Lenz jetzt.

Well I’m beginning to see the light
Oh, it’s getting a little softer in the end now
Now-now baby, I’m beginning to see the light
Oh, it’s coming round again
Hey now-now-now baby, I’m beginning to see the light
There are problems in these times but, oh, none of them are mine
Oh baby, I’m beginning to see the light

krokusse im schnee, krokus spring snow, primavera, printemps, frühhling im schnee

Am 20. März knallen im Sternbild Widder um 12.02 MEZ wieder die Korken; kometenhaft kehrt das regenerative Licht wieder, um unser Herz, den Verstand und sämtliche Sinne zu verblenden. Heißassa!

Schneefeezehweh

Am Schneesee

Es war einmal ein See, der war immer voll Schnee, darum nannten ihn alle Leute nur Schneesee.

Um diesen Schneesee wuchs Klee, der Schneeseeklee, der wuchs rot und grün, und darin äste ein Reh, das Schneeseekleereh. Und dieses Schneeseekleereh wurde von einer Fee geliebt, die fast so schön war wie Scheherezade, der überaus anmutigen Schneeseekleerehfee.

Diese Fee hatte, wie alle Feen dieser Gegend, sechsundsechzig Zehen, fünfundsechzig zum Gehen und einen zum Drehen, und dieser sechsundsechzigste Zeh war natürlich der Schneeseekleerehfeedrehzeh.

Zehendrehen macht schrecklich Spaß, doch einmal drehte die Fee im Übermut ihren Zeh zu sehr, und da tat der Drehzeh schrecklich weh.

Zum Glück wohnte am Schneesee eine weise Frau. Die weise Frau, eine Heckenhexe mit zwei schrecklichen Hackenhaxen, hockte grade vor einer Hucke Kräutern, als die kleine Fee gehumpelt kam.

„Guten Tag, beste Heckenhexe mit den Hackenhaxen!“
„Guten Tag, nette Schneeseekleerehfee mit den sechsundsechzig Zehen! Doch was sehe ich: Du humpelst? Was hast du denn?“

Da antwortete die Schneeseekleerehfee: „Schneeseekleerehfeezehweh!“
„Gehzehweh oder Drehzehweh?“
„Drehzehweh!“

„Dann ist es nicht schlimm: Gehzehweh ist zäh und hält sich, doch Drehzehweh kommt und vergeht jäh – und wodurch vergeht es? Natürlich durch der Heckenhexe herrlichsten Tee, den hellgelben Schneeseekleerehfeedrehzehwehtee! Und einen solchen hellgelben Schneeseekleerehfeedrehzehwehtee werde ich dir jetzt brauen.“

Die Heckenhexe mit den Hackenhaxen nahm Blätter von sieben mal sieben Bäumen und Blüten aus sieben mal sieben Träumen und brachte sie mit Milch aus sieben Eutern und Wurzeln von sieben Kräutern zum Schäumen, und als der Sud sich abgeklärt hatte, wallte im Kessel der hellgelbe Tee. Na, wenn der nicht bitter schmeckte!

„Trink das aus, nette Schneeseekleerehfee!“
„Auf einen Zug, beste Heckenhexe?“
„Auf einen Zug, nette Schneeseekleerehfee!“

Da trank die Schneeseekleerehfee auf einen Zug den Schneeseekleerehfeedrehzehwehteekessel aus, und als der Schneeseekleerehfeedrehzehwehteekessel ausgetrunken war, hatte der hellgelbe Schneeseekleerehfeedrehzehwehtee das Schneeseekleerehfeedrehzehweh aus dem Schneeseekleerehfeedrehzeh der Schneeseekleerehfee weggehext, und da stieß die glückliche Fee ein lautes Juche aus, das rings durch alle Wälder schallte.

„Ich danke dir, beste Heckenhexe!“
„Ist schon gut, du nette Schneeseekleerehfee. Nun dreh aber nicht mehr so toll deinen kleinen Drehzeh!“
„Werds´ bedenken, beste Heckenhexe!“
„Lerne lerne, nette Rehfee!“

Und die Schneeseekleerehfee lief auf ihren fünfundsechzig Schneeseekleerehfeegehzehen von der Heckenhexe mit den Hackenhaxen in der Hocke vor der Hucke in den Wald zurück, und freute sich ganz toll, dass das brennende Schneesehkleerehfeedrehzehweh durch den hellgelben Schneeseekleerehfeedrehzehwehtee aus dem Schneeseekleerehfeedrehzeh weggehext war, und sie lachte und klatschte in die Hände und freute sich und streichelte sacht mit ihrem sechsundsechzigsten Zeh, dem Drehzeh, das Schneeseekleereh im Schneeseeklee am See voll Schnee.

In memoriam Franz Fühmann (1922-1984)

Weisse Hölle Uetliberg

Der erste Schnee der Saison ist jedes Mal wieder neu und aufregend. Natürlich muss man den frischen Schnee probieren und schmecken und dessen Konsistenz fachkundig auf Rodelverhalten und Ballgefühl überprüfen. Falls Frau Stirnimaa Holle jedoch weiterhin derart handfest die Betten ausschüttelt, sieht es hier bald so aus wie sonst im Oberland.

Zürcher Forst am 28. Oktober 2012 mit Schneemenschchen

Weils´aber noch Oktober ist und reichlich feucht ist die jüngst gefallene Schneemenge im Schweizer Mittelland triefnass und pappschwer. Mangels Gefälle droht keine unmittelbare Lawinengefahr, aber bei plötzlich auftretenden Naturgewalten ist ja immer etwas Vorsicht geboten. Den hinterlistigen Anschlag eines in der Siedlung umher streunenden Sniper-Duos konnte ich gerade noch verhindern, da ich nach den ersten Schneebällen auf das zum Lüften verlockend weit geöffneten Fenster, die aber alle knapp in die Fensterläden krachten, bereits aufgeschreckt auf der Hut war, doch statt des selbigen flugs meine Yeti-Maske aufsetzte.

