Beim traditionellen Knabenschiessen spielt das bewährte Sturmgewehr der Schweizer Armee eine Hauptrolle. Halbwüchsige Knaben und schiessfertige Meitli haben beim Abfeuern der ausgewachsenen Armeewaffe mordsmässig Spass und erhalten zudem eine Gratiswurst bei diesem quasi stammestypischen Initiationsritus der Zürcher Helveten.
Einen lesenswerten historischen Hintergrund (nicht nur) des Knabenschiessens liefert hierzu die Zürcher Brauchtumsseite:
Jugendliche Schiesswut wird – gesellschaftlich akzeptiert und kanalisiert – schliesslich militärisch prima verwertbar.
Eigentlich sind die Zürcher mit ihren beliebten volkstümlichen Feiertagen ja ziemlich sparsam: neben der frühjährlichen Böögg-Einäscherung ist auch das herbstliche Knabenschiessen lediglich ein halber Feiertag. Bis Mittag wird brav gearbeitet, erst in der zweiten Hälfte des (Mon-)Tages wird gefeiert gezündelt respektive geschossen.

Angenehm flauschig ist das Verlässliche: am Dienstag nach dem Ausschiessen wird wieder zu den üblichen Zeiten bedient…
Fürs Protokoll.