Winter, ade!

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gerne vergess’ ich dein;
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Kummerbube

Wer auch immer versucht, uns zu behindern, geschweige denn eine Bedrohung für unser Land und unser Volk zu schaffen, muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die Sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben. (…) Alle notwendigen Entscheidungen wurden in dieser Hinsicht getroffen.

Ich hoffe, dass ich gehört werde.

Fötzeliregen

Trauung

Mikimoto. War was mit Vertrieb. Loveband. Nur mit Schraubenzieher. Allenfalls Schlüssel. Verlobung jetzt. Heirat 2023. Auf Landgut. Präferenz Toskana. Steiermark rabiate Hochzeitsbräuche. Brautraub noch harmlos. Einbetonierter Bräutigam nach Polterabend. Beinamputation. Hochzeit perdu. Präsentation von Fotos und Videos. Süditalien und Portugal. Im Süden Drinks inklusive. 20K per tutti nebst 80 Gäste. Auch Brautkleid dort günstig. Mit strip-off fürs Kurze. Wichtig: Warm-up Party am Vorabend. Auge auf übliche zwei, drei Schnapsnasen. Bali nett fürs Fest.

Luxusgut

Ambassadeur. Dauerthema Krawatte. Hose und Jackett genügt. In verschiedenen Farben cooler Look. Neuausrichtung. Zielgruppe Rich Kids. Kaufen Sneaker für 5000. Einspruch postwendend: Rich Kids eher Louis Vuitton. Und Gucci. Auch nur Blender. Kaum Bärte. CH konservativ.

Tagwach

Neun Stunden. NYC wäre drin jetzt. Donnerstag Urknall. Bis Dienstag laut. Montag Umzug. Überall Konfetti. Was falls maskierte Kostümierte in Boutique? Mit Kalaschnikow? Suite. Penthouse. Das Weisse Schafe. Max Bar. Club Schwarzes Schaf. Kleine Weinbar. Sehr geil. Zum Anker. Bürgenstock nice. Villa Honnegg für Crèmeschnitten. Die besten! Themenschiffe. Wäggis hübsch. Gerald Charles. Unisex.Tragbar.

Chuzpe³

Hallo an Das Baur Au Lac Restaurant und Das Kaufleuten Restaurant und Alle Restaurants in Zürich in Switzerland

Ich bin es Eure Amerikanerin, Schweizerin, Vietnamesische Prinzessin, ehemaliges Super Model, Schauspielerin des Stadttheaters Bern, Schauspielerin von Fernseh Shows Schweiz und Europa, 15 Hollywood Movies und in Amerikanischen Fernseh Shows und in Kanada, Vietnam, Hollywood Movie Executive Producer, Komponnistin und Sängerin von 2 Gesangs CDs, Autorin von vielen Kinderbüchern, Regisseurin und Produzentin von Dokumentar Movies und Ich habe Mir seit extrem vielen Jahren einen guten Namen gemacht in Kunst, Entertainment, Religion und Politik.

Ich würde ab nun jeden Samstag meine Greet and Meet machen in einem Restaurant oder in einem Event Raum wobei Ich Direkt mit Ihnen schauen möchte denn es ist Wichtig dass Ich konkret etwas erreiche und dies sollte nicht schwierig sein mit meinem guten Namen und guten Ruf den Ich Schweizweit und Weltweit habe.

Immer von Montag bis Freitag werde Ich jeden Tag Zeit haben um in Zürich in einem Meeting Room im Hyatt oder im Marriott ein Meeting zu machen von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Haben Sie vielleicht auch in Eurem Gebäude ein Meeting Room das Ich ausleihen oder günstig mieten kann?

Hier worum meine Greet and Meet Of The Holy Princess Eliane Cat-Tuong Chappuis gehen welche in einer guten Atmosphäre in Eurem Restaurant oder Event Raum sein können und Networking mit Buisness Cards, Grüssen, Plaudern zu Tee und Kaffee, Güetzi und Buiscuits und auch Essen und Getränke aber Ich würde gerne ehrlich sein dass die Anwesenden im Greet and Meet The Holy Princess Eliane Cat-Tuong Chappuis verstehen müssen dass Ich es organisiere aber jeder und jede muss selber für das Essen und Getränk bezahlen denn Mir wurde immer noch nicht ein Direktes Budget überreicht in der Schweiz obwohl mein Name und meine Gegenwart in der Schweiz die ganze Schweiz gerettet hat denn Ich bin sehr beliebt in der Welt von Kunst, Entertainment, Religion und Politik und Ich würde gerne in Zürich jeden Tag kennen lernbar sein für Alle welche es wünschen. Wie beschrieben von Montags bis Freitags in einem Meeting Room in Eurem Gebäude oder im Hyatt oder Marriott und jeden Samstag von nun an können Alle die mich kennen lernen möchten Tische reservieren und Ich kann da sein an meinem eigenen Tisch und dann können Wir Fotos machen und Business Cards einander geben Direkt in meiner Anwesenheit und Ich kann dann viele Freundschafte und Karriere Bekanntschaften machen.
Ich habe viele Fans die mich beschützen können.

