Begrünung

„Wer ist dieses Wesen mit schrecklichen Klauen
und schrecklichen Zähnen, um Tiere zu kauen?
Mit knotigen Knien, einer gräßlichen Tatze
und vorn im Gesicht einer giftigen Warze,
mit feurigen Augen, einer Zunge sooo lang
und Stacheln am Rücken – da wird einem bang.“

Suchdienst

Metadatenmässig hat ein Blick in das Logbuch immer wieder megamässige Überraschungen parat:

interne Suchstatistik: heuristisch, aber repräsentativ?
  • Elisaburg ist gebongt — die pflegen souverän den Blues und wirten seit Neuestem neu (Neumann, bitte klicken!).
  • Die Anschaffung der Ausschaffung wird beschafft.
  • Sägmehlkönig Kilian schwang im Sommer schwungvoll.

Aber wer kommt bloss auf die kuriose Idee einen russischen toten Hasen gerade hier zu suchen?

Und seit wann ist Jupiter, noch vor wenigen Tagen in tadellosem Zustand so schön neben dem halben Mond sichtbar, ein Melanom?

Souplesse

Geschafft! Das Schwinger-Album ist vollgeklebt.

Nach einem halben Jahr Sammelstressspass nebst unnötiger Geldausgaben und überflüssiger Zeitverschwendung sind alle 178 Bildli eingeklebt. Den Schlusspunkt unter das langwierige Hin- und Hergetausche setzte Nummer 167 (per Post aus Luzern) — jetzt kommt das grosse schwarze Loch…

Auffällig war, dass 80 Prozent der Tauschpartner Mädchen oder Frauen waren. Schwingen ist halt sexy.

Hey-ø-live

Exil Zürich: Hey-ø-Hansen performen teilweise halbnackt aber hochkonzentriert an den Reglern. Im Club direkt vor der Bühne wiegen sich dunkelhäutige Grazien (if only slightly overdone perhaps), daneben süsslich-herbe Verstösse gegen das Rauchverbot und der lokale harte Kern der Version-Fans.

Auf der kleinen Bühne zwei angenehm bescheiden auftretende Tiroler Dubstepper, die spielerisch mit Maschinen improvisieren. Als der Eine einen besonders gelungenen Klangeffekt taktgenau auf die Elektrodrum des Anderen legt, entfährt dem Anderen ein kerniges „Supa!“ und auf seinem Antlitz erscheint selbstvergessen ein verliebtes Leuchten, wenn er lobend zum Einen hinüber blickt.

Nur die Anstosszeit um 00.30h war etwas familienunfreundlich.

Legalizeit

Anfang November wird in Kalifornien über die völlige Freigabe von Cannabis abgestimmt. Damit wird auch die Entscheidung gefällt, ob im US-Bundesstaat die Kreuzung Swiss Sativa mit einer Schoggi-Geschmacksnuance legal angebaut werden darf.

Die Zahl der Yay-Sayer dürfte dort drüben ähnlich hoch sein wie in der Schweiz, wo 2008 eine Legalisierungs-Initiative immerhin 36,8 Prozent Zustimmung erhielt. Hinterliesse der in Bälde abtretende Gouvernator ein Kifferparadies, wäre dies zweifellos eine reine Skurrilität.

Cannabis wird zunehmend gesellschaftsfähig und für die selbstgebastelte Heimorgie hier noch ein paar mutige Cocktails.

Bom schankar.

Multikulti

Die UNESCO will angesichts der notorischen Globalisierungstendenz das immaterielle Kulturerbe, quasi die überlieferten Volksbräuche weltweit erfassen. Beabsichtigt wird den Respekt, das Bewusstsein sowie die Wertschätzung für gelebte Traditionen aufrecht zu erhalten und zu pflegen.

Überall in der Schweiz werden jetzt Vorschläge gesammelt, wie etwa der Sennabtrieb, die Basler Fasnacht oder das Zürcher Sechseläuten. Weitere Vorschläge finden sich hier.

Eieieieiei.

Falls Chlaus unvermittelt zubeisst und den Betruf auslöst, schnell noch eine Runde Eiertröhlen bevor der crazy Yodel eine Tessiner Laiengruppe anlockt.

PS: Was für eine Suchmaschine ist eigentlich dieses UNESCO?

Ausscheidung

Das Hochgebirge der Schweiz scheidet zwei über die Landesgrenzen hinweg bekannte Abwässer aus: den Rhein und die Rhône. Aus hygienischen Erwägungen werden beide gründlich gereinigt bevor sie sich ins jeweilige Nachbarland ergiessen. Der Rhein wird im Schwäbischen Meer tapfer nach Kehrwochenplan (immerhin drei Parteien!) geputzt während die Rhône ihre mitgeführten Ballaststoffe einfach im Lac Léman sinken lässt.

Vom Seeausfluss auf Genfer Stadtgebiet bis hin zur Grenze nach Frankreich benötigt die aufgeklärte Rhône bei sommerlicher Fliessgeschwindigkeit schlappe zwei Stunden. Diese Zeitspanne nutzen findige lokale Bootsbauer, um beim alljährlichen radeaux du Rhône genevois mit ihren selbstgebastelten Wasserfahrzeugen gemütlich flussabwärts zu driften. Konstruktionsbedingt havarieren einige der Prototypen schon kurz nach dem Stapellauf, weil schlichtweg das archimedische Prinzip unterschätzt wird.

Nichtsdestotrotz wird bei diesem lustigen Treiben auf dem Wasser tüchtig gefeiert, viel getrunken und ausgeschieden — und so kommt die Rhône an einem Samstag im Jahr etwas trüber rüber.

Meine erste Million

***CONGRATULATION****

Your email has won for you(1,000,000.00 USD)in our prestigious Microsoft Lottery that is currently going on now.
Your email address was randomly selected with the aid of a computer balloting system from all web users list of email address world wild.
You are hereby advise to contact Mr.Bright Olu of the UPS EXPRESS COURIER with your information below for delivery of your winnings to this email:ups_westafrica@9.cn

Name:
Address:
Age:
Occupation:
Country:
Telphone Number:
………………………………
CONTACT UPS EXPRESS COURIER
Mr. Bright Olu.
Email: ups_westafrica@9.cn
Tel: +2348071316227
………………………………
Note: We have paid for the delivery and premium insurance fee of your winning prize and you are to pay to the UPS courier Service the sum of One hundred and fourty Dollars ($150 USD) for their security Keeping fee.

We could have paid this for you but we do not know when you will contact them. Once again Congratulations

Mrs.Kate Mitchell.

(ONLINE CO-ORDINATOR)

Bolle wird Moschee

Anlässlich des Kreuzberger 1. Mai-Festes 1987 wurde der Bolle-Supermarkt am Görlitzer Bahnhof erst geplündert und anschliessend gebrandschatzt. Lange Jahre war der Platz ein bis auf die Grundmauern niedergebranntes Menetekel.

Pünktlich zum 8. Djumâda I-´Âkhirah 1431 und nach gefühlten 10 Jahren Bauzeit eröffnet auf der einstigen Ruinenbrache nun die Omar Moschee. Mit vier recht unscheinbaren Minaretten auf dem Dach aber einer begrünten (!) Kuppel.

Leitthema des Eröffnungsfestes war der Döner Kebap auf fünf rotierenden Freiluftspiessen vor dem Haus

fünffacher Dönerdrehspiess

die sich im Haus umgekehrt proportional in den gigantischen Kristallleuchtern quasi widerspiegelten.

Dönerhafte Riesenluster

Die BVG machte Sonderfahrten und oben am Himmel lachte gar ein halber Mond wie auf Bestellung.