Pension Erde

Lokal wird am Sonntag über Ausnüchterungszellen abgestimmt, in denen verhaltensauffällige Freizeittrinker bei Zimmerpreisen bis zu 600 Franken ihren Rausch ausschlafen sollen müssen.

Hotel Suff, Hotel Suff Zürich, ZAB, Ausnüchterungszelle

ECOPOP, Ecopop-Initiative, Ecopop 2014

Global geht es bei der Ecopop-Initiative um den selbstverliebten Wunsch das eigene Zimmer weiter abzudichten, und in den überbelegten Wohnräumen effektive Schweizer Familienplanung anzubieten. Entwicklungshilfe wird so zur Empfängnisverhütung im doppelten Sinne. Darauf einen Dujardin.

Derby

Aus dem Spielbericht der Pendlerzeitung 20 Minuten:

Der Vortrag zum Thema «Fussball als Lebensschule» von Fifa-Präsident Sepp Blatter hat am Dienstagabend etliche Demonstranten auf den Plan gerufen. Sie riefen vor dem ETH-Hauptgebäude etwa «Scheiss Blatter – scheiss Mafiosi».

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Nebelpetarde in der Zürcher Uni

Die Polizei brachte sich am frühen Abend in Kampfausrüstung in Position. Um zirka 18 Uhr sah es zuerst so aus, als würde sich die Demonstration auflösen. Doch dann stürmten plötzlich mehrere Dutzend Demonstranten durch einen Seiteneingang in das Innern der ETH. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt den Vorfall. Die Demonstranten versuchten in den Vortragssaal zu gelangen und zündeten ausserdem ein paar Rauchbomben. Der Lärm lockte zahlreiche Studenten aus den Hörsälen.

Die Demonstranten versuchten anschliessend, in den Vortragssaal vorzudringen, doch bewegten sich zuerst in die Falsche Richtung. Dies ermöglichte der Polizei sich in Stellung zu bringen und sämtlich Eingänge zu blockieren, so dass sich die rund 100 Personen nur in einem Teil des Gebäudes aufhalten konnten, bevor sie sich wieder zurückzogen.

Danach demonstrierten sie offenbar in der Innenstadt weiter. Wegen der Demonstration kam es am Dienstagabend auf den Zürcher Tramlinien 2, 3, 6, 7, 8, 9, 11, 13, 14 und 17 während rund zwei Stunden zu Verspätungen und Umleitungen.

Sprachkunst

Für 756 Pfannkuchen braucht man 22 Kilogramm Mehl und 189 Eier. Das zumindest erzählte Melinda Nadj Abonji anlässlich ihres Auftritts im St. Jakob, wobei sie geräuschvoll von Bals Nill unterstützt wurde.

Der soldatische Koch hatte aber nur 170 Eier zur Hand, und Probleme, die Eier zu trennen, hatte er auch, aber Befehl ist Befehl und befohlen waren 756 Pfannkuchen. Das Dilemma wurde nicht aufgelöst, vielleicht findet sich die Lösung im nächsten Buch von Frau Nadj Abonji, aus dem sie eben jenen humorigen Auszug vortrug.

Der Rest der Veranstaltung aber wurde ernst und zu einem linguistischen Seminar, indem anhand einer Bibelstelle der Glaube an das Wort thematisiert wurde. Auf Befehl glauben quasi. Obey-Thematik also. Sprache als Aktion, Sprache als Macht. Die Sprechaktheorie nach Austin besagt, dass man etwas tut, indem man etwas sagt («How to do things with Words»). Melinda zitierte in der Folge aus einem längeren Wortwechsel mit dem Philosophen Sreten Ugričić, dem Urheber von Meadyrade.