Gerne erkläre Ich Ihnen worum meine Greet and Meet gehen. Ich würde gerne Menschen kennen lernen welche mit Mir an all diesem arbeiten können:

– Meine eigenen Offices in der Schweiz und Weltweit für Politik aber Ich habe vor dass Ich weiter meine eigene Holy Movie Production Company als Entertainment Department für die Holy Books and Holy Movies von Mir. Für meine eigenen Offices und die Holy Books and Holy Movies von Mir wünsche Ich Mir Direkte Finanzierung dann kann Ich viel arbeiten mit einem Einkommen und Ich kann Leute bezahlen um Direkt mit Mir zu arbeiten. Und Ich kann Mir Grosse Gebäuden mieten und Mir ein Einkommen ermöglichen in meinen Offices Art, Entertainment, Religion and Politics. Dies ist das Wichtigste von Allem.
– Ich bin meine ganze Arbeit und meine Ausstellung Miracles On The Collection Of The Holy Princess Eliane Cat-Tuong Chappuis am archivieren und Ich würde es gut finden dies mit erfahrenen von der Museum und Kunst Gallerie Welt zu machen so schnell wie möglich denn nur so kann Ich mit meinem Leben und meiner Karriere vorwärts machen. Die Ausstellung von Mir geht um Rückblick von meinem Leben und meiner Karriere meine erste Ausstellung zum ersten mal und auch für mein archivieren von meinen Sachen suche Ich Finanzierung wenn ein eigener Grosser Raum für mich und Fotograf um gute Fotos von Mir und meinen Sachen für das Inventar und die Ausstellung zu machen einiges kostet? Ansonsten mache Ich es mit meinem Selbstauslöser meiner Weltberühmten Kamera und auch habe Ich Meetings mit einem Fotografen dazu. Bis jetzt haben diese Fotografen und Fotografinnen von Mir und meiner Ausstellung in meinem Haus in Bern Fotos gemacht Raja Läubli, Serge Stauffer, Andy Svensson und meine Freunde. Es ist Mir wichtig dass Ich das Inventar schnell und gut mit einem Fotografen und Fotografen machen kann und das Inventar an die Museen und Kunst Gallerien schicken kann dann können die Interessierten meine Ausstellung von Mir Direkt mieten und Ich habe dann ein Einkommen.
– Mein Haus in Bern bin Ich daran am schauen um es zu Dekorieren nach Mir und ein Museum zu machen daraus in einigen Jahren. Von der Dekoration her Posters von God and Buddha, Politikern, Holy Anne Frank, Holy Pope Johannes Paul IInd, Mother Teresa und von Mir ein Poster und meine Beauty Statue.
Ich würde gerne mein Haus in Bern Dekorieren mit meiner Weltebrühmten Schweizer Geschichte 2018 The Holy Pope Johannes Paul The IInd Holy Rain und mit Fotos meiner Schweizer Grosseltern Direktor der Steuern Eugene Oscar Chappuis und Marcelle Bergin Chappuis und meinem Schweizer Vater Raymond Eugene Chappuis welche es bauen liessen für die guten Schweizer Bundesbeamten und Posters mit Rückblick von meinem Weltberühmten Leben und meiner Karriere und dann sehr gut vermieten. Ich bin mit einer renommierten Schweizer und Internationalen Remax Immobilien Firma Herr Thomas Bareiss in Kontakt der Mir erklären kann wegen dem vermieten welches Ich mit der Remax Firma machen kann denn vielleicht an Weltberühmte Freunde und Freundinnen vermieten um ein Einkommen zu generieren für mich Direkt denn Ich muss meine Haus Rechnungen bezahlen und genug Geld haben um Mir meinen sehr langen Kinderwunsch rechtzeitig zu ermöglichen und auch eigene Bodyguards zu bezahlen und auch immer wieder Ferien.
– Wenn die Politik Offices für mich eine Weile dauern um einzurichten dann können Wir in einem Gebäude in der Nähe schon nun mein Entertainment Department Gründen und Ich kann in einem Gebäude hier in Zürich jeden Tag Meetings machen darin und mein Biografie Bücher für viele Länder sogleich zu machen in dem Ich in die Kamera zu meinem interessanten Leben und meiner interessanter Karriere erzähle. Die Holy Books and Holy Movies welche schon seit sehr langer Zeit Weltberühmt sind kann Ich mit guten Kameras, Budget, Movie Production Angestellten von Zürich oder mit Hollywood gemeinsam wieder zusammen arbeiten. Ich habe da einen guten Ruf und Ich denke Zürich und Hollywood werden schnell, effizient und gut mit Mir Direkt arbeiten denn Ich habe kein Einkommen. In Bern haben Alle an Erich Hess geantwortet anstatt an mich und Er ist rassistische SVP der meine Freunde und Freundinnen und meine Fans Weltweit die mich kennen lernen möchten immer weg befohlen und Er hat immer Zeit um von meinem Namen und meinem Ruhm zu profitieren. Ich wende mich an Zürich für etwas Geld oder ein Direktes Budget als guter Schweizer Name und Ich würde gerne Bescheid geben dass es dringend ist.

