Eigentlich sollte die Schweizer Volkspartei (SVP) überhaupt kein Thema (wert) sein. Doch dann stiess mir leider deren aktuelles Machwerk in Plakatform böse auf. Dass es mir überhaupt auffiel, spricht werbetechnisch durchaus für die laufende Kampagne. Bewährt hetzt die SVP klassisch in Schwarz auf Rotweiss:

Mit Hilfe der schwarzen Vögel polemisiert die SVP gegen den Fortbestand der bestehenden bilateralen Verträge mit der EU, welche im Wesentlichen die Personenfreizügigkeit und den Beitritt zum Schengenabkommen beinhalten und am 8. Februar 2009 zur Volksabstimmung anstehen.
Der rechtsgerichteten SVP gelang in den vergangenen Jahren ein rasanter Anstieg in der Wählergunst. Bei der Nationalratswahl 2007 war sie mit 28,9 Prozent Stimmenanteil die mit Abstand stärkste Partei; seit 1919 hat in der Schweiz keine Partei mehr einen derart hohen Stimmenanteil erreicht. Dreist und populistisch schürt die SVP geschickt die in der Bevölkerung vorhandenen Ängste mit selbst für hiesige Verhältnisse ziemlich derben Stammtischparolen und fremdenfeindlicher Schweiztümmelei. Durch diese national gefärbte Demagogie hat es die Blocher-Clique geschafft ihren prozentualen Stimmenanteil von 1991 bis heute fast zu verdreifachen.
Eine Auswahl propagandistischer Tier-Versuche:

Das berühmt-berüchtigte Motiv wurde durch folgenden «Gag» noch zugespitzt:

Tapfer stemmt sich die SVP schon immer gegen die drohende Globalisierung:

Noch schwärzer und deutlicher werden die wahren Schuldigen entlarvt:

Und fast schon unfreiwillig komisch wirkt dieser Hilferuf von 2003:

Die grenzenlose HeimatTierliebe der SVP gipfelt in einem Zweck-Bündniss mit den Teletubbies, um gegen die drohende feindliche Übernahme der Eidgenossenschaft anzustrampeln. Der steppende Knecht Ueli wurde im Dezember 2008 dann tatsächlich zum bislang letzten Mitglied der Schweizer Regierung gewählt und wird nun als Verteidigungsminister dem Ausland den Krieg erklären.
Natürlich sind die Kameraden von der SVP auch sonst immer mega lustig und fidel.