Yeti, Weisse Hölle vom Frieneberg, Yeti-Maske

Die half prima und die frechen Buben flüchteten schnell ganz verängstigt und verloren sich alsbald im immer dichter werdenden Schneegestöber…

Suburbia

Am Rand der kleinen grossen Stadt ist die Welt noch in Ordnung ländlicher als auch schon. Mit dem Fangglas musste schon mancher Monsternachtfalter aus der Mädchenabteilung unblutig entsorgt werden. Des weiteren wurde eine Blindschleiche aus dem Weg geräumt und friedfertige Kaulquappen aus Kinderhänden befreit. Zwei Katzen aus der Nachbarschaft erhielten die Rote Karte nebst vorläufiger Spielsperre. Ausser den Viechern kommt auch das meiste Wetter gerne überfallartig. Zuvor sah man aus der Beobachtungsstation was auf einen zukommt, jetzt pirschen sich die Wolken über den achthunderteinundsiebzig Meter hohen Hausberg flugs an die Siedlung heran.

Die Luft atmet sich angenehm würzig mit einer erdigen feucht-frischen Note — kein Vergleich zu der abgestandenen Feinstaubkonzentration in der Innenstadt. Weder im Wilden Süden noch in der grossen Mauerstadt hat der Hobbyschweizer je so sauerstoffhaltig gehaust. Mutmasslich aber handelt es sich hierbei um einen kleinen vorsätzlichen Selbstbetrug, weil die Sauerstoffaufnahmefähigkeit aufgrund fortgeschrittener Zellalterung qualitativ eher abgenommen haben muss. Dafür gibt es beim bergan strampeln mit dem Velo den Lungenfunktionstest gratis obendrein; wie beim Konditionstest sind die Ergebnisse leider doch ziemlich realistisch.

Im Vergleich mit der anonymen Wohnmaschine gestaltet sich in der Vorstadt die Öffentlichkeitsarbeit völlig anders. Quasi Grüezipflicht auf jedem Schritt. Die Randlage erlaubt jedoch auch randständiges Handeln: so kam ein jenischer Scherenschleifer vorbei, freundlich und entspannt, trotz meiner Absage. Ein leibhaftiger Scherenschleifer hat mich seit der frühen Kindheit nicht mehr kontaktiert! Ein wenig später läutete ein stummer Roma an der Haustüre, welcher sein schriftliches Bettelgesuch in einer Art laminierter Visitenkarte überreichte. Der dritte im munter selbstkonstruierten Bunde war ein schwer radebrechender Paketbote, welcher an der zugegeben komplizierten Zustellung scheiterte, das Paket kurzerhand wieder mit sich nahm und dafür mich sprachlos zurückliess.

Kommen morgen die Mormonen? Überzeugen bald die Zeugen oder rückt gleich die Heilsarmee an? Wann drücken die Drückerkolonnen die Klingel?

Where’s a policeman when you need one to blame the colour TV?

Lynchjustiz

Liebe Rätselfreunde,
zum Wochenstart gleich ein neues packendes Rätselbild zum mitraten:

Welcher Unhold wird hier zum Scheiterhaufen gefahren?

Neu! Jetzt mit Zusatzchance!

Da beim letzten Rätsel leider keine richtige Lösung einging, wird der Jackpot in Form von Knallerbsen für die treffsicherste Schätzung der Brenndauer ausgeschüttet!

Sonn & Mond

Maximale terrestrisch Annäherung an das Zentralgestirn am 3. Januar 2011 um 20:01:14 hiesiger Uhr, wie immer (in letzter Zeit) kurioserweise im Winter, aber bei 147 Millionen Kilometer mit genügend Sicherheitsabstand.

In ca. 16.000 Jahren schliesslich fällt die geringste Erde-Sonne Entfernung in die Nähe des astronomischen Sommerbeginns auf der Nordhalbkugel: Stichwort Präzession-Taumel contra Perihel-Schwankung.

Die Wetterkapriolen im 19. Jahrtausend werden bestimmt ganz besonders lustig…

PS: Zuvor aber macht sich nach der Erde-Sonne-Intimität am direkt darauf folgenden 4. Januar 2011 der ausgehungerte Neumond über die Sonne her: vormittags gegen 9.30 Uhr ist von der Sonne nur noch ein Drittel bis zu einem Viertel in Abhängigkeit von Standort und Wetterlage übrig.

Ein kosmisch rasanter Start — have a nice one too!

Winterfest

Astronomisch amtlich beginnt die Wintersaison erst am 22. Dezember, und zwar pünktlich um diesmal 00.38 Uhr.

Bis zum Frühlingsbeginn verbleiben dann schlappe 88 Tage, 23 Stunden und 43 Minuten. Falls nicht der Sommer dazwischenkommt.

Zuvor aber noch die letzten Neuigkeiten vom Schergen Schmutzli in der Querwerbung…

Atmosphäre

When I woke up the sun was shining in my eyes
My silver spurs were gone my head felt twice its size
She took my silver spurs a dollar and a dime
And left me cravin´ for more summer wine
Ohh-oh-oh summer wine


Mit Kater aber ohne Kohle in den Herbst — Sekundaräquinoktium pünktlich am 23. September um 05:09h MESZ.

Next stop: Winter.