Wir können diese Woche ein Meeting zu meinen Greet and Meet machen und sonst ist es eigentlich ziemlich einfach dass Alle welche Ich anschreibe mit Einladung einen Tisch reservieren immer am Samstag und jeder und jede bezahlen selber aber Networking mit Mir ist möglich.

Ich freue mich auf ein kennen lern Meeting und Ich wenn Ich Meeting Rooms in Eurem Gebäude und das Restaurant Mir anschauen kann wäre gut. Wenn es kein Meeting Room gibt bei Euch kann Ich eines in der Nähe angeben als Meeting Room oder einfach im Restaurant? Immer am gleichen Ort ist Mir am liebsten dann wissen Alle ganz sicher wo das Greet and Meet ist und Ich meine Meetings machen kann. Ich bedanke mich bei Euch für rasches antworten mit einer Direkten Geste wie zum Beispiel Sponsoring, Finanzierung, Förderung und Investition nach den Meetings mit Mir.

Wenn Ihr im Meeting Ideen habt zum Meet and Greet Of The Princess Eliane Cat-Tuong Chappuis oder Ideen welche Menschen Direkt mit Mir arbeiten können oder am Meet and Greet Anwesend sein möchten um mit Mir Freundschaft und Karriere anzuschauen würde mich dies freuen.

Vielen Dank.

Blessings

VIP Princess Eliane Cat-Tuong Chappuis

Vietnamese Aristocrat Princess Swiss Born in Los Angeles

Sternstaubneutronen

Zu Beginn allen Seins war das Nichts. Die absolute Leere. Dann wurde diese Leere angefüllt mit einem Hauch von Energie. Diese Energie durchwehte die Leere von links nach rechts, von rechts nach links. So schwankte sie hin, so schwankte sie her. Dabei wurde die Energie immer unruhiger, immer aufgewühlter, immer aufgeregter. Bald flatterte sie durch das Nichts, aber sie konnte nicht heraus. Denn es gab kein Aussen. Da wurde die Energie so stark, dass sie schliesslich die Leere zerriss. Als die Leere platzte, gebar sie Raum und Zeit, Materie und Antimaterie. Und eine einzige, wilde Urkraft, die all das zusammenhielt. Denn es war der Beginn allen Seins, von Natur und Leben, bis hin zu jedem einzelnen Menschen. Die Geburt des Universums.

(aus: Der Urknall – Ein physikalischer Mythos, SWR2 Wissen 2022)

Wie sich Wissenschaft quasi selbst mythologisiert, ein interessantes Feature zum Hören und Lesen. Moderne physikalische Annahmen erzeugen immer exotischer klingende Theorien, immer mehr neu erdachte Teilchen, welche kaum verifiziert, geschweige denn gemessen oder gesehen werden können. Geisterteilchen nur Hilfsausdruck. Schon weil das Dunkel von Energie und Materie selbst vom Urknall nicht erhellt wird. Wobei dieser sowieso im Dunklen verharrt, Stichwort Ereignishorizont.