Mir schwirrte alsbald etwas der Kopf, weil zusätzlich Raumkontrolle und Zuspätkommer stören immer. Dazu mitten in der Vorlesung ein sanitärer Schaden im Kundenbereich, welcher zwar zu beheben war, doch die Konzentration blieb anschliessend im Orkus. Ausserdem waren drei Kleinkinder im Saal, die ich zwar mit einer Spielbox zu besänftigen versuchte, deren Langeweile aber offensichtlich ebenso gross wie die Kirche selbst war. So verpasste ich leider die Quintessenz des intellektuellen Diskurses und bekam nur noch mit, wie Melinda abschliessend sagte, wie sehr es ihr Spass mache, sich gerade in dieser Zeit mit Bibel-Texten sprachtheoretisch zu befassen. Amen.

So blieb mir die Erkenntnis, dass die Endorphinausschüttung diesmal besonders heftig ausfiel, weil das sonntägliche Zirkeltraining die kleinen grauen Zellen ungemein anregte. Fünf Blitzpartien im Online-Schach sind nichts dagegen und das übliche Lobpreisen und Beten ist nur blosse Litanei ohne das Hochfahren der Denkapparatur. Sprechen ist Handeln und Glaube versetzt Berge.

Ach ja, das 2010 zurecht preisgekröntes Buch der serbisch-ungarischen Schweizerin ist immer noch gut. Es geht darin um Entwurzelung und fast zur völligen Unsichtbarkeit führender Assimilation. Und sowieso stellt Jurczok1001 klar:

«Wir sind alle suchend, besorgt, ängstlich, voller Energie, wir schwitzen alle mehr oder weniger, und wir sind alle nicht wirklich zu Hause. Wir glauben nicht an den Schweizer, an den Jugo, sondern an offene Ohren. Wir glauben nicht an Information, sondern ans Zuhören, ans Erzählen. Und der Kopf, er kann selber denken. Und das Herz, es kann mitfühlen.» (http://daslebenistausland.net/)

Oktagon

Erst gehen,

Sufisms, Derwisch,Mevlana

dann drehen.

Mevlana, Sufismus, Derwisch, Sema

Fotos machen ist während des Rituals der Mevlevi-Derwische nicht erlaubt; obige Bilder sind daher direkt von Mevlana.ch entliehen. Man erkennt aber gut das abgezirkelte Achteck auf dem Parkett. Ausserdem arbeiten die supertollen raufundrunterfahrbaren ehernen Kerzenleuchter unter Volllast. Im Dezember wird Mevlanas nächster Hochzeitstag gefeiert, dann wieder mit Weihnachtsbaum, Krippe und leibhaftigen Sufi-Musikern im Chor unterhalb der Orgel.

Knabenscheissen

Verkackt haben wieder mal die Jungs: Melina hat nach Stechen 2014 klar gewonnen und ist die juvenile Regentin des Sturmgewehrs 90 aka SIG 550. Die Schiessprügel sind übrigens ohrenbetäubend laut; interessant aber, dass trotzdem viele Schaulustige kommen, obwohl es deutlich mehr auf die Ohren als für die Augen geben tut.

Knabenschiessen 2014, Schiessanlage Albisguetli, Knabenschiessen Zürich

Sowieso geht man ja nicht wegen der Schiesserei auf das Festgelände, sondern wegen Zuckerwatte & grossen Kinderaugen. Die malträtierten Ohren wurden wie üblich durch die legendäre Ruth-Orgel von 1906 etwas besänftigt, quasi Klangoase. Diesmal spielte olle Ruth just „Berliner Luft“ — geht doch.

Orgelwagen Kanbenschiessen, Orgelwagen Fa Buser, Ruth36 Orgel

Und ja, der Hobbyschweizer war auch drin in der Orgel…

Liveberger

Jetzt ist schon wieder was passiert — die Stahlberger bespielten ein Stadtteilfest auf dem Zürcher Röntgenplatz. Direkt nach der Festansprache des lokalen SP-Politikers liessen es die Ostschweizer tüchtig krachen und trugen gewohnt mannschaftsdienlich ihr mittlerweile reichhaltiges Repertoire vor. Dank dem urigen Idiom und anscheinend völlig freiwillig verharren die Stahlberger in einer jener bittersüssen dialektischen Nischen, deren poetischer Reichtum sich dem Lauschangriff erst nach ausgiebigen Studium von Wort und Schall eröffnet.

