird das Bedrohungspotential von Flugschauen über bewohntem Gebiet nicht etwas unterschätzt?
Die wahrhaft bizarre Begehung von Kunst und Natur mit den weiteren Sidekicks Helikopter-Luftakrobatik, stotternden Weltkriegsveteranen, einer von Heckpropellern angetriebenen Entenflüglerformation und noch mehr Hubschraubern nebst knatternden einfachen und doppelten Deckern fand ihren Abschluss schliesslich an einem Schuhbaum, gestaltet vom Künstlerduo Haus am Gern.

Dem Hobbyschweizer hatte es die Schuhe schon unterwegs ausgezogen und so besass er an dieser Stelle keine Munition mehr, sonst wäre unter den Umständen eine titanverstärkte Schweizer Hornisse gebodigt worden…