Plump verkürzt: als Antagonist vom Wissensschatz produziert Wissenschaft mehr Fragen als Antworten.

Tee trinken

Rezeptorbindung im Laborversuch gehemmt – laut diesem Dossier könnte eine bekannte Heilpflanze gegen Corona helfen.

«Orally bioavailable and with a long history of safe human use, these cannabinoids, isolated or in hemp extracts, have the potential to prevent as well as treat infection by SARS-CoV-2.»

Eine deutsche Anleitung auf heise.de empfiehlt nach dem Gang zum Dealer die Ware nur als Aufgussgetränk zu verabreichen, da sonst die essentiellen Cannabinoide durch zu viel Hitze zerstört würden.

Delikat Essen CXVI

Testfieber im grossen Kanton – in Hinterhöfen, Garagen, brachliegenden Immobilien – überall unzählige Testcentren. Die vom Staat bezahlten Gratistests sind offensichtlich das lukrative Geschäftsmodell und vervielfältigen sie sich geradezu virusartig in den Städten.

Darauf einen Prosit!

Komplizenschaft

Das Zentrum für politische Schönheit verblüffte im grossen Kanton jüngst mit einem geschickt eingefädeltem Millionengeschäft und sucht nun vorsorglich weitere Teilhaber und Komplizen, welche am grossen Erfolg gerne partizipieren möchten. MAZ ab!

Von Pontius zum Pilatus

Der ehrgeizige Plan über 1700 Meter aufwärts als Solist aufzutreten entsprang einem vermeintlichen Besserwetterloch. Wetter immer matchentscheidend im alpinen Gelände und dazu kam die drängende Dringlichkeit eines wirklichen Belastungstests, bevor es auf ganz andere Gefilde gehen konnte.

Um die vertrödelte Zeit (verpasster Zug, falscher Bus) wieder aufzuholen, wurde die Sache etwas zu überhastet angegangen. Dabei hätte jene gut 30-köpfige Kindergartengruppe im Zug, deren Reservierung schief ging und die daher im Mittelgang des Waggons tapfer und stoisch, aber voller Vorfreude auf den Ausflug ins Planetarium die gesamte Fahrt über wankend aber stehend verbrachten, beispielgebend sein sollen.

Wer schnell sein will, muss langsam werden

Zu Beginn gelang es überraschend zügig eine halbe Stunde aufzuholen, doch sollte der Einbruch unweigerlich folgen. Die ersten 900 Höhenmeter waren eher leichtes Terrain und verteilten sich auf gut sieben Kilometern. Allerdings setzte die nach den Regengüssen der vergangenen Tage hoch gesättigte Luftfeuchtigkeit dem Hobbysteiger rasch zu und die Transpirationautomatik  der Funktionswäsche lief permanent auf Hochtouren. Fixiert auf das mögliche Tagesziel in akzeptabler Zeit sowie der kurzzeitige Zusammenschluss mit einer interrailenden Studentin aus dem Ruhrgebiet führten dazu, dass alle antrainierten Vorsichtsmassnahmen leichtfertig ausser Acht gelassen wurden. Spürbar dehydriert, leicht unterzuckert und offenkundig in keiner bestechenden Tagesform wurde viel zu spät auf eindeutige Körpersignale geachtet, zu spät wurde gerastet, getrunken und der Puls wieder auf Normal reguliert. Ein Bergab sausender E-Biker prophezeite einen Wolkenaufriss innert 30 Minuten – ganze drei Stunden sollte es noch dauern, bis die Sonne zumindest ein wenig vom Hochnebel weg schleckte.

Tempowechsel

Mit knapper werdender Kraft wurde das erste Etappenziel auf schlappen 1500 Metern erreicht und nach dem Adieu mit der Zufallsbekanntschaft nun ein adäquates Tempo nach ureigenem Rhythmus angeschlagen. Geht doch. Direktnach der Querung einer lehmig-seifigen Alp ging es dann in den ersten serpentinenartigen Anstieg im Felsmassiv. Trotz ausbleibender Sicht waren Wasserfall und rascher Höhengewinn verlockend, als jedoch die Nebelschwaden allmählich den Ausguck auf nur noch 20 Meter runter dimmten wurde klar, dass Rast und Ruhe dringend nötig waren, zumal eine Umkehr bei weiterer Verschlechterung noch immer möglich war. Im Berg dann eher nicht. Der Gedanke vom schnaubenden Drachen kam und ging schnell. Ein junger blonder Held in Turnschuhen zog vorbei, zwei vorlaute Deutsche immerhin in Wanderschuhen wenig später. Egal, die längst fällige Regeneration mit Weintrauben und Bouillon war unabdinglich und versprach die erforderliche Auffrischung der Kraftreserven, denn ab jetzt nur noch steil. Das Innehalten mit Zwiesprache war zugleich eine Konzentrationsübung für das nun kommende anspruchsvolle Terrain.