Stahlberger, Stahlberger live, Stahlberger 2014, Stahlberger Röntgenplatz

Fallschirmspringer! Vögel!! Hornussen!!!

Die modulierte Moll-Lastigkeit scheint perfekt zum Phlegma der hiesigen Bergler und deren talwärts strebenden Nachkommen zu passen wie — ja wie, halt so, wie  der Tennisball zum Hornussen.

Live zücken die Stahlberger aber sowieso gerne die akustische Hellebarde und lassen dem sporadisch einsetzenden kakophonischen Chaos scheinbar freien Lauf, nur um es zielgerichtet gerade dann zu erlegen, „Wenn D Welt Undergoht“…

Leider aber gibt es auf öffentlichen Plätzen in der Schweiz noch kein Rauchverbot. Leider wird in In-Quartieren besonders ausgiebig geraucht. Leider wird auf Festivitäten generell viel zu viel geraucht. Leider ist der Hobbyschweizer Ex-Raucher.

Die Stahlberger-Musik jedoch ist einfach und schlicht: sackstark.

Electric Café

Die ambitionierte Konzertreihe «Les Digitales» stellt zeitgenössische Musik im elektro-experimentellen Kontext vor und findet während der Sommermonate in diversen Städten in der Schweiz umsonst & draussen statt. Lässig fläzt man sich in die bereitgestellten Liegestühle, lauscht den Darbietungen der Elektro-Akkustikern und geniesst die währschafte Volksküche zu zivilen Preisen. Bei der Zürcher Darbietung auf der Brache des ehemaligen Hardturmstadions hielt ich mein Gehör ganz nah an die Lautsprecher und war entzückt von den geschmeidigen Tonlagen, Toncollagen und Tonarten.

Zudem schien die Sonne prächtig.

Les Digitales, Les Digitales 2014, Les Digitales Zürich, Elektromusik, Festival 2014

Besondere Erwähnung verdient das Zürcher Allstar-Trio Universalfilter, die dank fein verfremdeter Stimme, ordentlich verzerrter Stromgitarre und elektronisch modifizierter Steeldrum ein wundersames Klangspektrum entfalten, welches die Lauschenden sanft wie ein Schmetterling langsam aber sicher bestäubt. In eine ähnliche Kerbe hauen Sinner DC aus Genf, die es ebenfalls verstehen direkt aus der Steckdose kommend eine elektromagnetische Wohlfühloase zu generieren. Zwischendurch gibt es naturgemäss immer wieder mal ein tüchtiges Maschinengewitter, weil aber die einzelnen Auftritte kaum länger als eine halbe Stunde andauern, ziehen aber diese ganz rasch wieder vorüber. Der Schlussakkord in Zürich wurde schliesslich vom universellen Bit Tuner intoniert, der natürlich wieder einen äusserst adretten Pullover trug und die wenig verbliebenen Lichtquanten in der nun rasch einsetzenden Nacht gewohnt rhythmisch zur Os­zil­la­ti­on brachte.

Bittuner, Les digitales Zürich, Les Digitales Bit Tuner, Bit Tuner 2014, Bit Tuner Hardturm

Allesamt interessant gelegen sind auch die ausgesuchten Örtlichkeiten der einzelnen Etappen — generell ist elektronische Mucke im Freien sehr sehr gut aufgehoben, hebt sich in der wildwüchsigen Natur quasi sowieso selbst auf und schwebt als schillernde Seifenblase ihrer finalen Detonation zu.

Wer will und kann sollte am kommenden Samstag unbedingt nach Neuchâtel pilgern, dann gibt es die Elektro-Lounge direkt am See mit Ausblick. Vielleicht hat sogar eine lokale Absinthé-Bar geöffnet; das feenreiche Val-de-Travers liegt ja just um die Ecke, gell Dirk.

Oh Du Goldigs Sünneli

Sonnenwendfeiern sind wieder mega-in, rituelles katalysiert spirituelles. Ehedem als „Heidnisch“ verschrienes Kulturgut gilt zusehends als rehabilitiert und wird heutzutage in manchen Kirchen akzeptiert und sogar zelebriert. Metaphysischer Ek­lek­ti­zis­mus par excellence, Om meets Ky­rie elei­son beim Ringelpietz mit Anfassen.

Somnnenwendfeier, rituelles Singen

Am 21. Juni wird es um 12.51 MESZ dann auch astronomisch Sommer, diesmal ganz im Zeichen des Brazuca.

Bruder Jakob

Citykirche Zürich, Offener St. Jakob, Kirche Zürich

Der „Offene St. Jakob“ ist eine sogenannte Citykirche in Zürich. Anfang der 90er wurde die im Kreis Cheib gelegene Kirche aufgrund des rapiden Rückganges von Gemeindemitgliedern und Kirchgängern einem breiteren Publikum geöffnet und in der Folge durch bauliche Massnahmen besucherfreundlich umgestaltet. Starres Kirchengestühl wurde zugunsten einer variablen Bestuhlung ausgetauscht, ein betanzbares Eichenparkett verlegt und eine zeitgemässe Licht- und Audioanlage installiert. Heute steht das Haus täglich für jeden offen und kann zudem für diverse Veranstaltungen gemietet werden.

Kirche St. Jakob, St. Jakobkirche Zürich, Citykirche Zürich, St. Jakob

Traditionell werden in der Aussersihler Gemeinde Migranten fürsorgt, die salopp-juvenile Streetchurch lässt es regelmässig andächtig krachen und selbst Klangtherapie, Handauflegen und Yoga finden ihren Platz. Bis zur Anlegestelle wogte die Tango-Nacht im Kirchenschiff unlängst bis vier Uhr morgens…

Selbstverständlich wird aber auch dem kultischen Bedürfnis der reformistischen Gemeinde entsprochen: die sonntäglichen Zeremonien werden abwechselnd mit Musik, Tanz oder Gesprächsrunden aufgelockert. Bisweilen agiert der käufliche Hobbyschweizer als braver MC und keuscher Abwart. Sozialpolitisch steht die Kirchengemeinde auf der richtigen Seite und es nimmt kaum Wunder, wenn zum Abschluss der Sonntagspredigt zu der Demonstration Wem gehört Zürich? aufgerufen wird. Nicht zuletzt wird der Laden auch seinem Namenspatron gerecht und fungiert als Pilgerzentrum für die Muschelweggänger, gell Anton.

Jakobsweg, Wegweiser Jakobsweg

Töggelichaste

Am nämlichen Abend an jenem Madrid in Lissabon gegen sich selbst Fussball spielte, veranstalteten die Zürcher Tischfussballer ihren Abschlussball im GZ Heuried. Nicht wenige Teilnehmer trugen sichtlich stolz das Trikot ihres (Tischfussball-) Vereins. Die ungezwungene Atmosphäre wurde akustisch mit Musikkonserven von Lemmy Kilmister & Co. untermalt und zusätzlich von Grillschwaden sowie diversen anderen Inhalaten olfaktorisch akzentuiert.

Tischfussballturnier Zürich, Endrunde Tischfussball Zürich, bar-foos-league,

Doch die Lässigkeit schien nur vorgetäuscht — auch hier musste das Runde möglichst passend ins Eckige. Auch hier lauerte das Drama von Auf- oder Abstieg. Auch hier ging es um Sieg oder Niederlage, letztlich also um Pokale und Medaillen.

Tischfussballturnier Zürich, Endrunde Tischfussball Zürich, bar-foos-league,

Bald werden an dieser Stelle noch mehr aufschlussreiche Details über das Schweizer Kastenwesen enthüllt; dann aber geht es schlicht um den Inhalt des berühmt-berüchtigten Chuchichäschtlis.

Hofgesang

„Wo man singet, laß dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;
Wo man singet, wird kein Mensch beraubt;
Bösewichter haben keine Lieder.“
(aus: Die Gesänge)

Hofgesang, Hofgesang Zürich, Hofgesang Zürich 2014Hofchor auf dem Wolfram (von Eschenbach!) Platz

Inzwischen bereits zum fünften Mal findet der Zürcher Hofgesang statt. Zahlreiche und sehr unterschiedliche Chöre treten umsonst & draussen auf, um Anwohner und Passanten mit ihrer Sangeskunst zu erfreuen.