Kehren und Wenden ohne Ende

Der Aufstieg dann teilweise mit Ketten gesichert, die Furten und Wasserfälle sind problemlos, doch aufgrund der talwärts strömenden Wassermassen zumindest heikel. Hinzu kommt, dass der permanente Nebel alles übrige sowieso mit einem feuchten Film überzog. Teilweise haben die Wegbereiter eiserne Stufen ins Gestein geschraubt, teils mit Knüppeln abgesicherte Stufen geschlagen. Jedenfalls Hochachtung für die vielen Putzer, die jeweils am dritten Wochenende im Juni den Pfad begehen, kontrollieren, von Altschnee befreien und falls nötig ausbessern. Einige verewigen sich mit Namensschildern nebst Baujahr, wobei manche der Namen einen fast den gesamten Aufstieg hinweg begleiten. An ein paar Stellen ging es nur mit Klettern auf allen Vieren, Stockeinsatz bei den vielen grossen Tritten äusserst hilfreich. Einmal wurde der Schuh aufgrund einer etwas unrunden Bewegung zwischen zwei Felsblöcken eingeklemmt, zum Glück federte der volllederne Ortler derart Missgeschick gekonnt ab, kaum Wirkung im Fuss selbst. Überhaupt war neben der gebotenen Trittsicherheit (Schwindelfrei war heute abgesagt, zu trüb und milchig die Abgründe) der Bergschuh essentiell – ohne Profilsohle mit Grip geht hier gar nichts (ausser Jungsiegfried in Turnschuhen).

Der Aufstieg wollte kein Ende nehmen, noch ne Kehre, noch eine Sicherungskette an ausgesetzter Stelle. Plötzlich frische Erde auf dem Pfad, Blick nach oben und Oha!, überhängender Fels, unübersehbar erst jüngst gefallenes Gestein direkt auf dem Weg. Abwechselnd den Blick vor Furcht hoch und auf den Steig gerichtet, in der stillen Hoffnung, eventuellen Steinschlag durch Reaktionsschnelle wettzumachen wurde die Gefahrenstelle zügig durchgangen. Danach wartete wieder eine in den Fels gehauene und endlos erscheinende (schlechte Sicht!) treppenförmig gewundene Schlüsselstelle. Zwei weitere Wandersleute überholten und lieber wurde etwas abseits der direkten Falllinie einen Moment lang ausgeharrt, nicht dass es durch einen womöglich oben ausgelösten Brocken just nach der heil überstandenen Gefahrenstelle doch noch zum Bingo käme.

Die Tierwelt hielt sich analog zum Wetter weiterhin schön bedeckt, nur Losung vom Steinwild war wiederholt zu erkennen. Das wiederkehrende Pochen der Halsschlagader aufmerksam verfolgend, wurde der Puls auf Stöcke gestützt im Stehen reguliert. Stop-and-Go, gut war wenig Betrieb auf der Piste. Beim Überschreiten der Baumgrenze kam die Frage auf, wieso der Pfad eigentlich Heitertannliweg genannt wird.

Lichtblick

Der letzte Fruchtriegel tat seinen bitter nötigen Dienst und endlich etwas mehr Licht, noch trüb zwar, doch heller Schein lies vermuten, dass die Bergflanke nun tatsächlich durchstiegen war. Nineteenhundred down, twohundredfifty to go. Ohne bislang je das Ziel auf dem beschwerlichen Weg erkennen zu können, gab die schiere Ahnung weiteren Auftrieb. Die Zuversicht kehrte zurück, der Fruchtzucker zündete und der vorletzte Schluck aus der Pulle war reiner Treibstoff.

Und dann riss es auf: zweihundert Meter unterhalb der zahlreichen Gipfel vom Pilatusmassiv traten Tomlishorn, Esel, Oberhaupt und wie sie alle heissen sonnenbeschienen und geradezu unwirklich wuchtig derart scharf gezeichnet ins Rampenlicht, als würde ein Vorhang mit einem Vergrösserungsglas getauscht – ein doppeltes Wunder der Natur. Ein zwar nur kurz währendes Spektakel, aber in seiner momentanen Eindrücklichkeit fast unbeschreiblich. Respekt und Vorfreude, der letzte Anstieg im zerkarsteten Schrattenkalk steinhart jedoch trocken und bedächtigen Schrittes zog der Gebirgsmagnet den sich wie in Trance befindlichen Hobbybergler durch die letzten Kehren nach oben. Jungsiegfried kam derweil von dort im zügigen Turnschuhschritt mit einem aufmunternden «Sali!» entgegen. Vermutlich hatte er den Drachen besiegt, da der Nebel zunehmend lichter wurde.

Tohuwabohu

Dann der Aufstieg durchs Chriesiloch, ursprünglich ein natürlicher Kamin. Oben hallten amerikanische Stimmen, «Where does this way lead to, lets find out!», ein finaler Zwischenspurt, um einer drohenden Kollision auf der Eisentreppe zu entgehen, eine ungläubige Frage: «Did you come up all the way?» gefolgt vom freundlichen «Welcome!» und der nun in Sicht kommende babylonische Touristenpfuhl auf Pilatus Kulm erschien als reinster Postkartenkitsch mitsamt tutender Alphörner als Icing.

 

Der Dank an die eifrigen Bläser für die tolle Begrüssung wurde artig überbracht, gefolgt von einem breiten Grinsen aufgrund des kuriosen Emblems – da blies leibhaftig ein stämmiger Baggerfahrer ins Horn!

Gewiss, nach Burkaverbot, Covid, Masken- bzw. Zertifikatspflicht war die Lage oben bestimmt noch harmlos, eingedenk der Anekdote, als der Hobbyhiker noch vor wenigen Jahren verblüfft staunte, dass Downtown Luzern die Beschriftungen der Ladengeschäfte neben Englisch teils auch auf Chinesisch und Arabisch angebracht waren.

Unweigerlich schüttelte der ehrliche Aufsteiger dennoch innerlich den Kopf, angesichts der nervös staksenden Menge dort oben, manche ihren Schosshund auf Armen tragend, andere verzweifelt ihre Kinder zähmend und allesamt innerhalb einer halben Stunde mit Zahnrad- oder Drahtseilbahn nach oben verbracht, um im Bratwurstduft die heute nicht existierende Aussicht leicht desorientiert trotzdem zu suchen.

2118

Oberhaupt und Esel wurden beide direkt vor Ort bezwungen, danach rasch das Ticket für die Talfahrt gelöst und dank eines widerspenstigen Kinderwageninsassen fuhr die Gondel den Einzelgänger im Solo durch die Wolken ins wärmende und lichtdurchflutete Tal mit der frisch gewonnen Einsicht, dass in und über den Wolken Freiheit wohl Grenzen hat.

In fremder Ferne

Schuhtest

Selbst auf der ausgewiesenen Lowa-Teststrecke macht der Meindl eine ausgesprochen gute Figur. Nachdem der billige Landrover seine Schuldigkeit getan hat, ist der eingelaufene Ortler die dann doch bessere Wahl, v. a. was Halt und Standfestigkeit in rutschigen Auf- und Abwärts-Passagen betrifft. Fels und Stein haben gegen die zwiegenähte Sohle ohnehin keine Chance.

Der Schwarzwaldsteig beginnt gemächlich am Namen gebenden Fluss des Tales, der Rench, steigert sich dann rauf bis zum Ibacher Schliff, einem gewaltigen roten Buntsandsteinsturz, dem man beim Fallen fast zusehen kann. Freiliegende Baumwurzeln und ausgewaschene Regenrinnen deuten auf die permanente Veränderlichkeit hin. Im Winter und bei Starkregen ist dieser beeindruckende Weg nicht gangbar, viel zu schlüpfrig und eng ist der teilweise stark abfallende Saumpfad, selbst die lokale Gemeinde warnt und weist auf die Gefahr auf jenem Wegstück hin.