Der Initiator (und Stadt-Ökologe) Andreas Diethelm fabuliert munter:

HOF gesang ist ein klingendes Multipack,

eine Initiative zur Förderung der Nachbarschaft, der Stadtentwicklung und des Chorgesangs.

Urban Farming: Wir bestellen den Boden, auf dem gute Nachbarschaft wachsen und gedeihen kann.

Chorförderung: Wir preisen die Vielfalt des regionalen Chorschaffens, führen Chöre, einsame Sänger/innen und die Stadtbewohner/innen zusammen.

Safari: Wir erkunden und verzaubern die Rückseite der Stadt.

Dialog: Wir laden alle Akteure Mieter/innen, Vermieter/innen, Liegenschaftsverwaltungen und Verbände ein, die Höfe nachbarschaftstauglich zu gestalten.

Innen- und Hinterhöfe, die Räume zwischen den Behausungen nehmen 1/4 des gesamten Stadtraums ein.

In den vergangenen 50 Jahren vollzog sich schleichend die Zweckentfremdung vom Werkplatz zum Parkplatz. Damit sind heute Dreiviertel der Stadtbevölkerung des Bodens beraubt, auf dem man dem Nachbarn, der Nachbarin begegnen könnte.

In Zürich, Bern, Schaffhausen und Landshut haben seit 2006 mehr als 7000 Sänger/innen aller Sparten, Stile, Traditionen und Generationen, mehr als 300 Höfe erklingen lassen – für eine artgerechte Haltung der Stadtmenschen.

Stahlberger (CH)

Selbst nach Jahren der Gewöhnung kratzt das Schweizerdeutsche Idiom manchmal noch tüchtig in meinen Gehörgängen, doch die intonierte Poesie des Ostschweizer Quintetts Stahlberger ist reinstes Balsam. Der staubtrockene Humor, welcher bei den den ganz gewöhnlichen Alltag porträtierenden Liedtexten durchscheint, ist in seiner dadaesken Schlichtheit richtig dosiert wohltuend. Die Stahlberger sind inzwischen eine richtige Familie geworden und können musikalisch vom sich in der Discokugel widerspiegelnden Stehblues über zartbesaitete Balladen bis hin zum tocotronischen Klanggewitter wirklich alles liefern.

Stahlberger, Stahlberger Konzert, Stahlberger Tour Zürich,

Liebe Stahlberger,

nachdem ich erst ziemlich niedergeschlagen war, kein Ticket für das eigentliche Bogen-F-Konzert zu ergattern, glückte mit dieses Unterfangen dann beim annoncierten Zürcher Zusatzkonzert.

Hurra!

Doch vor lauter Aufregung entglitt mir auf der Velofahrt zum Viaduktbogen das selbst ausgedruckte Ticket aus der Jackentasche. In Ermangelung eines angeborenen Schweizer Dialekts versprach ich mir von etwaigen teutonischen Überredungskünsten am Einlass genau gar nichts.

Vor die Alternative gestellt mich entweder von der Hardbrücke aufs Geleise zu werfen, oder einfach geschwind nach Hause zu sausen, um ein neues Ticket auszudrucken, erschien mir letzteres doch zielgerichteter. Und siehe — auf dem Tiefflug heimwärts fand sich auf halber Strecke das verlorene Ticket wohlgefalten auf dem Fahrweg.

Bingo!

Durch diesen glückhaften Umstand gelangte ich recht gut aufgewärmt gerade noch rechtzeitig zur Eröffnung der Stahlberger´schen Familiensause.

Und die war fetzig! Mega! Heimelig! Laut!

Ich hoffe es hat euch nicht zu sehr gestört, dass ich trotz des fehlenden Idioms manchen mir nahestehenden Liedtext lauthals mitgebrummt habe. Es musste halt einfach raus.