Schnapsbrunnen

Vorbei an Brunnen mit und ohne Schnaps, erfrischenden Raststätten mit und ohne Bedienung ist der Weg zum Braunberg von allerlei Braunbären gesäumt. Die inflationären Holzherzen fehlen nie, und so steht die Inschrift am Urbankreuz im eigentühmlichen Kontrast zu der pittoresken Gestaltung des Wanderweges. Wobei der Kitsch bei den allgegenwärtigen Herzen nur oberflächlich erscheint, da auf die Herzlichkeit in der Naturparkregion tatsächlich und spürbar viel Wert gelegt wird. Sägekunst ist im Schwarzwald sowieso immanent, gut erkennbar an der markenbewussten Gestaltung einer Bank mitten im Wald, die der heiligen Motorsäge gewidmet ist. Eifrige Wanderkollegen huldigen derweil den Steinmännfrauchen, welche mancherorts frei nach dem Klump-Prinzip geradezu massenhaft auftreten.

Eierschwämme

Bei gutem Wanderwetter nach einer leichten Regennacht war das Geläuf perfekt, um die 500 Höhenmeter auf 12 Kilometern quasi federnd zu bewältigen. Der zweite Satz der Wandersinfonie ist ebenfalls durchaus empfehlenswert, ganz so wie der Blutzwurz am Schnaps-Brunnen Bollenbach, an dem der sich Urlaub erlaubende Hobbywanderer labte. Als Bonus gab es obendrauf noch erntefrische Pfifferlinge direkt aus dem Wald, die die nette Seele der Herberge pünktlich zum Feierabend aus ihrem Sammelkorb offerierte.

Sollten es aber keine Pfifferlinge gewesen sein, so sehen wir uns halt droben wieder…

«So ruh denn aus in fremder Ferne, bis droben wir uns wiedersehn.»

Himmelssteig

Den Auftakt zur dreisätzigen Schwarzwälder Wandersinfonie bildete der Himmelssteig, ein ausführlich beschildeter Weg durch das Schwarzwälder Mittelgebirge, welcher zur «Premium-Wanderung» einlädt. Verlaufen kann man sich nicht, falls doch landet man auf dem Paradies-Steig und der führt ebenfalls in den Himmel. Überdies sind Kilometerangaben samt SOS-Tafeln installiert. Sehr abwechslungsreiches Gelände, stets rauf und runter. Gras, Wurzel, Waldwege, Stein mit kurzen Abschnitten auf Asphalt. Insgesamt sind 11 Kilometer zu bewältigen, was anstatt der vorgeschriebenen fünf Stunden auch gut in deren drei geht. Trittsicherheit an manchen ausgesetzten Stellen unerlässlich, Erfahrungen im Fels helfen. Es gibt diverse Einkehrmöglichkeiten, einladende ambulante Selbstverpflegungsstationen. Zwei schnell schwätzende Schwäbinnen kochten sich gar ihr Süppchen auf dem Paradiesfelsen, entweder mit Spiritus- oder Gasbetrieb, jedenfalls ging es beim rasenden Wortwechsel ums Für und Wider und wo man den dafür notwendigen Treibstoff erhalten könne. Das verbale Gemetzel verkürzte leider den Aufenthalt, was wiederum der akzeptablen Endzeit zugute kam. Ein anderer Wandersmann kam unumwunden gleich aufs Thema Bier und sprach von der Notwenigkeit, die unweit gelegene Familienbrauerei Bauhöfer zu besuchen, deren Braumeisterin Deutschlands derzeit Jüngste und Interessanteste sei. Testmaterial ist vorsorglich eingelagert. Es gibt an Bäumen angebrachte Abrisszettel und Steinteller, von denen sich die wandernde Leute das nehmen sollen, was sie brauchen. Klar – im Himmel ist die Spiritualität zuhause quasi. Auf dem Survival-Trainingsplatz gleich bei der Gruppen-Unterkunft Palmspring (Jugend aus Dorsten) üben Stadtindianer das Preppern. Interessant auch, wie manche Weisstannen mit moosgrünen Matten bedeckt werden, welche erst bei der genauen Inspizierung sich als ganz und gar nicht natürlich entpuppten. Als wilde Tiere waren diesmal ein Adler, ein Fliegenpilz und ein Horrorkäfer inklusive. Zum Work-out besuchte der hobbywandernde Urlauber noch den Atletik-Club Oppenau, um die Muskeln noch etwas im Bankdrücken zu üben, bevor der Wandertag beim süffigen Alpirbacher mit einer Grillade und etlichen Früh-Perseiden zünftig ausklang.